10 Tipps zur Verbesserung Ihrer Online-Privatsphäre

26 Apr 2019

Massive Datenpannen, Vermarkter, die jeden Ihrer Schritte online verfolgen, zwielichtige Personen, die Ihre auf sozialen Netzwerken geteilten Fotos durchforsten – die Liste digitaler Belästigungen ist endlos. Trotzdem gibt es ein Licht am Ende des Tunnels; denn Sie haben die Kontrolle über Ihre Daten. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihre Online-Privatsphäre verbessern können.

1. Überprüfen Sie die Privatsphäreeinstellungen auf sozialen Netzwerken

Wenn Sie auf sozialen Netzwerken angemeldet sind, sind diese Netzwerke im Besitz zahlreicher Informationen über Sie. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen dringend, Ihre Datenschutzeinstellungen zu überprüfen: Die Entscheidung, welche Informationen Sie mit der Außenwelt teilen möchten, liegt ganz bei Ihnen.

2. Nutzen Sie keine öffentlichen Sharing-Dienste zum Speichern privater Informationen

Oversharing ist nicht ausschließlich auf soziale Netzwerke beschränkt. Verwenden Sie keine Online-Dienste, die zum Teilen von Informationen gedacht sind, um Ihre privaten Daten zu speichern. Google Docs ist beispielsweise nicht der ideale Ort, um eine Liste Ihrer Passwörter zu speichern, und auch Dropbox eignet sich nicht unbedingt zur Aufbewahrung Ihrer Personalausweiskopien; es sei denn, das Archiv ist verschlüsselt.

  • Nutzen Sie keine Sharing-Dienste zum Speichern privater Daten.

3. Vermeiden Sie Tracking

Beim Besuch einer Website, gibt Ihr Browser jede Menge Informationen über Sie und Ihre Surfgewohnheiten preis. Marketer verwenden diese Informationen, um Sie zu profilieren und mit auf Ihre Interessen zugeschnittenen Anzeigen zu überhäufen. Auch der Inkognito-Modus kann das Tracking Ihrer Online-Aktivitäten nicht verhindern; dafür sind spezielle Tools notwendig.

4. Behalten Sie E-Mail-Adresse und Handynummer für sich

Ihre Belohnung, wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse und Telefonnummer mit Online-Diensten teilen? Haufenweise Spam im Posteingang und unzählige Spam-Anrufe auf Ihrem Mobiltelefon. Auch wenn Sie nicht vermeiden können, derartige Informationen mit Internetdiensten und Onlineshops zu teilen, sollten Sie weder Ihre Handynummer noch Ihre E-Mail-Adresse für beliebige Personen auf sozialen Netzwerken preisgeben.

  • Erstellen Sie einen zusätzlichen E-Mail-Account und erwerben Sie eine zusätzliche SIM-Karte, die Sie für den Online-Einkauf und andere Situationen, in denen Sie Ihre Daten mit Fremden teilen müssen, verwenden können.

5. Nutzen Sie Messaging-Apps mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Viele der modernen Messaging-Apps verschlüsseln Daten ausschließlich bei der Übertragung – Nachrichten werden also auf der Seite des Anbieters entschlüsselt und auf den entsprechenden Servern gespeichert. Aber was passiert, wenn diese Server gehackt werden? Gehen Sie dieses Risiko lieber nicht ein und entscheiden Sie sich für eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung; so bekommt selbst der Anbieter des Messaging-Dienstes keinen Einblick in Ihre Unterhaltungen.

  • Nutzen Sie eine Messaging-App mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie zum Beispiel WhatsApp;
  • Beachten Sie, dass Facebook Messenger, Telegram und Google Allo standardmäßig keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwenden. Um diese zu aktivieren, müssen Sie manuell einen privaten Chat starten.

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6. Verwenden Sie sichere Passwörter

Wenn Sie schwache Passwörter zum Schutz Ihrer privaten Informationen verwenden, können Sie Ihre Informationen auch genauso gut in die Welt hinausposaunen. Es ist fast unmöglich, sich lange und individuelle Passwörter für alle von Ihnen genutzten Dienste zu merken; mit einem Passwort-Manager müssen Sie sich allerdings lediglich ein einziges Master-Passwort merken.

  • Verwenden Sie lange (12 Zeichen und mehr) Passwörter;
  • Verwenden Sie für jeden Dienst ein anderes Passwort;
  • Verwenden Sie einen Passwort-Manager , um die Verwendung sicherer Passwörter zu vereinfachen.

7. Werfen Sie einen Blick auf alle App-Berechtigungen

Mobile Apps fordern Sie dazu auf, ihnen Berechtigungen für den Zugriff auf Kontakte oder Dateien im Gerätespeicher und die Verwendung von Kamera, Mikrofon, Geolokalisierung usw. zu erteilen. Viele Apps können tatsächlich nicht ohne diese Berechtigungen funktionieren, andere wiederum verwenden diese Informationen ausschließlich dazu, um Sie zu Marketingzwecken zu profilieren. Glücklicherweise kann man die Berechtigungen, die jeder App spezifisch erteilt werden, ganz einfach kontrollieren. Das Gleiche gilt auch für Browser-Erweiterungen, die oftmals mit Spionagetendenzen einhergehen.

  • Werfen Sie einen Blick auf die Berechtigungen, die Sie mobilen Apps erteilen. So funktioniert das Ganze bei Anroid und iOS;
  • Installieren Sie keine Browsererweiterungen, wenn Sie diese nicht wirklich benötigen.

8. Sichern Sie Handy und Computer mit Passwörtern

Unsere Computer und Mobiltelefone speichern viele Daten, die wir lieber privat halten möchten. Schützen Sie Ihre Geräte daher mit Passwörtern. Diese Passwörter müssen nicht kompliziert und einzigartig sein, aber sollten unerwünschten Personen den Zugriff auf Ihre Geräte verweigern. Bei mobilen Geräten sollten Sie ein wenig besser vorgehen und sich für sechsstellige PIN-Nummern oder tatsächliche Passwörter anstelle von vierstelligen PIN-Nummern oder Bildschirmsperrmustern entscheiden. Bei Geräten, die die biometrische Authentifizierung unterstützen, sollten Sie bedenken, dass diese Technologien einigen Einschränkungen unterliegen.

  • Verwenden Sie Passwörter oder die biometrische Authentifizierung, um Ihre Smartphones, Tablets und Computer zu schützen.

9. Deaktivieren Sie Sperrbildschirm-Benachrichtigungen

Sie schützen Ihr Smartphone mit einem langen, sicheren Passwort, aber lassen sich Benachrichtigungen noch immer auf dem Sperrbildschirm anzeigen? Damit diese Informationen nicht länger auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden, sollten die Benachrichtigungen entsprechend eingerichtet werden.

  • Deaktivieren Sie die Sperrbildschirm-Benachrichtigungen oder blenden Sie vertrauliche Informationen aus. So funktioniert es bei Android und iOS.

10. Verwenden Sie immer einen VPN in öffentlichen WLAN-Netzwerken

Öffentliche WLAN-Netzwerke verschlüsseln den Datenverkehr normalerweise nicht, und das bedeutet, dass jeder im selben Netzwerk versuchen kann, auf Ihren Datenverkehr zuzugreifen. Übertragen Sie keine vertraulichen Daten (Logins, Passwörter, Kreditkartendaten usw.) über ein öffentliches WLAN und verwenden Sie ein VPN wie Kaspersky Secure Connection, um Ihre Daten zu verschlüsseln und vor neugierigen Blicken schützen.

    • Vermeiden Sie, wenn möglich, öffentliche WLAN-Netzwerke.
    • Wenn Sie um eine Verbindung zu einem öffentlichen Hotspot nicht herumkommen, verwenden Sie immer ein VPN.