So bleiben Sie sicher auf LinkedIn

4 Apr 2016

Im Gegensatz zu den meisten anderen sozialen Netzwerken, ist LinkedIn wirtschaftsorientiert und auf Networking fokussiert. Das ist sein Alleinstellungsmerkmal und hat zu seiner enormen Beliebtheit beigetragen. Wie wir jedoch bereits in früheren Blogbeiträgen erwähnt haben, gilt wie bei jedem anderen sozialen Netzwerk auch: je berühmter das Netzwerk, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sicherheitslücken entdeckt werden.

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Privatsphäre

Bei diesem Netzwerk ist der Fokus auf Professionalität gerichtet, weshalb die Wahrscheinlichkeit, dass jemand peinliche Fotos teilt, eher gering ist. Teilen Sie dennoch diese Art von Fotos auf LinkedIn, sollten Sie eventuell nochmal darüber nachdenken, wie Sie dieses Netzwerk nutzen, da es nicht dafür gedacht ist. Ähnlich wie bei anderen Social-Media-Plattformen enthalten Nutzerprofile ziemlich viele Informationen, weshalb es extrem wichtig ist, die Privatsphäreeinstellungen richtig zu konfigurieren, um so den Account umfassend zu schützen.

 

Die Privatsphäreeinstellungen auf LinkedIn sind ein bisschen kompliziert. Allerdings sind diese glücklicherweise alle im gleichen Menü zu finden. Wenn Sie sich in Ihren Account einloggen, fahren mit der Maus über das kleine Avatarbild in der oberen rechten Ecke und klicken dann auf „Datenschutz & Einstellung“. Es werden Ihnen viele Optionen angezeigt, von denen einige mehr und andere weniger wichtig sind.

Die wohl wichtigste Option ist „Bestimmen, wer Ihre Aktivitäten sehen darf“. Hier empfehlen wir Ihnen „Ihre Kontakte“ auszuwählen, was auch die Standardeinstellung ist. Das heißt, dass nur Ihre Kontakte, die Sie bereits angenommen haben, in der Lage sind, Ihre Profilaktivitäten zu sehen. Ebenso gibt es eine Option, die „Ihr öffentliches Profil bearbeiten“ heißt, und über die Sie festlegen können, was man von Ihrem Profil sehen kann, wenn man nicht mit Ihnen vernetzt ist.

Sie können ebenfalls einschränken, wer Ihre Kontakte sehen kann. Wer öffentlich mit vielen Personen vernetzt ist, macht es Außenstehenden leichter, mehr Informationen über Sie in Erfahrung zu bringen. Indem Sie über eine entsprechende Einstellung festlegen, dass nur Sie selbst Ihre Kontakte sehen können, tragen Sie zum Schutz Ihrer eigenen Privatsphäre bei.

Die Standardeinstellungen von LinkedIn ermöglichen es Nutzern zu sehen, wenn Sie ein Profil angeschaut haben. Allerdings wäre es Ihnen wahrscheinlich lieber, wenn es nicht jedes Mal angezeigt werden würde, wenn Sie sich ein Profil angesehen haben; deswegen können Sie diese Einstellung ändern und anonym bleiben.

Passwörter

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: starke Passwörter sind unerlässlich. Versichern Sie sich, dass Sie Ihre Passwörter regelmäßig ändern und benutzen Sie diese nicht für mehrere Konten, um sicherzustellen, dass Ihr Account geschützt bleibt. Zudem ist es wichtig, ein starkes Passwort zu verwenden, das nicht leicht erraten werden kann. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie stark Ihr Passwort ist, können Sie zur Überprüfung den Kaspersky Secure Password Check machen.

Sicherheit

Eine Anmerkung diesbezüglich: es kann sehr verlockend sein, sich mit so vielen Personen wie möglich zu vernetzen, da das bei der Jobsuche hilfreich sein kann. Bis zu einem gewissen Grad stimmt das, jedoch sollten Sie dennoch keine Anfragen von einer komplett unbekannten Person annehmen. Ob Sie es glauben oder nicht, sogar auf LinkedIn gibt es Hacker. Diese Hacker nutzen gefälschte Profile, um das Vertrauen von Unternehmensrepräsentanten zu gewinnen und sie oder ihr Unternehmen auszubeuten. Wenn Sie also eine Anfrage von jemanden bekommen, von dem Sie nie zuvor gehört haben, empfehlen wir Ihnen die Funktion „Einladung ignorieren“ zu nutzen.

Für den Fall, dass Sie eine Anfrage von einem Unbekannten bekommen, der Ihnen allem Anschein nach Türen öffnen und zu neuen Berufsmöglichkeiten verhelfen könnte, dann sollten Sie zumindest dessen Profil auf etwaige Unstimmigkeiten überprüfen.

Ein Anzeichen für ein gefälschtes Profil ist, dass die betroffene Person in aller Regel eine hohe Position innerhalb des Unternehmens hat. Nichtsdestotrotz scheint diese relativ jung zu sein, was verdächtig ist, da es eher unwahrscheinlich ist, dass eine sehr junge Person eine sehr hohe Position hat.

Noch dazu würde jemand, der so erfolgreich ist, wahrscheinlich sehr viele Kontakte haben — wenn die Anzahl der Kontakte also eher klein scheint, sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten. Wenn Sie Zweifel haben, sollten Sie die Anfrage nicht akzeptieren.

Wenn Sie sicher wissen, dass jemand ein gefälschtes Profil benutzt — insbesondere, wenn jemand versucht Ihre Identität anzunehmen — sollten Sie dies unverzüglich melden. Hierfür klicken Sie im Profil dieser Person auf den kleinen, nach unten zeigenden Pfeil neben dem Feld „Nachricht senden“, und klicken Sie dann im Dropdown-Menü auf die Option „Blockieren oder melden“.

Hier klicken Sie auf „Melden“ und wählen den jeweiligen Grund aus, warum Sie dieses Profil melden möchten. Sie können zudem zusätzliche Details angeben, falls Sie dies für notwendig erachten. LinkedIn wird daraufhin dieses Profil überprüfen und gegebenenfalls entfernen.

LinkedIn war darüber hinaus Ziel von zahllosen Scam- und Phishingmails. Diese Nachrichten versprechen oftmals einen tollen Job oder eine großartige Gelegenheit, aber verlangen schlussendlich vom Nutzer Informationen finanzieller Art. Geben Sie niemals Informationen finanzieller Art an einen unbekannten Kontakt auf LinkedIn weiter. Wenn Sie eine Nachricht erhalten, die Spam zu sein scheint, kontaktieren Sie LinkedIn unverzüglich, um die Plattform über die empfangene Nachricht zu informieren.

Befolgen Sie diese Tipps und gehen Sie sicher, dass Ihr LinkedIn-Account sicher und geschützt bleibt. Um zu erfahren, wie Sie Ihre anderen Social-Media-Accounts besser schützen können, haben wir Ihnen Tipps zusammengestellt für Facebook, Instagram, Google+ und Vk.com. Falls Sie der Meinung sind, dass wir einen Tipp vergessen haben, können Sie uns das gerne in der untenstehenden Rubrik für Kommentare wissen lassen.