KI-Schwachstellen, Phishing und groß angelegte Malware-Angriffe als größte Bedrohungen gewertet
- Schatten-KI für 31 Prozent ein Risikofaktor
- 81 Prozent treiben interne KI voran
- KI-Implementierung, um Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und operative Leistungsfähigkeit zu verbessern
KI wird zum zentralen Treiber steigender IT-Sicherheitsbudgets: 41 Prozent der Großunternehmen weltweit nennen die Einführung von KI als wichtigsten Investitionsgrund, gefolgt von höheren Kosten durch Sicherheitsverletzungen und jüngsten Vorfällen. Gleichzeitig wächst das Risikobewusstsein – insbesondere mit Blick auf KI-Schwachstellen und unkontrolliert eingesetzte Drittanbieter-Tools. Deshalb treiben 81 Prozent der Großunternehmen die Einführung interner KI-Lösungen aktiv voran. Diese Ergebnisse gehen aus einer aktuellen Kaspersky-Studie hervor [1].
Große Unternehmen investieren mehr in IT-Sicherheit; Die Gründe sind vielfältig, werden aber zunehmend durch KI und Sicherheitsvorfälle geprägt. So nennen 41 Prozent der Großunternehmen die Einführung von KI als den wichtigsten Grund, das Budget für IT-Sicherheit zu erhöhen. 36 Prozent reagieren auf die steigenden Kosten durch IT-Sicherheitsverletzungen, während 35 Prozent ihr Budget erhöhen, weil sie kürzlich einen Sicherheitsvorfall erlebt haben oder beinahe erlebt hätten.
Weiterhin zeigt die aktuelle Kaspersky-Studie, dass 19 Prozent der Unternehmen KI-Schwachstellen zu den größten Bedrohungen für ihre Organisation zählen. Damit liegen sie nur knapp hinter Risiken wie Phishing (22 Prozent) und groß angelegten Malware-Angriffen (20 Prozent). KI-bezogene Bedrohungen rücken somit zunehmend ins Bewusstsein der Unternehmen, was unter anderem die steigenden Ausgaben für Cybersicherheit erklärt.
Allerdings sind solche externen Bedrohungen nicht der einzige Grund, weshalb Unternehmen KI als ernst zu nehmendes Sicherheitsrisiko wahrnehmen. Denn eine ähnlich große Herausforderung geht von Mitarbeitenden aus, die unkontrolliert KI-Tools von Drittanbietern wie ChatGPT oder DeepSeek nutzen. 31 Prozent der Befragten nannten diese sogenannte Schatten-KI als häufigen Risikofaktor. Das unterstreicht die dringende Notwendigkeit, den Einsatz externer KI-Lösungen sorgfältig zu steuern und klare Regeln festzulegen, um potenziellen Datenlecks und Sicherheitslücken vorzubeugen. Entsprechend erlauben 59 Prozent der Organisationen den Einsatz von KI-Tools von Drittanbietern nur unter bestimmten Auflagen, etwa der Vorgabe, dass Firmennamen oder interne Dokumente nicht in diese Tools eingegeben beziehungsweise hochgeladen werden dürfen. 23 Prozent gewähren dagegen uneingeschränkten Zugriff auf diese Tools, bieten ihren Mitarbeitern jedoch Schulungen und Leitlinien für einen sicheren Umgang mit diesen Anwendungen an.
Strategische Pläne für KI-Entwicklung und -integration
Trotz der Risiken schreitet die Integration von KI in Unternehmen schnell voran. So evaluieren oder implementieren 81 Prozent der Großunternehmen interne KI-Tools, die auf großen Sprachmodellen basieren. 18 Prozent haben diese Technologien bereits in ihre Arbeitsabläufe integriert. Unternehmen, die eigene interne KI-Lösungen eingeführt haben, verfolgen damit vor allem drei Ziele: Jeweils 59 Prozent nennen eine höhere Prozesseffizienz, die Verringerung menschlicher Fehler und eine bessere Qualität der Ergebnisse für ihre Kunden. Unternehmen möchten demnach KI einsetzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und ihre operative Leistungsfähigkeit zu verbessern.
„Mit der Einführung von KI, die Geschäftsprozesse beschleunigt und Routineaufgaben übernimmt, nehmen auch Sicherheitsrisiken wie KI-Schwachstellen und Schatten-KI zu“, erklärt Vladislav Tushkanov, Group Manager im Kaspersky AI Technology Research Center. „Der wirksamste Schutz besteht darin, umfassende Cybersicherheitslösungen wie Kaspersky Next [2] einzusetzen, die bereits fortschrittliche KI-Funktionen beinhalten. Sie können Sicherheitsvorfälle verhindern, das Sicherheitsmanagement optimieren und dadurch Kosten deutlich senken. Gleichzeitig stärken solche Lösungen die operative Resilienz, indem sie eine schnellere Eindämmung von Angriffen und eine effektivere Schadensbegrenzung ermöglichen. Darüber hinaus steigern sie die Effizienz, ohne dass zusätzliches Personal erforderlich ist, und optimieren Sicherheitsinvestitionen durch die Konsolidierung verschiedener Tools.“
Kaspersky-Empfehlungen zum Schutz vor Cyberbedrohungen
- Ein umfassende Sicherheitslösung wie Kaspersky Next [2] nutzen, die Echtzeitschutz, Transparenz über Bedrohungen sowie EDR- und XDR-Funktionen für Untersuchung und Reaktion bietet.
- Dem Cybersicherheitsteams Zugriff auf aktuelle Bedrohungsdaten, beispielsweise über Kaspersky Threat Intelligence [3] gewähren, um sie dabei zu unterstützen, Cyberrisiken frühzeitig zu erkennen.
[1] Umfrage unter 1.800 IT- und Cybersicherheitsentscheidern sowie entsprechenden Spezialisten aus Organisationen in 18 Ländern (inkl. Deutschland) und verschiedenen Branchen, darunter IT, Fertigung, Finanzwesen, Einzel- und Großhandel, durch das Kaspersky Internal Research Center.
[2] https://www.kaspersky.de/next
[3] https://www.kaspersky.de/enterprise-security/threat-intelligence
Nützliche Links:
- Kaspersky Next: https://www.kaspersky.de/next
- Kaspersky Threat Intelligence: https://www.kaspersky.de/enterprise-security/threat-intelligence