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31 Prozent der Generation Z nutzen KI wie einen Freund

24. August 2026

21 Prozent sprechen mit KI über Dinge, die sie anderen Menschen nicht mitteilen möchten

  • 32 Prozent der Gen Z setzen KI täglich oder fast täglich ein
  • Nur 30 Prozent wenden Schutzmaßnahmen durchgängig an

Künstliche Intelligenz (KI) ist bei den 18- bis 28-Jährigen der Generation Z besonders fest im Alltag verankert, wie eine aktuelle Kaspersky-Umfrage [1] zeigt. In Deutschland setzen 32 ProzentKI-Tools täglich oder fast täglich ein und damit häufiger alsMillennials im Alter von 29 bis 44 Jahren (27 Prozent) und 45- bis 60-Jährige der Generation X (24 Prozent). Auffällig ist vor allem, wie persönlich und weitreichenddie Generation Z KI nutzt. Für fast ein Drittel (31 Prozent)ist sie wie ein Freund, für 21 Prozent mehr als das, denn sie teilen mit ihrDinge, die kein anderer Mensch erfahren soll.Darüber hinaus wird KI zum Ratgeber, den rund jeder Dritte (32 Prozent)bei fachlichen Fragen zu Rate zieht, auch bei medizinischen Themen.Bei all diesen Nutzungsformen achtet jedoch nur knapp ein Drittel (30 Prozent) durchgängigauf Schutzmaßnahmen.

Die Gen Z nutzt häufiger KI als ältere Generationen. So greifen täglich oder nahezu täglich 32 Prozent auf entsprechende Tools zurück. Bei den Millennials (27 Prozent) und in der Generation X (24 Prozent) ist das deutlich weniger der Fall.

Für viele junge Menschen der Generation Z geht der Umgang über sachliche Fragen hinaus und bekommt eine soziale Komponente. So interagieren 31 Prozent der 18- bis 28-Jährigen mit Künstlicher Intelligenz ähnlich wie mit einem Freund und suchen bei ihr etwa emotionale Unterstützung oder Gesellschaft. Zudem wenden sich 32 Prozent bei fachlichen Fragen zu Themen wie Sport, Ernährung, Medizin, Coaching oder Psychologie an sie. Wie persönlich der Austausch mit KI werden kann, zeigt sich bei besonders privaten Themen. 21 Prozent der Generation Z sprechen mit KI über Dinge, die sie mit anderen nicht teilen möchten.

Neben dieser mentorenähnlichen Rolle nutzt die Gen Z KI auch für weitere und im Vergleich eher weniger kritische Dinge, darunter:

  • zur Informationssuche (56 Prozent)
  • zum Lernen, etwa für Hausaufgaben oder die Prüfungsvorbereitung (46 Prozent)
  • für alltägliche Aufgaben wie Einkaufslisten, Budgets oder Speisepläne (40 Prozent)
  • zur Unterhaltung, etwa mit Film- und Buchtipps, Spielen oder Witzen (35 Prozent)

Persönliche und sensible KI-Nutzung trifft auf lückenhafte Schutzmaßnahmen

Zwar kommt KI in quasi allen Bereichen zum Einsatz, allerdings scheint sie und die darin preisgegebenen Informationen bei der Gen Z nicht allzu schützenswert angesehen zu werden. Denn nur 30 Prozent setzen stets auf entsprechende Schutzmaßnahmen, etwa indem sie erhaltene Informationen unabhängig überprüfen oder keine vertraulichen Angaben teilen. Bei der Mehrheit (63 Prozent) gehören solche Vorsichtsmaßnahmen jedoch nicht zum Alltag.

„Die Gen Z versteht aufkommende KI-Trends besser als andere Generationen und findet bereits neue Wege, die Technologie beim Lernen, in der Kommunikation und im Alltag einzusetzen“, kommentiert Vladislav Tushkanov, Group Manager im Kaspersky AI Technology Research Center. „Dass manche junge Menschen mit KI mittlerweile wie mit einem Freund oder Therapeuten interagieren, zeigt dabei, wie schnell sich die Beziehung zwischen Nutzern und Technologie verändert. Eine Interaktion, die sich persönlich anfühlt, sollte jedoch nie mit einem privaten oder vollständig verlässlichen Gespräch verwechselt werden. Alle Generationen müssen ihre Sicherheit im Umgang mit der Technologie und ihre Neugier mit Gewohnheiten wie dem Überprüfen von Informationen, dem Schutz persönlicher Daten und dem kritischen Hinterfragen der erhaltenen Antworten verbinden.“

Kaspersky-Tipps für einen sicheren Umgang mit KI-Tools

  • Informationen aus KI-generierten Antworten anhand weiterer verlässlicher Quellen überprüfen. Das gilt insbesondere bei Bildungs-, Finanz-, Rechts- und Gesundheitsthemen, bei denen fehlerhafte Angaben weitreichende Folgen haben können.
  • Keine sensiblen oder vertraulichen Informationen wie Passwörter, Zahlungsdaten, Ausweisdokumente oder private Korrespondenz in KI-Dienste eingeben.
  • Vor der Nutzung eines neuen KI-Dienstes prüfen, welche Daten dieser erhebt und wie diese verarbeitet oder gespeichert werden.
  • Geräte mit einer umfassenden Sicherheitslösung wie Kaspersky Premium [2] schützen, die Phishing, Malware und betrügerische Webseiten erkennen und blockieren kann, darunter solche, die legitime KI-Plattformen imitieren oder gefälschte KI-Tools verbreiten.
  • Das eigene Wissen und die praktischen Fähigkeiten rund um Cybersicherheit kontinuierlich erweitern. Der Kurs „Cyberhygiene“ der Kaspersky Academy [3] vermittelt dafür praktische Grundlagen zum Schutz von Konten, Geräten und persönlichen Daten.

Mit „Case 404“ [4], einem von Kaspersky entwickelten interaktiven Cybersecurity-Game, vermittelt das Cybersicherheitsunternehmen Wissen rund um digitale Risiken. Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines digitalen Ermittlers und lösen fiktive, jedoch von realen digitalen Bedrohungen inspirierte Fälle, und lernen, Betrugsversuche und Phishing frühzeitig zu erkennen und Risiken zu vermeiden.

 

[1] Die Studie wurde im März 2026 vom Marktforschungszentrum von Kaspersky durchgeführt. An der Umfrage nahmen 7.200 Befragte aus 18 Ländern teil. 282 Befragte stammten aus Deutschland. Weitere Länder der Studie: Brasilien, China, Ägypten, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Spanien, Südafrika, Thailand, Türkei und Vietnam.

[2] https://kas.pr/re3t

[3] https://academy.kaspersky.com/course/cyberhygiene

[4] https://case404.kaspersky.com/?icid=gl_genz_genz_ona_pr__onl_b2c_blo_lnk_sm-team_kas__kprem____a8413b925797a756

 

Nützliche Links:

 

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