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90 Prozent der KMU in Europa von Cyberangriffen betroffen

12. August 2026

Mangelndes IT-Sicherheitswissen häufiger Risikofaktor für erfolgreiche Angriffe

  • 74 Prozent der KMU erhöhen ihr Cybersicherheitsbudget
  • Investitionen fließen vor allem in Personal, hybride Arbeitsumgebungen und Cloud-Sicherheit


Cybervorfälle sind für KMU längst keine Ausnahme mehr. 90 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa waren laut einer aktuellen Kaspersky-Studie im vergangenen Jahr von mindestens einem Sicherheitsvorfall betroffen [1]. Dabei entscheidet nicht allein die eingesetzte Technologie über die Widerstandsfähigkeit: 24 Prozent sehen mangelnde Fachkenntnisse bei IT- und IT-Sicherheitsmitarbeitern als Risikofaktor, während lediglich 16 Prozent fehlende passende Sicherheitslösungen als Grund für erfolgreiche Angriffe nennen. Allerdings reagieren die Unternehmen entsprechend auf die Bedrohungslage. So haben bereits 74 Prozent der KMU ihr Cybersicherheitsbudget erhöht – insbesondere für zusätzliche IT-Sicherheitsfachkräfte (36 Prozent), den Schutz hybrider Arbeitsumgebungen (35 Prozent) sowie von Cloud- und Hybrid-Infrastrukturen (34 Prozent).

Mit der fortschreitenden Digitalisierung wächst nicht nur die Angriffsfläche kleiner und mittelgroßer Unternehmen, es sinken durch Automatisierung und neue Technologien auch die Kosten und der Aufwand für Cyberangriffe auf Angreiferseite. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Kaspersky-Studie: Nur 10 Prozent der europäischen KMU hatten keinen Cybersicherheitsvorfall im vergangenen Jahr zu beklagen. Der Rest war mit unterschiedlichen Bedrohungen konfrontiert, darunter:

  • Phishing (23 Prozent)
  • das Ausnutzen von Schwachstellen im Zusammenhang mit KI (18 Prozent)
  • Angriffe über Softwareschwachstellen (15 Prozent)
  • Business Email Compromise (BEC) (15 Prozent)
  • Supply-Chain-Attacken (15 Prozent)
  • Deepfakes (15 Prozent)

Doch erfolgreiche Cyberangriffe beziehungsweise deren Abwehr sind keine Frage der (nicht) eingesetzten Sicherheitsmaßnahmen. Denn häufig entstehen Sicherheitslücken dort, wo Fachwissen, klare Verantwortlichkeiten oder die notwendige Sicherheitskultur fehlen. So nennt ein Viertel der Befragten (24 Prozent) unzureichende Fachkenntnisse bei IT- und IT-Sicherheitsmitarbeitern als einen entscheidenden Faktor, der das Risiko eines erfolgreichen Cyberangriffs erhöht. Zudem verweisen jeweils 22 Prozent auf eine unzureichende IT-Sicherheitsführung und ein zu geringes Engagement der Beschäftigten bei Sicherheitsinitiativen sowie 21 Prozent auf mangelndes Sicherheitsbewusstsein. Das Fehlen einer passenden Sicherheitslösung hingegen nennen lediglich 16 Prozent als Risiko.

Mittelständische Unternehmen reagieren auf Bedrohungslage mit Investitionen

Dem gegenüber steht die Erkenntnis, dass bestehende Strukturen nicht ausreichen. So planen 65 Prozent der Unternehmen, ihre IT-Sicherheitsfunktionen weiter zu optimieren. Noch deutlicher fällt die finanzielle Reaktion auf die Bedrohungslage aus: 74 Prozent der KMU in Europa haben ihr Cybersicherheitsbudget in diesem Jahr bereits erhöht. Die zusätzlichen Mittel fließen vor allem in den Ausbau personeller Kapazitäten: 36 Prozent investieren in die Erweiterung ihrer IT- und IT-Sicherheitsteams. Fast ebenso häufig stehen Verbesserungen für Remote- und hybride Arbeitsumgebungen (35 Prozent) sowie die Absicherung von Cloud- und Hybrid-Infrastrukturen (34 Prozent) im Fokus. Ebenfalls 34 Prozent setzen auf neue IT-Sicherheitsschulungen, während knapp ein Drittel (32 Prozent) die zusätzlichen Mittel nutzt, um auf umfassendere und fortschrittlichere Sicherheitslösungen wie XDR, NDR oder SIEM umzusteigen. Unternehmen investieren nicht nur in neue Technologien, sondern zugleich in Personal, Kompetenzen und eine widerstandsfähigere IT-Infrastruktur.

„Unternehmen jeder Größe werden mit den unterschiedlichsten Methoden von Cyberkriminellen ins Visier genommen. Das zwingt sie dazu, ihre Sicherheitsstrategie zu überdenken. Hochentwickelte Angriffe können fragmentierte Abwehrmechanismen leicht umgehen. Um sie wirksam abzuwehren, braucht es deshalb sowohl fortschrittliche Technologien als auch erfahrene Teams. Wachstumsstarke Unternehmen werden jedoch häufig durch begrenzte Budgets und den weltweiten Mangel an InfoSec-Fachkräften ausgebremst“, sagt Sören Kohls, Head of Channel DACH bei Kaspersky. „Moderne Cybersicherheitslösungen müssen deshalb mehr mit weniger erreichen. Statt zusätzliche komplexe Tools einzuführen, für deren Betrieb schwer verfügbare und teure Expertise erforderlich ist, sollten Anbieter vor allem die Komplexität reduzieren. Bei der Entwicklung unserer Produkte für kleine und mittlere Unternehmen verfolgen wir daher das Ziel, fortschrittlichen Schutz bereitzustellen, der einfach einzuführen und zu verwalten ist und mit dem Unternehmen wachsen können. So können Organisationen ihre Sicherheit stärken, ohne unnötige Komplexität zu schaffen oder ihr Budget übermäßig zu belasten.“

„Als Unternehmen, das Kunden bei der Implementierung eines Sicherheitsreifegradmodells zur Bewältigung aktueller digitaler Trends unterstützt, beobachten wir eine zunehmende Verschärfung der Cyber-Herausforderung“, erklärt Maximiliano Allo, Director bei Custom IT. „Angreifer setzen verstärkt auf KI, was sowohl das Volumen als auch die Komplexität der heutigen Bedrohungen erhöht. Auch der Schutz von Zugangsdaten ist von höchster Bedeutung, da Angreifer Sicherheitslücken ausnutzen, um wertvolle Anmeldeinformationen für zielgerichtete Angriffe zu erbeuten, die den Geschäftsbetrieb stören oder Datendiebstahl verursachen. Daher ist es umso wichtiger, technisch nicht versierte Anwender zu schulen, die nach wie vor eines der schwächsten Glieder im System darstellen. Kaspersky bietet eine breite Palette an Lösungen, mit denen Unternehmen mit kleineren Budgets oder begrenztem Personal diesen Bedrohungen effektiv begegnen können. Die Lösungen für KMU zeichnen sich durch robuste Automatisierung und eine zentrale Managementkonsole aus und bieten Sicherheit auf Enterprise-Niveau ohne großen Zeitaufwand.“

Kaspersky-Empfehlungen für mittelständische Unternehmen

  • Strenge Zugriffsregeln für alle Unternehmensressourcen und Cloud-Dienste etablieren und sicherstellen, dass Berechtigungen beim Ausscheiden von Mitarbeitenden umgehend durch die IT entzogen werden.
  • Automatisierte Backups in die täglichen Abläufe integrieren, um kritische Unternehmensdaten bei Notfällen oder Ransomware-Angriffen zu schützen.
  • Cybersecurity-Richtlinien möglichst einfach und verständlich gestalten und klare Vorgaben etwa zum sicheren Surfen und zur Passwort-Hygiene vermitteln.
  • Die Installation und Nutzung neuer Software grundsätzlich von der IT freigeben lassen, um Risiken durch nicht autorisierte oder unsichere Anwendungen zu reduzieren.
  • Mitarbeitende regelmäßig – zum Beispiel über Kaspersky Automated Security Awareness Platform [2] – darin schulen, aktuelle Bedrohungen wie Phishing, Deepfakes oder Vishing zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.
  • Cybersicherheitslösungen auswählen, die zu Budget, Unternehmensgröße und branchenspezifischen Anforderungen passen und zugleich effizient, vielseitig, nutzerfreundlich und skalierbar sind. Kleinstunternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden können mit Kaspersky Small Office Security [3] Schutz vor fortschrittlichen Bedrohungen wie Malware und Ransomware sowie Funktionen für Passwortmanagement, Datensicherung und Security-Awareness-Schulungen kombinieren. Für Unternehmen mit höherem internen IT-Reifegrad eignet sich Kaspersky Next Optimum [4], das Echtzeitschutz, Bedrohungstransparenz sowie erweiterte Erkennungs- und Reaktionsmöglichkeiten bietet. Unternehmen, die zusätzliche Sicherheitsexpertise benötigen, ohne ihr internes Team auszubauen, können mit Managed Services wie Kaspersky Next MXDR Optimum [5] XDR-Funktionen mit kontinuierlichem Monitoring durch Experten ergänzen. Professionelle Unterstützung bei der Analyse und Reaktion kann dabei helfen, komplexe oder schwer einzuschätzende Sicherheitsvorfälle schneller zu bewerten und abzuwehren.
  • E-Mail-Kommunikation gegen Bedrohungen wie Phishing, Business Email Compromise und Rechnungsbetrug absichern. Mit Kaspersky Security for Mail Server [6] kann der E-Mail-Schutz sowohl auf Postfach- als auch auf Gateway-Ebene umgesetzt werden. Durch die Kombination aus Machine Learning und globaler Threat Intelligence können unterschiedliche und sich weiterentwickelnde E-Mail-Bedrohungen erkannt und abgewehrt werden.

 

[1] Weltweit wurden 1.800 Interviews in 18 Ländern durchgeführt; in Europa wurden Beschäftigte in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien befragt.

[2] https://www.kaspersky.de/small-to-medium-business-security/security-awareness-platform

[3] https://www.kaspersky.de/small-business-security/small-office-security

[4] https://www.kaspersky.de/next-edr-optimum

[5] https://www.kaspersky.de/next-mxdr-optimum

[6] https://www.kaspersky.de/enterprise-security/mail-server-security

 

Nützliche Links:



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Über Kaspersky

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Kaspersky wurde in unabhängigen Tests ausgezeichnet und wird von Millionen von Menschen weltweit sowie fast 200.000 Unternehmen als vertrauenswürdig eingestuft. Kaspersky hilft dabei, Bedrohungen früher zu erkennen, schneller zu reagieren und mit größerer Sicherheit und Freiheit zu arbeiten, und schützt so, was für unsere Kunden am wichtigsten ist. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kaspersky.de.

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