Ist Ihr Instagram-Konto sicher?

13 Jan 2016

Wenn Sie nicht wie Tom Hanks in „Castaway – Verschollen“ lange Zeit auf einer einsamen Insel waren, kennen Sie sicher Instagram. Vielleicht nutzen Sie es sogar. Das Soziale Netzwerk für Fotos, das zu Facebook gehört, hat monatlich über 400 Millionen aktive Nutzer, die täglich durchschnittlich 80 Millionen Fotos hochladen, die 3,5 Milliarden „Likes“ bekommen.

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Instagram ist also wahnsinnig beliebt. Doch ein Artikel auf Threatpost, bei dem es um einen Fehler ging, der an das Bug-Bounty-Programm von Facebook berichtet wurde, brachte uns zum Nachdenken darüber, wie wir Instagram nutzen und wie teilfreudig die Anwender dort sind.

An einem Punkt der Diskussion sagte Serge M., dass er bei jedem Einloggen mehr Fotos vom Kind eines Freundes sieht, als in alle Fotoalben eines Lebens passen. Daraufhin fragten wir uns, wie sicher solche teilfreudigen Menschen wirklich sind. Also haben wir einige Tipps zur Sicherheit auf Instagram zusammengestellt:

Passwort

Hier bei Kaspersky Daily sprechen wir VIEL über Passwörter. Sie sind wie Unterwäsche und man sollte sie regelmäßig wechseln und nicht mehrmals verwenden, denn jeder passwortgeschützte Dienst kann das Tor zu anderen Sozialen Netzwerken oder den E-Mail-Konten eines Anwenders sein. Erst recht, da Nutzernamen auf Sozialen Netzwerken häufig gleich sind. Also sollten Sie sicherstellen, bei jedem genutzten Service ein einzigartiges und starkes Passwort zu verwenden.

Privatsphäre

Sind Sie ein Exhibitionist? Mögen Sie es, wenn alle Menschen jederzeit sehen können, was Sie machen? Wenn Sie diese Fragen mit Ja beantworten, können Sie diesen Teil überspringen. Wenn Sie aber – wie der Großteil der Anwender – Ihr Leben nur mit den Menschen teilen möchten, die Sie kennen, sollten Sie weiterlesen.

Bei Instagram können Sie dafür unter „Optionen“ den Punkt „Privates Konto“ wählen. Das empfehlen wir vor allem auch für Eltern, die Fotos Ihrer Kinder teilen, so dass Freunde und Familienmitglieder diese sehen können.

Screenshot_PrivatesKonto

Ich will Ihnen natürlich nicht vorschreiben, mit wem Sie Dinge teilen, aber ich muss Ihnen sagen, dass auch die Möglichkeit besteht, dass verdächtige Typen, auf deren Auto „Süßigkeiten“ steht, die Fotos Ihrer Kinder sehen können, oder Einbrecher herausfinden, dass Sie täglich neun Stunden in der Arbeit sind, von wo aus Sie Fotos teilen, oder dass sie zwei Wochen im Monat dienstlich unterwegs sind.

Ich will Sie nicht beängstigen, aber es gibt nun einmal auch schlechte Menschen da draußen. Deshalb empfehlen wir, die Einstellung „Öffentlich“ nur für Menschen, die unbedingt in der Öffentlichkeit stehen müssen.

Teilen macht Freunde?

Wie auch bei anderen Sozialen Netzwerken, gibt es auch auf Instagram Händler und Tools, die sich in Ihr Konto einschalten. Generell soll dies das Teilen oder das Mitmachen bei Wettbewerben vereinfachen. Doch die eigentliche Frage dabei ist:

Wissen Sie, was Sie teilen?

Oder noch wichtiger: Braucht Firma X WIRKLICH diese Informationen?

Wenn Sie die Antwort nicht wissen (und das wissen Sie wahrscheinlich nicht, denn niemand liest solche Dinge), sollten Sie sich in Ihr Instagram-Konto einloggen und prüfen, in welche Apps Sie sich mit Ihrem Instagram-Login eingeloggt haben.

Eines der Dinge, die ich ganz interessant finde, ist, dass Instagram bei den App-Befugnissen recht streng ist. Wenn Sie aber die App eines Drittanbieters nutzen, erweitern Sie die Anfälligkeit Ihres Kontos für Angriffe. Das passierte erst im vergangenen November mit InstaAgent.

Fallen Sie nicht auf Bots herein

Ich habe bei Instagram ein privates Konto. Das bedeutet, dass ich es erst erlauben muss, wenn Sie mir folgen wollen. Doch sogar damit kommt es vor, dass ich VIELE Freundschaftsanfragen schöner Frauen (in deren Worten) bekomme, die angeblich nach Freunden, Liebhabern und noch viel mehr suchen. Fallen Sie nicht drauf herein – das sind Fembots und keine echten Frauen. Schicken Sie ihnen keine Nachrichten und klicken Sie auf keine Links, die sie Ihnen senden.

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HILFE! Ich wurde gehackt

Keiner mag es, wenn sein Online-Konto gehackt wird, das verstehen wir. Und gerade Instagram zu hacken ist für viele interessant: Bei Google findet man zu diesem Thema über 1,3 Millionen Einträge und es gibt sogar Beiträge bei Quora, die auf Seiten gehen, die beschreiben, wie man die Konten der Anwender hacken kann (aber das sollten Sie nicht tun).

Screenshot (Apps verwalten)

Aber es gibt Möglichkeiten für Sie, wenn Sie befürchten, dass Ihr Konto gehackt worden ist. Zunächst sollten Sie sich einloggen und prüfen, ob Ihr Passwort und Ihre Einstellungen verändert wurden. Wenn das Einloggen nicht funktioniert, sollten Sie das Instagram Help Center zu Rate ziehen. Dort können Sie Ihr Passwort wiederherstellen. Und Sie finden im Help Center auch die Möglichkeit, Spam-Konten oder Hass-Postings zu melden.

Wenn Sie diesen Tipps folgen, schützen Sie Ihr Instagram-Konto vor den Händen Cyberkrimineller und allzu neugieriger Firmen.