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Was ist ein VPN (virtuelles privates Netzwerk)? Wie es funktioniert, Arten und Vorteile von VPNs

Sicherer VPN-Tunnel zum Schutz des Internetdatenverkehrs vor Cyberbedrohungen

VPN steht für „Virtual Private Network“ (VPN – virtuelles privates Netzwerk) und beschreibt die Möglichkeit, beim Verwenden öffentlicher Netze eine geschützte Netzwerkverbindung herzustellen. VPNs verschlüsseln Ihren Internetverkehr und verschleiern Ihre Online‑Identität. Dadurch wird es Dritten erschwert, Ihre Aktivitäten nachzuverfolgen oder Daten zu stehlen. Die Verschlüsselung erfolgt in Echtzeit.

Das Wichtigste in Kürze:
  • Ein VPN verbirgt Ihre IP‑Adresse, indem das Netzwerk sie über einen speziell konfigurierten Remote‑Server umleitet, der vom VPN‑Anbieter betrieben wird.
  • VPNs verbergen Ihre IP‑Adresse und leiten den Datenverkehr über einen Remote‑Server, sodass es für Websites, Werbetreibende und andere schwieriger wird, Ihren Standort oder Ihr Surfverhalten zu verfolgen.
  • Die Verwendung eines VPN kann Ihre Privatsphäre in öffentlichen WLAN‑Netzen (WLAN (Wi‑Fi)) verbessern und eine zusätzliche Sicherheitsebene beim Zugriff auf sensible Konten oder persönliche Daten bieten.
  • VPNs werden häufig für Remote‑Arbeit, alltägliches Surfen, Streaming, Online‑Einkäufe und zum Schutz von Daten auf Reisen genutzt.
  • Ein VPN erhöht Privatsphäre und Sicherheit, macht Nutzer aber nicht vollständig anonym und schützt nicht vor allen Online‑Bedrohungen. Daher sind weiterhin gute cybersicherheits‑Gewohnheiten unerlässlich.

Wie funktioniert ein VPN und warum brauchen Sie einen?

Ein VPN verbirgt Ihre IP‑Adresse, indem er Ihre Internetverbindung über einen speziell konfigurierten Remote‑Server des VPN‑Anbieters leitet. Anstatt dass Websites und Online‑Dienste Ihre echte IP‑Adresse sehen, sehen sie die IP‑Adresse des VPN‑Servers.

Gleichzeitig erstellt der VPN einen verschlüsselten Tunnel zwischen Ihrem Gerät und dem Internet. Diese Verschlüsselung macht Ihre Daten unlesbar für jeden, der sie abfängt. Ihr Internetanbieter (ISP) und andere Dritte können zwar sehen, dass Sie mit einem VPN verbunden sind, aber nicht leicht einsehen, welche Websites Sie besuchen oder welche Daten Sie senden und empfangen.

Diagramm, das zeigt, wie ein VPN den Datenverkehr durch einen sicheren Tunnel verschlüsselt

VPNs schützen vor mehreren Online‑Bedrohungen. Deshalb nutzen fast die Hälfte der Befragten laut einem Webartikel von Forbes ein VPN im Alltag.

Welche Vorteile hat eine VPN‑Verbindung?

Eine VPN verschleiert Ihren Datenverkehr und schützt ihn vor unbefugtem Zugriff. Sie sorgt dafür, dass Informationen, die zwischen Ihrem Gerät und dem Internet gesendet werden, verschlüsselt sind, wodurch es für Hacker und Cyberkriminelle deutlich schwieriger wird, diese zu lesen.

Ein VPN fügt eine zusätzliche Sicherheitsschicht zwischen Ihrem Gerät und dem Internet hinzu und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Daten abgegriffen werden.

Sichere Verschlüsselung

Wenn Sie sich mit einem VPN verbinden, wird Ihr Datenverkehr verschlüsselt, bevor er über das Internet übertragen wird. Selbst wenn jemand die Verbindung abfängt, sind die Informationen ohne den richtigen Schlüssel unlesbar.

Die meisten führenden VPN‑Anbieter nutzen AES-256‑Verschlüsselung. Dies ist ein weithin anerannter Sicherheitsstandard, der unter anderem Online‑Banking und Regierungs‑Kommunikation schützt. Er verwendet ausgefeilte kryptografische Verfahren, um Passwörter und andere persönliche Daten beim Surfen zu sichern.

Verschleierung Ihres Aufenthaltsorts

Ein VPN fungiert als Proxy‑Server: Er verbirgt die IP‑Adresse Ihres Geräts und ersetzt sie durch die IP‑Adresse des VPN‑Servers, mit dem Sie verbunden sind. So ist es für Websites und Dritte deutlich schwerer, Ihren tatsächlichen Standort zu bestimmen oder Ihr Surfverhalten Ihrem Gerät zuzuordnen.

Ihr Internetanbieter kann weiterhin erkennen, dass Sie mit einem VPN verbunden sind, doch der Verkehr ist verschlüsselt und er kann nicht ohne Weiteres die besuchten Websites oder übertragenen Informationen einsehen.

Die meisten VPN‑Dienste speichern keine Nutzungsprotokolle. Das erhöht die Privatsphäre, weil Ihre Aktivitäten und Ihr Aufenthaltsort nicht dauerhaft nachverfolgt werden.

Zugriff auf regionsspezifische Inhalte

Regionale Webinhalte sind nicht überall zugänglich. Dienste und Websites enthalten oft Inhalte, die nur von bestimmten Regionen aus verfügbar sind.

Normale Verbindungen nutzen lokale Server im jeweiligen Land zur Standortbestimmung. Deshalb können Sie zu Hause nicht unbedingt auf Inhalte zugreifen, wenn Sie reisen, und umgekehrt. Mit VPN‑Standort‑Spoofing können Sie zu einem Server in einem anderen Land wechseln und so praktisch „Ihren Standort ändern“.

Sichere Datenübertragung

Ein VPN schafft eine sichere Verbindung zwischen Ihrem Gerät und dem Netzwerk, auf das Sie zugreifen, und reduziert so das Risiko, dass sensible Informationen unterwegs abgefangen werden. Das ist besonders nützlich bei Remote‑Arbeit oder wenn Sie regelmäßig vertrauliche Daten über das Internet senden.

Für den Zugriff auf manche Netzwerke ist oft eine VPN‑Verbindung Voraussetzung. VPN‑Dienste verbinden sich mit privaten Servern und nutzen Verschlüsselungsverfahren, um das Risiko eines Datenlecks zu verringern.

Warum sollten Sie eine VPN‑Verbindung nutzen?

Der wichtigste Grund ist meist die bessere Kontrolle über die Online‑Privatsphäre. Websites, Werbetreibende, Apps und Datenhändler können Informationen über Nutzer und ihre Aktivitäten sammeln, um detaillierte Profile zu erstellen. VPNs können dieses Risiko reduzieren.

Ein VPN gibt außerdem Sicherheit beim Zugriff auf fremde Netze, etwa wenn Sie aus einem Hotel arbeiten oder in einem Café einkaufen. Ein zuverlässiger VPN vermindert die Risiken, die mit der Nutzung geteilten Internetzugangs verbunden sind.

VPNs sind mittlerweile ein alltägliches Werkzeug für Mitarbeitende, die von nahezu überall auf Firmenressourcen und vertraute Online‑Dienste zugreifen. Sie sind ebenso nützlich für alle, die unnötiges Tracking reduzieren und mit mehr Vertrauen surfen möchten.

Wann sollten Sie ein VPN verwenden?

Es gibt viele Situationen, in denen VPNs Sicherheit und Privatsphäre verbessern können. Dazu gehören:

  • Öffentliches WLAN: Schutz Ihrer Online‑Aktivitäten in gemeinsamen Netzwerken in Cafés, an Flughäfen, in Hotels und Bibliotheken.
  • Alltägliches Surfen: Verringerung des Trackings durch Werbetreibende, Websites und andere Dritte.
  • Auslandsreisen: Zugriff auf vertraute Websites und regionsspezifische Dienste während des Aufenthalts im Ausland.
  • Remote‑Arbeit: Sichere Verbindung zu Firmensystemen oder vertraulichen Dateien außerhalb des Büros.
  • Gaming: Hilft, eine Drosselung durch den ISP zu umgehen und bietet Schutz vor einigen Online‑Angriffen wie DDoS‑Versuchen.
  • Online‑Einkäufe: Sichere Bezahlvorgänge in öffentlichen Netzen und mögliche Umgehung standortbasierter Preisunterschiede.

Was sollte ein guter VPN bieten?

Nicht alle VPN‑Dienste bieten dasselbe Maß an Privatsphäre oder Sicherheit. Ein vertrauenswürdiger Anbieter sollte starke technische Schutzmechanismen mit transparenter Geschäftspraxis verbinden. Das gibt Nutzern Vertrauen, dass ihre Daten verantwortungsvoll behandelt werden.

  • Eine klare No‑Logs‑Politik: Der Anbieter sollte erklären, welche Informationen er erhebt.
  • Unabhängige Sicherheitsprüfungen: Regelmäßige Third‑Party‑Audits und Transparenzberichte helfen, Datenschutz‑Behauptungen mit der Realität abzugleichen.
  • Zuverlässige Sicherheitsfunktionen: Moderne VPN‑Protokolle sollten die Verbindung stabil halten, wenn sich Netzbedingungen ändern.
  • Starker Kontoschutz: Unterstützung für Mehrfaktor‑Authentifizierung (MFA) und sichere Kontowiederherstellung reduziert das Risiko unbefugter Zugriffe.
  • Plattformübergreifende Unterstützung: Ein guter VPN sollte auf Computern und anderen Geräten konsistent funktionieren.
  • Transparente Richtlinien und Support: Klare Datenschutzdokumentation und ein langjähriger Ruf in Sachen Sicherheit sind oft genauso wichtig wie technische Spezifikationen.

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Privatsphäre umfasst mehr als Verschlüsselung. Wie bereits erwähnt, sollte ein vertrauenswürdiger VPN‑Anbieter eine klare No‑Logs‑Politik haben. Das bedeutet, er zeichnet Ihre Surf‑Aktivitäten oder Ihren Datenverkehr nicht auf. Viele führende Anbieter veröffentlichen außerdem Transparenzberichte oder lassen sich unabhängig prüfen, um zu belegen, dass ihre Datenschutzversprechen mit der Praxis übereinstimmen.

Es lohnt sich, die Datenschutzbestimmungen und den Ruf eines VPN genau zu prüfen, um zu verstehen, welche Informationen gesammelt werden und wie damit umgegangen wird.

Was ist Split‑Tunneling?

Split‑Tunneling erlaubt Ihnen zu wählen, welche Apps oder Websites die VPN‑Verbindung nutzen und welche direkt ins Internet gehen. Zum Beispiel können Sie Ihre Arbeitsanwendungen durch das VPN leiten, während Streaming‑Dienste oder lokale Geräte die normale Verbindung nutzen dürfen.

Das kann Leistung verbessern und Bandbreite sparen, während der sensible Datenverkehr geschützt bleibt. Aktivität, die das VPN umgeht, profitiert jedoch nicht von dessen Verschlüsselung oder Datenschutzfunktionen.

Was ist ein VPN Kill‑Switch?

Ein VPN Kill‑Switch (Not‑Aus‑Schalter) ist eine Sicherheitsfunktion, die Ihre Privatsphäre schützt, falls die VPN‑Verbindung unerwartet abbricht. Anstatt das Gerät über die normale Internetverbindung neu verbinden zu lassen, blockiert der Kill‑Switch automatisch den Internetverkehr, bis die VPN wiederhergestellt ist.

So wird verhindert, dass Ihre echte IP‑Adresse oder Ihre Online‑Aktivitäten bei vorübergehenden Verbindungsunterbrechungen offengelegt werden. Für alle, die auf die VPN‑Sicherheit angewiesen sind, ist das eine wichtige Funktion.

Die Geschichte der VPNs

Seit es das Internet gibt, gibt es Bestrebungen, Browser‑Daten zu schützen und zu verschlüsseln. Bereits in den 1960er‑Jahren war das US‑Verteidigungsministerium in Projekte involviert, die sich mit der Verschlüsselung von Internetkommunikation beschäftigten.

Die Vorläufer der VPN

Diese Bemühungen führten zur Entstehung von ARPANET (Advanced Research Projects Agency Network), einem paketvermittelnden Netzwerk, das wiederum die Entwicklung des Transmission Control Protocol/Internet Protocol (TCP/IP) vorantrieb.

Das TCP/IP gliederte sich in vier Ebenen: Link, Internet, Transport und Anwendung. Auf der Internetebene konnten lokale Netzwerke und Geräte mit dem weltweiten Netz verbunden werden – und hier wurde das Risiko der Datenexposition deutlich. 1993 gelang einem Team der Columbia University und den Bell Labs von AT&T die Entwicklung einer Art erster Version des modernen VPN, bekannt als swIPe: Software‑IPSec‑Verschlüsselungsprotokoll.

Im darauffolgenden Jahr entwickelte Wei Xu das IPSec‑Netzwerk, ein Internet‑Sicherheitsprotokoll zur Authentifizierung und Verschlüsselung von Datenpaketen. 1996 schuf der Microsoft‑Mitarbeiter Gurdeep Singh‑Pall das Peer‑to‑Peer Tunneling Protocol (PPTP).

Frühe VPNs

Parallel zur Entwicklung von PPTP wuchs die Popularität des Internets und der Bedarf an nutzerfreundlicher Verschlüsselungssoftware stieg. Zu dieser Zeit waren Antivirenprogramme bereits wirksam gegen Malware und Spyware. Gleichzeitig verlangten Nutzer und Unternehmen nach Software, die ihre Surf‑Historie verbergen konnte.

Die ersten VPNs erschienen daher Anfang der 2000er‑Jahre, wurden aber zunächst überwiegend von Unternehmen genutzt. Nach zahlreichen Sicherheitsvorfällen, besonders Anfang der 2010er‑Jahre, wuchs dann der Verbrauchermarkt für VPNs erheblich.

Welche Arten von VPNs gibt es?

Es gibt viele verschiedene Arten von VPNs, doch mit den drei Haupttypen sollten Sie vertraut sein:

Vergleich von SSL‑, Site‑to‑Site‑ und Client‑to‑Server‑VPNs

SSL VPN

Oft haben nicht alle Mitarbeitenden eines Unternehmens Zugriff auf ein Firmen‑Notebook für die Arbeit von zu Hause. Während der Coronavirus‑Krise im Frühjahr 2020 standen viele Firmen vor dem Problem unzureichender Ausstattung. In solchen Fällen greift man häufig auf private Geräte (PC, Laptop, Tablet, Mobiltelefon) zurück. Hier bieten SSL-VPN‑Lösungen Abhilfe, die üblicherweise über eine entsprechende Hardware‑Appliance implementiert werden.

Voraussetzung ist meist ein HTML-5‑fähiger Browser, mit dem die Firmen‑Loginseite aufgerufen wird. HTML-5‑fähige Browser sind für praktisch jedes Betriebssystem verfügbar. Der Zugang wird mit Benutzername und Passwort geschützt.

Site‑to‑Site‑VPN

Ein Site‑to‑Site‑VPN ist im Wesentlichen ein privates Netzwerk, das interne Intranets verbirgt und es Nutzern dieser sicheren Netzwerke erlaubt, gegenseitig auf Ressourcen zuzugreifen.

Ein Site‑to‑Site‑VPNs ist nützlich, wenn ein Unternehmen mehrere Standorte mit jeweils eigenem LAN (LAN) hat, die über ein WAN (Wide Area Network) verbunden sind. Site‑to‑Site‑VPNs sind auch praktisch, wenn Sie zwei getrennte Intranets haben und Dateien zwischen ihnen austauschen möchten, ohne dass Nutzer des einen Intranets auf das andere zugreifen können.

Site‑to‑Site‑VPNs werden hauptsächlich in großen Unternehmen eingesetzt. Sie sind komplex in der Implementierung und bieten nicht dieselbe Flexibilität wie SSL‑VPNs, gelten jedoch als die effektivste Methode, um Kommunikation innerhalb und zwischen großen Abteilungen zu sichern.

Client‑to‑Server‑VPN

Die Verbindung über einen VPN‑Client kann man sich vorstellen wie die Verbindung eines privaten Geräts per Verlängerungskabel mit dem Firmennetz. Mitarbeitende können sich aus dem Homeoffice über die sichere Verbindung in das Firmennetz einwählen und so arbeiten, als säßen sie im Büro. Allerdings muss ein VPN‑Client zunächst auf dem Computer installiert und konfiguriert werden.

Dabei wird das Gerät nicht über den normalen Internetanbieter (ISP) verbunden, sondern stellt eine direkte Verbindung über den VPN‑Anbieter her. Dadurch verkürzt sich praktisch die Tunnelphase der VPN‑Verbindung: Der VPN kann die Daten bereits verschlüsseln, bevor sie dem Nutzer zur Verfügung stehen.

Diese Form der VPN‑Nutzung wird zunehmend verbreitet und ist besonders nützlich für Anbieter unsicherer öffentlicher Netzwerke. Sie verhindert, dass Dritte die Verbindung kompromittieren, verschlüsselt Daten bis zum Anbieter und verhindert zudem, dass ISPs auf unverschlüsselte Daten zugreifen, die Beschränkungen der Internetnutzung umgehen würden (z. B. staatliche Zugriffsbeschränkungen).

Der Vorteil dieser Zugriffsart ist höhere Effizienz und ein universeller Zugriff auf Unternehmensressourcen. So kann sich ein Mitarbeiter zum Beispiel mit Headset in das System einwählen und Kunden könnten nicht erkennen, ob er sich im Büro oder im Homeoffice befindet.

Wie sicher ist ein VPN?

Ein VPN ist ein wertvolles Werkzeug für Privatsphäre und Sicherheit, aber kein Allheilmittel. Es verringert bestimmte Risiken wie das Offenlegen von Datenverkehr in öffentlichem WLAN oder das Bekanntwerden Ihrer IP‑Adresse. Ein VPN kann jedoch nicht jede Cyber‑Bedrohung eliminieren.

Solche Software kann Sie nicht daran hindern, auf einen Phishing‑Link zu klicken oder kompromittierte Software zu installieren. Ist bereits Malware oder Spyware auf Ihrem Gerät, kann diese weiterhin auf Dateien zugreifen oder Daten stehlen – unabhängig davon, ob ein VPN aktiv ist.

Ebenso macht ein VPN Sie nicht anonym. Websites können weiterhin angemeldete Konten erkennen. Cookies oder Browser‑Fingerprinting können Ihr Gerät weiter identifizieren.

Den stärksten Schutz erzielen Sie durch die Kombination eines VPN mit vertrauenswürdiger Antiviren‑Software und sicheren digitalen Verhaltensweisen. Ein VPN ist keine Versicherung gegen alle Online‑Bedrohungen.

Auswahl eines sicheren VPN‑Anbieters

Die Wahl eines vertrauenswürdigen VPN‑Anbieters ist genauso wichtig wie die Nutzung eines VPN selbst. Ihr ISP sieht Ihren verschlüsselten Datenverkehr nicht im Klartext; Ihr VPN‑Anbieter übernimmt diese Aufgabe. Hat der Anbieter jedoch schwache Sicherheits‑ oder Datenschutzpraktiken, könnten Ihre Daten trotzdem gefährdet sein.

Achten Sie auf Anbieter mit klarer No‑Logs‑Politik, starken Verschlüsselungsstandards, transparenten Datenschutzrichtlinien und unabhängigen Sicherheitsprüfungen, die ihre Angaben verifizieren.

Kostenlose VPN‑Dienste können für gelegentliche Nutzung geeignet sein, aber manche finanzieren sich durch Werbung oder Datensammlung und bieten weniger Sicherheitsfunktionen oder eingeschränkte Leistung. Prüfen Sie die Datenschutzpraktiken und den Ruf eines VPN, um sicherzustellen, dass er Ihren Erwartungen an Sicherheit und Privatsphäre entspricht.

Wovor schützt ein VPN nicht?

Ein VPN schützt nicht vor allen Online‑Gefahren. Seine Hauptaufgabe ist, Ihre Internetverbindung zu verschlüsseln und Ihre IP‑Adresse zu verbergen.

Ein VPN kann nicht verhindern, dass Sie bösartige Dateien herunterladen, Passwörter auf gefälschten Websites eingeben oder persönliche Informationen an Betrüger weitergeben. Ebenso kann er Malware, die bereits auf Ihrem Gerät installiert ist, nicht daran hindern, auf Dateien zuzugreifen oder Daten zu stehlen.

Macht ein VPN Sie anonym?

Nein. Ein VPN verbessert die Privatsphäre, indem er Ihre IP‑Adresse verbirgt und den Internetverkehr verschlüsselt, macht Sie aber nicht vollständig anonym im Netz.

Wenn Sie sich bei einer Website mit Ihrem persönlichen Konto anmelden, weiß der Dienst weiterhin, wer Sie sind – unabhängig davon, ob Sie einen VPN verwenden. Auch Browser‑Fingerprinting und freiwillig geteilte Informationen können zur Identifizierung oder Profilbildung genutzt werden.

Ein VPN reduziert die Menge an Informationen, die Dritten zugänglich sind. Echte Anonymität hängt davon ab, wie Sie das Internet nutzen.

Kann ein VPN Malware‑ und Phishing‑Angriffe stoppen?

Nein. Ein VPN verschlüsselt den Internetverkehr, untersucht aber in der Regel keine Dateien und blockiert nicht alle bösartigen Dateien.

Wenn Sie auf einen Phishing‑Link klicken oder Malware herunterladen, verhindert ein VPN allein den Angriff nicht. Deshalb empfehlen Cybersicherheitsexperten, ein VPN mit Antiviren‑Software und umsichtigem Verhalten zu kombinieren.

Kann man mit einem VPN verfolgt werden?

Es ist möglich, auch bei Nutzung eines VPN verfolgt zu werden. Das hängt davon ab, wer verfolgt und welche Methoden verwendet werden. Ein VPN verbirgt Ihre echte IP‑Adresse und verschlüsselt Ihren Datenverkehr, wodurch viele gängige Tracking‑Methoden erschwert werden. Vollständige Unsichtbarkeit erreicht man damit jedoch nicht.

Cookies und andere Technologien können weiterhin Informationen über Ihre Aktivitäten sammeln, auch wenn ein VPN aktiv ist.

Können Websites Sie bei Nutzung eines VPN verfolgen?

Ja. Obwohl ein VPN Ihre IP‑Adresse verbirgt, können Websites Sie weiterhin über Cookies oder Browser‑Fingerprinting erkennen. Auch angemeldete Konten ermöglichen es Diensten, Ihr Verhalten zuzuordnen.

Wenn Sie sich bei einem sozialen Netzwerk oder einem Online‑Shop anmelden, kann der Dienst Ihre Aktivitäten unabhängig davon Ihrem Konto zuordnen. Das Löschen oder Einschränken von Cookies und die Nutzung datenschutzorientierter Browser können dieses Tracking reduzieren.

Kann Ihr ISP Sie bei Nutzung eines VPN verfolgen?

Ihr ISP sieht, dass Sie mit einem VPN‑Server verbunden sind und wie viel Datenvolumen übertragen wird, kann aber die Inhalte Ihres verschlüsselten Datenverkehrs oder die konkreten Websites, die Sie über den VPN besuchen, nicht leicht einsehen.

Der ISP sieht lediglich eine verschlüsselte Verbindung zwischen Ihrem Gerät und dem VPN‑Anbieter.

Kann die Strafverfolgung VPN‑Nutzer verfolgen?

VPNs sind Werkzeuge zum Schutz der Privatsphäre, keine Instrumente zur Anonymisierung oder juristische Schutzschilde. Seriöse VPNs verschlüsseln den Internetverkehr und können No‑Logs‑Politiken betreiben, müssen jedoch die Gesetze der Länder, in denen sie tätig sind, beachten.

Strafverfolgungsbehörden können Online‑Aktivitäten mit verschiedenen rechtlichen und technischen Mitteln untersuchen, die über IP‑Adressen hinausgehen. Ein VPN sollte zur Verbesserung von Privatsphäre und Sicherheit verwendet werden, nicht als rechtlicher Schutzschild.

So surfen Sie sicher mit einem VPN

Ein VPN verschlüsselt Ihren Internetverkehr so, dass er nur mit dem richtigen Verschlüsselungsschlüssel entschlüsselt werden kann. Nur Ihr Gerät und der VPN‑Server haben Zugang zu diesem Schlüssel. Das bedeutet, dass Ihr ISP und andere Dritte den Inhalt Ihrer Online‑Aktivitäten nicht ohne Weiteres sehen können.

In der Regel funktionieren sie in drei einfachen Schritten:

  • Verbinden Sie sich mit dem VPN. Sobald Sie online gehen, starten Sie Ihr VPN. Es erstellt einen sicheren, verschlüsselten Tunnel zwischen Ihrem Gerät und dem Internet.
  • Leiten Sie den Datenverkehr über den VPN‑Server. Ihr Gerät tritt dem Netzwerk des VPN bei und Ihre IP‑Adresse wird durch eine vom VPN‑Server bereitgestellte Adresse ersetzt. Das hilft, Ihren tatsächlichen Standort zu verschleiern.
  • Surfen Sie sicherer. Mit aktiver verschlüsselter Verbindung können Sie mit einer zusätzlichen Schicht aus Privatsphäre und Schutz für Ihre persönlichen Daten arbeiten oder surfen.

Wie installieren Sie einen VPN auf Ihrem Computer?

Vor der Installation eines VPN ist es hilfreich, die verschiedenen Implementierungsarten zu kennen. Die richtige Option hängt von Ihren Geräten und Umständen ab.

VPN‑Client

Für eigenständige VPN‑Clients muss Software installiert werden. Diese Software wird so konfiguriert, dass sie die Anforderungen des Endgeräts erfüllt. Beim Einrichten des VPN baut der Endpunkt die Verschlüsselungs‑Tunnelverbindung zum anderen Endpunkt auf. In Unternehmen erfordert dieser Schritt meist die Eingabe eines vom Unternehmen ausgestellten Passworts oder die Installation eines entsprechenden Zertifikats. Durch Passwort oder Zertifikat kann die Firewall erkennen, dass es sich um eine autorisierte Verbindung handelt. Der Mitarbeiter authentifiziert sich anschließend mit bekannten Zugangsdaten.

Browser‑Erweiterungen

VPN‑Erweiterungen können den meisten Webbrowsern wie Google Chrome und Microsoft Edge hinzugefügt werden. Manche Browser bieten sogar integrierte VPN‑Funktionalität.

Browser‑Erweiterungen sind schnell installiert und praktisch zum Absichern des Browsers, schützen jedoch nur den innerhalb dieses Browsers erzeugten Datenverkehr. Andere Anwendungen wie E‑Mail‑Clients, Videoanrufe, Onlinespiele oder Cloud‑Backup‑Dienste nutzen weiterhin Ihre normale Verbindung.

Obwohl Browser‑Erweiterungen nicht ganz so umfassend sind wie VPN‑Clients, können sie für Gelegenheitsnutzer, die eine zusätzliche Schicht Internet‑Sicherheit wünschen, sinnvoll sein.

Wählen Sie stets eine seriöse Option, da Datensammler gefälschte VPN‑Erweiterungen einsetzen könnten, um Daten zu stehlen.

Router‑VPN

Wenn mehrere Geräte mit derselben Internetverbindung verbunden sind, kann es einfacher sein, das VPN direkt im Router zu implementieren, statt auf jedem Gerät eine eigene VPN zu installieren. Ein Router‑VPN ist besonders nützlich, wenn Sie Geräte mit Internetverbindung schützen möchten, die sich schwer konfigurieren lassen, wie Smart‑Heimgeräte. Damit können Sie auch geografisch eingeschränkte Inhalte über Ihre Heim‑Unterhaltungssysteme zugänglich machen.

Viele Router‑VPNs sind einfach zu installieren. Sie bieten zusätzlichen Schutz und verhindern, dass Ihr Netzwerk kompromittiert wird, wenn unsichere Geräte sich verbinden. Ein Router‑VPN bietet durchgehenden Schutz, kann jedoch je nach Routermodell eine anspruchsvollere Einrichtung erfordern.

Unternehmens‑VPN

Ein Unternehmens‑VPN ist eine maßgeschneiderte Lösung, die vom IT‑Team einer Organisation verwaltet wird. Sie ermöglicht Mitarbeitenden, sicher auf interne Systeme, Anwendungen und Dateien zuzugreifen, während sie remote arbeiten oder reisen.

Das VPN wird vom Unternehmen verwaltet und Nutzer haben meist nur begrenzte Kontrolle über Einstellungen. Aktivitäten und Verbindungen können entsprechend der Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens protokolliert werden, um sensible Daten zu schützen und das Risiko unbefugten Zugriffs zu verringern.

Können Sie einen VPN auch auf Ihrem Smartphone oder anderen Geräten nutzen?

Ja, es gibt zahlreiche VPN‑Optionen für Smartphones und andere internetfähige Geräte. Ein VPN kann für Ihr Mobilgerät unerlässlich sein, wenn Sie dort Zahlungsinformationen oder andere persönliche Daten speichern oder einfach nur im Internet surfen. Viele VPN‑Anbieter bieten mobile Lösungen an – viele davon sind direkt über die Kaspersky VPN‑Free‑Trial‑Seite herunterladbar.

Ein VPN auf iPhone oder anderem Smartphone einrichten

iPhone‑VPN‑Dienste und Android‑VPNs sind einfach zu bedienen und beinhalten in der Regel Folgendes:

  • Der Installationsvorgang lädt in der Regel nur eine App aus dem iOS App Store oder von der Kaspersky‑VPN‑Downloadseite herunter. Obwohl es kostenlose VPN‑Angebote gibt, ist es aus Sicherheitsgründen ratsam, einen professionellen Anbieter zu wählen.
  • Die Einrichtung ist sehr nutzerfreundlich, da die Standardeinstellungen meist schon auf durchschnittliche Smartphone‑Nutzer ausgelegt sind. Einfach mit Ihrem Konto anmelden. Die meisten Apps führen Sie anschließend durch die wichtigsten Funktionen des VPN‑Dienstes.
  • Das Einschalten des VPN funktioniert für viele Apps buchstäblich wie ein Lichtschalter. Die Option finden Sie wahrscheinlich direkt auf dem Startbildschirm.
  • Der Serverwechsel erfolgt meist manuell, wenn Sie Ihren Standort vortäuschen möchten. Wählen Sie einfach das gewünschte Land aus dem Angebot aus.
  • Für Nutzer mit höherem Datenschutzbedarf sind erweiterte Einstellungen verfügbar. Je nach VPN können Sie andere Protokolle für die Verschlüsselung auswählen. Diagnosen und weitere Funktionen sind je nach App verfügbar. Informieren Sie sich vor dem Abonnement über diese Merkmale, um das passende VPN zu finden.
  • Um künftig sicher zu surfen, müssen Sie in der App lediglich die VPN‑Verbindung aktivieren.

Fazit

Ein VPN ist eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit, die Online‑Privatsphäre zu verbessern und sichere Internetverbindungen beim Surfen oder Arbeiten zu gewährleisten. Besonders in öffentlichen WLAN‑Netzen und beim Übertragen sensibler Informationen ist er sehr nützlich. Viele Webnutzer halten die Nutzung eines VPN inzwischen für unverzichtbar.

Ein VPN entfaltet seine beste Wirkung als Teil einer umfassenderen Cybersicherheitsstrategie. Er sollte mit vertrauenswürdiger Sicherheitssoftware und sicheren Online‑Gewohnheiten kombiniert werden, um eine zusätzliche Schutzschicht zu bieten, die das tägliche Internetnutzen sicherer und privater macht.

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FAQs

Wie funktioniert ein VPN?

Ein VPN erstellt eine verschlüsselte Verbindung zwischen Ihrem Gerät und einem Remote‑Server. Ihr Internetverkehr läuft durch diesen sicheren Tunnel. Er verbirgt Ihre IP‑Adresse und macht es Dritten schwerer, Ihre Online‑Aktivitäten zu überwachen.

Sind VPNs legal?

VPNs sind in vielen Ländern legal und werden von Privatpersonen und Unternehmen weit verbreitet genutzt, um Privatsphäre und Sicherheit im Internet zu erhöhen. Manche Länder beschränken oder regulieren jedoch die Nutzung von VPN, daher ist es wichtig, die lokalen Gesetze am Aufenthaltsort oder Reiseziel zu prüfen.

Welche Vorteile bietet ein VPN?

Ein VPN verschlüsselt Ihre Internetverbindung, verbirgt Ihre IP‑Adresse und hilft, persönliche Daten in öffentlichen und privaten Netzen zu schützen. Zudem kann er die Online‑Privatsphäre verbessern und den Zugriff auf regionsspezifische Websites und Dienste ermöglichen.

Was ist ein VPN (virtuelles privates Netzwerk)? Wie es funktioniert, Arten und Vorteile von VPNs

Erfahren Sie, was ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) ist, wie es funktioniert und warum es genutzt wird. Entdecken Sie die Vorteile von VPNs, die verschiedenen Arten und wie sie Ihre Privatsphäre online schützen
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