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Was ist das Darknet?

Was ist das Deep Web und das Darknet?

Das Darknet wird mit der kriminellen Unterwelt des Internets in Verbindung gebracht. Für die meisten bleibt es geheimnisvoll, doch Wissen hilft Ihnen zu verstehen, was es dort gibt – und wie Sie mit den Bedrohungen des Darknets umgehen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Darknet ist ein verborgener Teil des Internets, den Sie mit normalen Browsern und Suchmaschinen nicht erreichen.
  • Es enthält sowohl legale Inhalte (zum Schutz der Privatsphäre und der Meinungsfreiheit) als auch viele illegale Marktplätze und Dienste.
  • Der bloße Besuch des Darknets ist nicht illegal, viele dortige Aktivitäten sind jedoch gesetzeswidrig und sehr riskant.
  • Ihre personenbezogenen Daten können durch Datenlecks im Darknet landen – selbst wenn Sie es nie besuchen.
  • Mit leistungsfähigen Sicherheitslösungen inklusive Monitoring sowie umsichtigem Online-Verhalten können Sie Ihr Risiko reduzieren.
  • Greifen Sie nur mit berechtigtem Grund auf das Darknet zu – und befolgen Sie dabei strenge Sicherheitsregeln.

Darknet – Definition

Das Darknet ist ein verborgener Teil des Internets, der von regulären Suchmaschinen nicht indexiert wird und über spezielle Browser wie Tor zugänglich ist. Es beherbergt legale wie illegale Aktivitäten, bietet Anonymität, birgt aber auch Risiken wie Betrug und rechtswidrige Inhalte.

Was sind Darknet, Deep Web und Surface Web?

Das Internet ist umfangreich – mit Millionen von Webseiten, Datenbanken und Servern, die rund um die Uhr laufen. Doch das sogenannte „sichtbare“ Internet (auch Surface Web oder offenes Web genannt) – also Seiten, die sich über Suchmaschinen wie Google und Yahoo finden lassen – ist nur die Spitze des Eisbergs.

Rund um den nicht sichtbaren Teil des Webs kursieren mehrere Begriffe. Wenn Sie abseits der ausgetretenen Pfade surfen wollen, ist es hilfreich zu wissen, wie sie sich unterscheiden.

Das Surface Web bzw. offene Web

Das offene Web, auch Surface Web genannt, ist die „sichtbare“ Oberflächenschicht. Bleiben wir beim Bild des gesamten Webs als Eisberg, wäre das offene Web der Teil oberhalb der Wasseroberfläche. Statistisch gesehen macht dieses Kollektiv aus Websites und Daten weniger als 5 % des gesamten Internets aus.

Alle gängigen, öffentlich zugänglichen Websites, die über traditionelle Browser wie Google Chrome, Microsoft Edge und Firefox aufgerufen werden, sind hier enthalten. Websites sind üblicherweise mit Domainsuffixen wie „.com“ und „.org“ gekennzeichnet und lassen sich leicht mit bekannten Suchmaschinen finden.

Das Auffinden von Surface-Websites ist möglich, weil Suchmaschinen das Web über sichtbare Links indexieren (ein Prozess namens „Crawling“, da die Suchmaschine das Web wie eine Spinne „durchkriecht“).

Das Deep Web

Das Deep Web liegt unter der Oberfläche und macht schätzungsweise rund 90 % aller Websites aus. Das entspräche dem Teil eines Eisbergs unter Wasser, der viel größer ist als das Surface Web. Dieses verborgene Web ist so groß, dass es unmöglich ist, genau zu ermitteln, wie viele Seiten oder Websites zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiv sind.

Große Suchmaschinen indexieren vor allem Websites nahe der sprichwörtlichen Oberfläche. Alles andere – von wissenschaftlichen Journalen über private Datenbanken bis hin zu illegaleren Inhalten – bleibt unzugänglich. Zu diesem Deep Web gehört auch der Teil, den wir als Darknet kennen.

Während viele Medien „Deep Web“ und „Darknet“ synonym verwenden, ist ein Großteil des tiefen Teils völlig legal und sicher. Zu den größten Bereichen des Deep Web zählen:

  • Datenbanken: Sowohl öffentliche als auch privat geschützte Dateisammlungen, die nicht mit anderen Bereichen des Webs verbunden sind und nur innerhalb der Datenbank selbst durchsucht werden können.
  • Intranets: Interne Netzwerke von Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen, die zur internen Kommunikation und Steuerung innerhalb der Organisationen dienen.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie das Deep Web bereits täglich nutzen. Deep-Web-Seiten können hinter Passwörtern oder anderen Sicherheitsbarrieren verborgen sein; andere teilen Suchmaschinen einfach mit, sie nicht zu „crawlen“. Ohne sichtbare Links sind diese Seiten aus unterschiedlichen Gründen stärker verborgen.

Diese Deep-Web-Seiten stellen in der Regel keine Gefahr für Ihren Computer oder Ihre Sicherheit dar. Dazu zählen private Seiten wie:

  • Finanzkonten wie Bank- und Rentenkonten
  • E-Mail- und Social-Messaging-Konten
  • Private Unternehmensdatenbanken
  • HIPAA sensible Informationen wie medizinische Unterlagen
  • Rechtsdokumente

Am dunklen Ende des Webs finden Sie die gefährlichsten Inhalte und Aktivitäten. Tor-Websites befinden sich an diesem äußersten Ende des Deep Web; sie gelten als „Darknet“ und sind nur über einen anonymisierenden Browser zugänglich.

Die Sicherheit im Deep Web ist für den durchschnittlichen Internetnutzer relevanter als die Sicherheit im Darknet, da Sie unbeabsichtigt in gefährliche Bereiche geraten können: Viele Teile des Deep Web lassen sich weiterhin in normalen Internetbrowsern aufrufen.

Das Darknet

Das Darknet bezeichnet Websites, die nicht indexiert sind und nur über spezielle Webbrowser zugänglich sind. Es ist deutlich kleiner als das ohnehin kleine Surface Web und gilt als Teil des Deep Web. In unserer Ozean-und-Eisberg-Analogie wäre das Darknet die unterste Spitze des untergetauchten Eisbergs.

Das Darknet ist jedoch ein sehr stark verborgener Teil des Deep Web, mit dem nur wenige jemals interagieren oder ihn überhaupt sehen werden. Anders ausgedrückt: Das Deep Web umfasst alles unter der Oberfläche, das mit der richtigen Software zugänglich ist – einschließlich des Darknets.

Die Struktur des Darknets lässt sich in einige Schichten unterteilen, die es zu einem anonymen Rückzugsraum machen:

  • Keine Webseiten-Indexierung durch Surface-Web-Suchmaschinen. Google und andere beliebte Suchtools können Seiten im Darknet weder finden noch in den Ergebnissen anzeigen.
  • „Virtuelle Verkehrstunnel“ über eine zufällig verschachtelte Netzwerkinfrastruktur.
  • Mit herkömmlichen Browsern nicht zugänglich aufgrund spezieller Adressierung. Zudem ist es durch verschiedene Netzwerksicherheitsmaßnahmen wie Firewalls und Verschlüsselung zusätzlich verborgen.

In Bezug auf die Sicherheit im Darknet unterscheiden sich die Gefahren im Deep Web deutlich von denen im Darknet. Illegale Cyberaktivitäten lassen sich nicht unbedingt leicht zufällig entdecken, fallen aber, wenn man sie gezielt sucht, oft deutlich extremer und bedrohlicher aus. Bevor wir die Bedrohungen des Darknets näher betrachten, schauen wir uns an, wie und warum Nutzer diese Seiten aufrufen.

Was gibt es im Darknet?

Das Darknet beherbergt legale wie illegale Aktivitäten, bietet Anonymität, birgt aber auch Risiken wie Betrug und rechtswidrige Inhalte. Es kann als Raum für Menschen gesehen werden, die anonym bleiben wollen – sei es um Menschen zu betrügen oder um an illegalen Marktplätzen und Foren teilzunehmen.

Insgesamt wurde der Ruf des Darknets häufig mit kriminellen Absichten oder illegalen Inhalten in Verbindung gebracht sowie mit „Handels“-Seiten, auf denen Nutzer die genannten illegalen Waren oder Dienste erwerben können.

Wofür wird das Darknet genutzt?

Das Darknet wird oft mit kriminellen Aktivitäten assoziiert, es gibt jedoch legitime Verwendungszwecke.

Das Darknet hat viele Gruppen angezogen, die gefährdet wären, wenn sie ihre Identität online preisgeben müssten. Missbrauchs- und Verfolgungsopfer, Whistleblower und politische Dissidenten nutzen diese verborgenen Seiten häufig. Diese Vorteile können jedoch leicht auf Personen ausgedehnt werden, die sich bewusst außerhalb gesetzlicher Grenzen bewegen wollen – in eindeutig illegaler Weise. Entsprechend sind umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen nötig.

Viele der schädlichen Nutzungen haben wir bereits angesprochen. Verborgene Marktplätze können gestohlene Daten oder illegale Waren verkaufen. Außerdem werden dort häufig Malware oder Hacking-Tools angeboten. In manchen Foren werden geleakte Zugangsdaten oder aus Datenpannen stammende personenbezogene Informationen gehandelt. Betrug ist ebenfalls verbreitet – mit fingierten Diensten, die darauf ausgelegt sind, Geld oder Identitäten zu stehlen.

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Wie sieht das Darknet aus?

Die meisten Darknet-Seiten wirken im Vergleich zu normalen Websites schlicht. Seiten laden oft mit einfachem Text und wenigen Bildern, weil viele Darknet-Dienste Anonymität und Geschwindigkeit über Design stellen. Manche Seiten erinnern an alte Internetforen oder abgespeckte Schwarze Bretter, deren Layout eher funktional als poliert ist.

Darknet-Seiten verwenden .onion URLs, also lange Zeichenfolgen aus zufälligen Buchstaben und Zahlen. Diese Adressen folgen nicht den üblichen Namensregeln wie „.com“ oder „.org“, und Sie können sie weder erraten noch in Google suchen. Sie müssen die genaue Adresse kennen oder sie irgendwo anders finden.

Da das Darknet nicht indexiert wird, verlassen sich Nutzer häufig auf Verzeichnisse und Linklisten oder eine spezielle Darknet-Suchmaschine zur Navigation. Diese Verzeichnisse sind einfache Seiten, die .onion-Links in Kategorien sammeln. Sie weisen eine hohe Rate an Link-Verfall („Link Rot“) auf – viele Links funktionieren plötzlich nicht mehr oder verschwinden ohne Vorwarnung. Das Surfen im Darknet ist daher mit erheblichen Risiken verbunden.

Eine typische Darknet-Seite kann enthalten:

  • Einen schlichten Hintergrund mit minimalem Styling
  • Einfache Textabschnitte und simple Navigationslinks
  • Wenige oder gar keine Bilder
  • Einen Fokus auf Funktion, etwa ein Login-Feld, einen Nachrichtenbereich oder eine Produktliste
  • Diese Einfachheit ist beabsichtigt. Sie verkürzt die Ladezeiten im Tor-Netzwerk und hilft Betreibern, verborgen zu bleiben.

Wer hat das Darknet geschaffen?

Viele führen die Entstehung des Darknets in seiner heutigen Form auf das .onion-Prinzip und den Tor-Browser zurück.

Tor („The Onion Routing“-Projekt) ermöglicht den Zugriff auf Websites mit der Endung „.onion“. Dieser Browser geht auf einen Dienst zurück, der Ende der 1990er-Jahre vom United States Naval Research Laboratory entwickelt wurde.

Fortschrittliche Technik und frei verfügbare Darknet-Browser wie Tor machen es heute jedem Interessierten möglich, „abzutauchen“. Es ist nicht mehr ausschließlich die Domäne abgebrühter Krimineller und Strafverfolgungsbehörden.

Ist das Darknet illegal?

Kurz gesagt: Das Darknet an sich ist nicht illegal. Tatsächlich gibt es vollkommen legale Nutzungen, die den Wert des „Darknets“ unterstreichen. Nutzer können im Darknet im Wesentlichen drei Vorteile suchen:

  • Benutzeranonymität
  • Nahezu nicht nachverfolgbare Dienste und Seiten
  • Möglichkeit, illegale Handlungen vorzunehmen – sowohl für Nutzer als auch für Anbieter

Die Legalität des Darknets hängt davon ab, wie Sie als Nutzer damit umgehen. Sie könnten aus Gründen handeln, die für den Schutz der Freiheit wichtig sind und dabei an die Grenze des Rechts geraten. Andere handeln in einer Weise, die zum Schutz und zur Sicherheit anderer illegal ist.

Auf der Softwareseite ist die Nutzung von Tor und anderen anonymisierenden Browsern nicht per se illegal. Diese vermeintlichen „Darknet“-Browser sind zudem nicht exklusiv an diesen Teil des Internets gebunden. Viele Anwender nutzen Tor inzwischen, um sowohl das öffentliche Internet als auch tiefere Bereiche des Webs privat zu durchsuchen.

Die durch den Tor-Browser gebotene Privatsphäre ist wichtig. Unternehmen und Regierungsstellen betreiben teils unautorisierte Überwachung von Online-Aktivitäten. Manche möchten schlicht nicht, dass Regierungsbehörden oder sogar Internetdienstanbieter (ISPs) wissen, was sie online ansehen.

Nutzer in Ländern mit strengen Zugangs- und Nutzungsgesetzen werden häufig daran gehindert, selbst öffentliche Seiten aufzurufen, sofern sie nicht Tor-Clients und virtuelle private Netzwerke (VPNs) einsetzen.

Allerdings können Sie innerhalb von Tor weiterhin illegale Handlungen vornehmen, die Sie unabhängig von der Legalität des Browsers belasten könnten. Manche verwenden Tor, um urheberrechtlich geschützte Inhalte aus dem Deep Web zu piratieren, illegale Pornografie zu verbreiten oder sich an Cyberterrorismus zu beteiligen.

Auf der Netzwerkebene ist das Darknet eher eine Grauzone. Die Nutzung des Darknets bedeutet meist, dass Sie Aktivitäten nachgehen wollen, die Sie in der Öffentlichkeit nicht durchführen könnten – sei es einfach, weil Sie bei dieser Aktivität Wert auf Privatsphäre legen.

Zur Anonymität gehört auch eine dunkle Seite, denn auch Kriminelle und böswillige Hacker agieren lieber im Verborgenen. Cyberangriffe und Menschenhandel sind etwa Aktivitäten, deren Teilnehmer wissen, dass sie strafbar sind. Aus diesem Grund verlagern sie solche Handlungen ins Darknet.

Das bloße Surfen in diesen Bereichen ist letztlich nicht illegal, kann aber problematisch sein. In vielen Teilen des Darknets gibt es anrüchige Aktivitäten. Wenn Sie nicht vorsichtig sind oder kein versierter, technisch erfahrener Nutzer, setzen Sie sich unnötigen Risiken aus.

Arten von Bedrohungen im Darknet

Wenn Sie erwägen, das Darknet für grundlegende Datenschutz-Zwecke zu nutzen, fragen Sie sich vielleicht: „Ist das Darknet gefährlich?“ Leider kann es tatsächlich sehr gefährlich sein. Im Folgenden sind einige gängige Bedrohungen aufgeführt, denen Sie beim Surfen begegnen können:

Schädliche Software

Schädliche Software, also Malware, ist im gesamten Darknet allgegenwärtig. In einigen Portalen wird sie Angreifern als Werkzeug für Cyberangriffe angeboten. Gleichzeitig lauert sie im Darknet, um ahnungslose Nutzer zu infizieren – genau wie im restlichen Web.

Im Darknet gelten viele der sozialen Verpflichtungen nicht, an die sich Website-Betreiber zum Schutz der Nutzer im übrigen Web halten. Daher stoßen Nutzer dort regelmäßig auf Malware-Arten wie:

  • Keylogger
  • Botnet-Malware
  • Ransomware
  • Phishing-Malware

Wenn Sie sich entscheiden, Darknet-Seiten zu erkunden, laufen Sie Gefahr, gezielt für Hacks und mehr ins Visier zu geraten. Die meisten Malware-Infektionen können von Ihren Programmen zur Endpoint-Sicherheit erkannt werden.

Die Risiken des Online-Surfens können in die Offline-Welt übergreifen, wenn Ihr Computer oder Ihre Netzwerkverbindung ausnutzbar ist. Anonymität ist mit Tor und dem Rahmenwerk des Darknets zwar stark, aber nicht unfehlbar. Jede Online-Aktivität kann Spuren zu Ihrer Identität hinterlassen, wenn jemand nur tief genug gräbt.

Überwachung durch Behörden

Da weltweit viele Tor-basierte Seiten von Polizeibehörden übernommen wurden, besteht die reale Gefahr, allein durch den Besuch einer Darknet-Seite ins Visier von Ermittlungen zu geraten.

Illegale Drogenmarktplätze wie die Silk Road wurden in der Vergangenheit zur Überwachung durch die Polizei gekapert. Mithilfe eigens entwickelter Software zur Infiltration und Analyse von Aktivitäten konnten Strafverfolger so die Identitäten von Nutzern – sowohl Käufern als auch Unbeteiligten – ermitteln. Selbst wenn Sie nie etwas kaufen, könnten Sie beobachtet werden und sich später mit anderen Aktivitäten belasten.

Solche Infiltrationen können Sie auch bei anderen Aktivitäten dem Risiko der Überwachung aussetzen. In manchen Ländern ist das Umgehen staatlicher Beschränkungen, um neue politische Ideologien zu erkunden, eine mit Haft bedrohte Straftat.

Betrug

Manche angeblichen Dienste wie professionelle „Auftragskiller“ sind möglicherweise nur Betrugsmaschen, die zahlungswillige Kunden ausnehmen sollen. Berichten zufolge bietet das Darknet zahlreiche illegale Dienste an – von bezahlten Auftragsmorden bis hin zu Menschen-, Sex- und Waffenhandel.

Einige davon sind bekannte, etablierte Bedrohungen, die in diesem Winkel des Webs kursieren. Andere nutzen jedoch womöglich lediglich den Ruf des Darknets aus, um Nutzern große Geldsummen abzuluchsen. Zudem versuchen manche Nutzer im Darknet, per Phishing die Identität oder persönlichen Informationen anderer zu stehlen, um sie zu erpressen.

Darknet-Browser: Wie greifen Sie auf das Darknet zu?

Auf das Darknet kann man mit speziellen Browsern zugreifen. Einen der beliebtesten, Tor, haben wir bereits erwähnt. Stellen Sie sich Tor als einen Webbrowser wie Google Chrome oder Firefox vor.

Der Tor-Browser nutzt einen zufälligen Pfad aus verschlüsselten Servern, sogenannte „Nodes“. So können Nutzer mit der Gewissheit eine Verbindung zum Deep Web herstellen, dass ihre Aktionen nicht nachverfolgt und ihr Browserverlauf nicht offengelegt wird.

Seiten im Deep Web verwenden ebenfalls Tor (oder ähnliche Software wie I2P, das „Invisible Internet Project“), um anonym zu bleiben – das bedeutet, Sie können weder herausfinden, wer sie betreibt, noch wo sie gehostet werden. Viele betrachten das Darknet als eine Art „Wilden Westen“ und die Vorsichtsmaßnahmen und Vorbereitung für den Zugriff sind essenziell.

Stichpunkte: Was Sie zum Zugriff auf das Darknet brauchen

  • Den Tor-Browser – das wichtigste Werkzeug, um Darknet-Seiten und Hidden Services zu erreichen.
  • Grundkenntnisse zu .onion-Adressen, denn Darknet-Seiten verwenden lange, eindeutige URLs, die in normalen Suchmaschinen nicht gelistet sind.
  • Ein grundlegendes Datenschutz-Setup vor der Verbindung. Dazu gehört, persönliche Konten zu meiden und identifizierende Informationen zu begrenzen.
  • Das Bewusstsein, dass Darknet-Seiten nicht indexiert sind – Sie müssen also die exakte Adresse kennen oder finden, und viele Links können defekt oder unsicher sein.

Wie Sie sicher auf das Darknet zugreifen

Wenn Sie einen legitimen oder triftigen Grund haben, auf das Darknet zuzugreifen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie dabei geschützt bleiben. Dies ist nichts, in das man unvorbereitet hineingehen sollte – es gibt Bedrohungen, die jeden treffen können, der auf das Darknet zugreift.

7 Tipps für einen sicheren Zugriff auf das Darknet

  1. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl. Nicht jeder ist, wer er vorgibt zu sein. Seien Sie immer vorsichtig, mit wem Sie sprechen und welche Seiten Sie besuchen. Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, sollten Sie die Situation umgehend verlassen.
  2. Trennen Sie Ihre Online-Persona vom realen Leben. Benutzername, E-Mail-Adresse, „richtiger Name“, Passwort und sogar Ihre Kreditkarte sollten Sie nirgendwo sonst verwenden. Erstellen Sie bei Bedarf völlig neue Wegwerfkonten und Identifikatoren. Für Käufe gibt es anonyme Prepaid-Debitkarten.
  3. Setzen Sie aktives Monitoring auf Identitäts- und Finanzdiebstahl ein. Viele Onlinesicherheitsdienste bieten inzwischen Identitätsschutz zu Ihrer Sicherheit an. Nutzen Sie diese Tools, wenn sie Ihnen zur Verfügung stehen.
  4. Vermeiden Sie Downloads von Dateien aus dem Darknet ausdrücklich. Die Gefahr einer Malware-Infektion ist im rechtsfreien Raum des Darknets deutlich höher.
  5. Deaktivieren Sie ActiveX und Java in allen verfügbaren Netzwerkeinstellungen. Diese Frameworks sind dafür bekannt, von böswilligen Akteuren ausspioniert und ausgenutzt zu werden.
  6. Verwenden Sie für alltägliche Aktivitäten ein sekundäres lokales Benutzerkonto ohne Administratorrechte. Das Standardkonto auf den meisten Computern verfügt standardmäßig über volle Administratorberechtigungen. Die meisten Malware-Arten können dies ausnutzen, um ihre Funktionen auszuführen. Beschränken Sie das verwendete Konto auf strenge Rechte.
  7. Beschränken Sie den Zugriff auf Ihr Tor-fähiges Gerät stets. Schützen Sie Ihre Kinder oder andere Familienmitglieder, damit sie nicht versehentlich auf Inhalte stoßen, die niemand sehen sollte.

Schutz von Endanwendern vor Ausnutzung durch das Darknet

Jeder Webnutzer sollte Vorkehrungen treffen, um seine Informationen und sein Privatleben vom Darknet fernzuhalten.

Monitoring auf Identitätsdiebstahl ist entscheidend, wenn Sie verhindern wollen, dass Ihre privaten Informationen missbraucht werden. Alle Arten personenbezogener Daten können online zu Geld gemacht werden. Wichtige Details zirkulieren ständig im Darknet. Sie wissen vermutlich bereits, dass böswillige Akteure diese nutzen können, um Ihre Kreditwürdigkeit zu schädigen, finanziellen Diebstahl zu begehen und in andere Onlinekonten einzudringen. Lecks personenbezogener Daten können außerdem durch Social Fraud Ihren Ruf beschädigen.

Antimalware- und Antiviren-Schutz sind ebenso wichtig, um zu verhindern, dass böswillige Akteure Sie ausnutzen. Das Darknet ist voll von Informationsdiebstahl durch Malware-infizierte Nutzer. Angreifer können Tools wie Keylogger verwenden, um Ihre Daten zu sammeln, und sie können Ihr System in jedem Teil des Webs infiltrieren. Internetsicherheitssoftware wie Kaspersky Premium bietet umfassenden Schutz – mit Identitäts-Monitoring und Antivirus-Abwehr.

Wie finde ich heraus, ob meine Daten im Darknet sind?

Wenn Ihre persönlichen Daten bei einer Datenpanne geleakt wurden, können sie im Darknet landen – selbst wenn Sie es nie besucht haben. Sie können dies mit Darknet-Scans oder Datenleck-Warnungen prüfen, wie sie in Kasperskys Plus- und Premium-Plänen enthalten sind.

Diese Tools durchsuchen das Darknet nicht direkt. Stattdessen überwachen sie bekannte Leak-Quellen, um festzustellen, ob Sie in offengelegten Datensätzen auftauchen.

Wenn ein Scan meldet, dass Ihre Informationen gefunden wurden, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sie bereits genutzt werden. Es heißt, dass die Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt geleakt wurden und nun anderen zur Verfügung stehen. Das Risiko hängt davon ab, was offengelegt wurde – schnelles Handeln ist aber immer erforderlich.

Wenn eine Leak-Warnung zeigt, dass Ihre Daten gefährdet sind, gehen Sie wie folgt vor:

  • Ändern Sie Ihre Passwörter umgehend.
  • Aktivieren Sie die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), damit ein gestohlenes Passwort nicht allein ausreicht.
  • Prüfen Sie Ihre wichtigen Konten (E-Mail, Banking, Cloud-Dienste) auf Anmeldeversuche, die Sie nicht kennen.
  • Aktivieren Sie ein fortlaufendes Monitoring, sofern Ihre Sicherheitssoftware dies anbietet, damit Sie neue Warnungen automatisch erhalten.

Weiterführende Artikel:

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FAQ

Kann ich im Darknet nachverfolgt werden, selbst wenn ich Tor benutze?

Es ist möglich, nachverfolgt zu werden. Tor schützt Ihre Identität, doch Fehler wie das Anmelden bei persönlichen Konten oder das Herunterladen riskanter Dateien können offenbaren, wer Sie sind.

Was passiert, wenn ich im Darknet versehentlich auf etwas Illegales klicke?

Das versehentliche Laden einer Seite ist in der Regel keine Straftat, aber das gezielte Suchen nach oder Interagieren mit illegalen Inhalten kann Sie rechtlich in Gefahr bringen. Schließen Sie die Seite sofort und verlassen Sie die Website, wenn Sie illegale Inhalte finden.

Ist es sicher, Dateien aus dem Darknet herunterzuladen?

Nein. Downloads aus dem Darknet bergen ein hohes Risiko durch Malware und sind eine gängige Methode, mit der Angreifer Geräte infizieren. Am sichersten ist es, während der Nutzung von Tor oder beim Zugriff auf Hidden Services vollständig auf Downloads zu verzichten.

Was ist das Darknet?

Erfahren Sie, wie das Darknet aussieht, mit welchen Browsern Sie darauf zugreifen können, was legal ist, und wie Sie Ihre Daten schützen. Verstehen Sie die Risiken, bevor Sie es erkunden.
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