40 Prozent in Deutschland nutzen das Smartphone als primäres Gerät, um online zu gehen
Auf Smartphones sammelt sich eine Vielzahl persönlicher Daten, die bei Verlust oder Diebstahl in falsche Hände geraten könnten. Am häufigsten speichern Nutzer in Deutschlandpersönliche Fotos und Videos (64 Prozent), gefolgt von Kontaktdaten und Telefonnummern (55 Prozent). Daneben lagern auf den Geräten auch sensible Informationen wie Bank- und FinanzdateneinschließlichNutzernamen und Passwort (29 Prozent) undpersönliche Dokumente wie Ausweise oder Versicherungsunterlagen (26 Prozent), die potenziell Kontenzugriffe oder Identitätsmissbrauch ermöglichen. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Kaspersky-Umfrage [1].
Vier von zehn Personen (40 Prozent) in Deutschland nutzen das Smartphone als primäres Gerät, um online zu gehen. Damit ist das Mobilgerät für viele auch der zentrale Speicherort für private, finanzielle und teils auch berufliche Informationen. Auf einem einzigen Gerät kann so ein detailliertes digitales Abbild des Besitzers entstehen.
Am häufigsten befinden sich persönliche Erinnerungen auf den genutzten Geräten: Bei 64 Prozent liegen am häufigsten persönliche Fotos und Videos auf dem Smartphone. Ähnlich oft finden sich dort Kontaktdetails und Telefonnummern (55 Prozent) sowie Textnachrichten, Chat- und E-Mail-Verläufe (51 Prozent). Selbst verfasste Inhalte wie persönliche Notizen und persönliche Erinnerungen sind bei knapp einem Viertel (24 Prozent) gespeichert.
Neben bewusst aufbewahrten Dateien sammeln sich auf dem Smartphone zahlreiche weitere Informationen an, die Rückschlüsse auf Interessen, Gewohnheiten und das Konsumverhalten eines Nutzers ermöglichen. Dazu zählen Social-Media-Profile und -Inhalte (28 Prozent) sowie Browsing-Verläufe zu Musik, E-Books, Filmen und Serien (25 Prozent). 18 Prozent speichern zudem Shoppinginformationen wie Kaufhistorien und Lieferadressen, 17 Prozent haben Gaming-Accounts auf ihren Geräten hinterlegt.
Eine vergleichsweise neue Kategorie bilden KI-Chatverläufe. Bereits bei 20 Prozent der Befragten sind solche Unterhaltungen auf ihrem Smartphone gespeichert. Da Nutzer darin häufig persönliche Fragen, berufliche Themen oder individuelle Probleme behandeln, können diese Verläufe besonders aufschlussreiche Informationen enthalten.
Manche Daten geben außerdem Auskunft über die Gesundheit der Person und deren Gewohnheiten. 21 Prozent speichern Daten von Fitness- und Gesundheitstrackern auf dem Gerät, 14 Prozent medizinische Unterlagen und Termine. 17 Prozent haben persönliche Standortdaten wie Karten, gespeicherte Adressen oder Reiseverläufe hinterlegt.
Hochsensible Daten auf Smartphones
Auf vielen Geräten liegen zudem Daten, mit denen sich im Namen der Nutzer konkrete Handlungen ausführen lassen. Knapp drei von zehn Befragten (29 Prozent) haben Bank- und Finanzdaten einschließlich der zugehörigen Zugangsinformationen auf dem Smartphone hinterlegt; 28 Prozent speichern darauf Passwörter und Login-Details.
Hinzu kommen Dokumente, die unmittelbar mit der Identität einer Person verknüpft sind. Gut ein Viertel der Befragten (26 Prozent) bewahrt persönliche Unterlagen wie Ausweise, Reisepässe oder Versicherungsdokumente auf dem Smartphone auf. Gerät das Mobiltelefon in falsche Hände, droht daher nicht nur der Verlust privater Informationen, sondern – je nach Art der gespeicherten Daten – können Unbefugte auch auf Konten zugreifen, Verträge einsehen oder sich als die betroffene Person selbst ausgeben. Der Schutz dieser Informationen wird damit unmittelbar vom Schutz des Smartphones bedingt.
Die möglichen Folgen reichen zudem über die Nutzer selbst hinaus. 13 Prozent bewahren persönliche Dokumente von Familienmitgliedern wie deren Ausweise auf ihrem Gerät auf, 9 Prozent die Wohnorte von Verwandten und nahestehenden Personen und ebenso viele Informationen zu Haustieren. Geht das Smartphone verloren, betrifft das folglich auch weitere Personen, die keinen Einfluss darauf haben, wie ihre Daten dort geschützt wurden.
Auch Arbeitskalender und berufliche E-Mails auf privaten Geräten
Bei den gespeicherten Informationen verwischt zudem oft die Grenze zwischen privater und beruflicher Nutzung. 20 Prozent der Befragten haben Arbeitskalender und -pläne auf dem Smartphone gespeichert, 14 Prozent sogar berufliche E-Mails und Nachrichten. Seltener liegen Zugänge zu Arbeitssystemen oder -konten sowie geistiges Eigentum wie wissenschaftliche Arbeiten oder Kunstwerke auf einem privaten Gerät (jeweils 5 Prozent). Bei 4 Prozent finden sich dort jedoch vertrauliche Unternehmensdokumente wie Verträge oder Finanzunterlagen.
„Heute dienen unsere Smartphones als vollwertige Assistenten, die nahezu in jedem Bereich unseres Lebens zum Einsatz kommen“, kommentiert Anton Kivva, Cybersicherheitsexperte bei Kaspersky. „Die Daten, die sich darauf befinden, gehen weit über Fotos, Telefonnummern oder Textnachrichten hinaus. Deshalb lautet die zentrale Frage nicht mehr ‚Was speichern wir?‘, sondern ‚Wie schützen wir es?‘. Sicherheit muss ebenso selbstverständlich zum Gerät gehören wie die Daten, die wir speichern. Wir unterschätzen oft, wie wertvoll und anfällig die Informationen auf unseren Mobilgeräten sind. Man braucht sich bloß zu fragen: Wann habe ich zuletzt ein Backup meiner Fotos oder Notizen erstellt? Prüfe ich Links, bevor ich darauf klicke? Während die meisten Nutzer bei ihren Computern automatisch an Sicherheitssoftware denken, bleiben Smartphones bei diesem Aspekt oft außen vor. Es ist heutzutage unabdingbar, unserem digitalen Alltagsbegleiter den robusten Cyberschutz zu bieten, den er benötigt.“
Kaspersky-Tipps für mobile Datensicherheit
- Daten nie ausschließlich auf dem Smartphone speichern: Fotos, Dokumente, Kontakte und andere wichtige Informationen sollten regelmäßig gesichert oder per Cloud synchronisiert werden. So bleiben diese auch bei Verlust, Diebstahl, versehentlichem Löschen oder Hardware-Schäden wiederherstellbar.
- Apps bereits bei der Installation prüfen: Sicherheitslösungen sollten Apps auf potenzielle Risiken scannen sowie schädliche oder Phishing-Links in Echtzeit blockieren. KI-gestützte Schutzfunktionen können dabei helfen, Daten- und Geldverluste zu verhindern.
- Automatische Backups aktivieren: Regelmäßige Backups sorgen dafür, dass Fotos, Videos, Dokumente, Kontakte und weitere wichtige Daten auch nach Verlust oder Diebstahl des Geräts wiederhergestellt werden können.
- Sofortige automatische Sperre einrichten: Das Smartphone sollte sich unmittelbar nach dem Ausschalten des Bildschirms sperren. So bleibt es für Diebe oder Cyberkriminelle unzugänglich, wenn es gerade nicht genutzt wird.
- Smartphone in der Öffentlichkeit nie unbeaufsichtigt lassen: Geräte sollten nicht auf Tischen, in Gesäßtaschen oder an anderen leicht zugänglichen Stellen abgelegt werden. Besonders in öffentlichen Räumen reduziert ein bewusster Umgang das Risiko von Diebstahl oder unbefugtem Zugriff.
- Sensible Informationen besonders schützen: Passwörter, Ausweisdokumente, Finanzdaten oder wichtige PDF-Dateien sollten nicht ungeschützt auf dem Gerät liegen. Ein Passwort-Manager wie Kaspersky Password Manager [2] kann Zugangsdaten und Bankkarten sicher verwalten und bietet einen geschützten Tresor für wichtige Dokumente, Scans, Adressen und Notizen. Dank geräteübergreifender Synchronisierung sind die Informationen auch von anderen Geräten aus verfügbar.
- Smartphones umfassend schützen: Eine Sicherheitslösung für mobile Geräte wie Kaspersky Premium [3] einsetzen, die Schutz vor Malware, Adware, unerwünschter Software und Phishing bietet.
- Für den Verlustfall vorsorgen: Android und iOS bieten integrierte Funktionen, mit denen sich ein verlorenes Smartphone orten und bei Bedarf aus der Ferne löschen lässt. In Kaspersky for Android ist diese Möglichkeit über die Funktion „Where Is My Device“ verfügbar [4].
Weitere Informationen zum Schutz von Smartphones unter https://www.kaspersky.com/blog/mobile-devices-security-threats/
[1] Die Studie wurde im März 2026 vom Marktforschungszentrum von Kaspersky durchgeführt. Befragt wurden 7.200 Personen aus 18 Ländern: Brasilien, China, Kolumbien, Ägypten, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Malaysia, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Spanien, Südafrika, Thailand, Türkei und Vietnam.
[2] https://www.kaspersky.de/password-manager
[4] https://www.kaspersky.de/android-security
Nützliche Links:
- Kaspersky Daily Blog: https://www.kaspersky.com/blog/mobile-devices-security-threats/
- Kaspersky Premium: https://kas.pr/re3t
- Kaspersky Password Manager: https://www.kaspersky.de/password-manager