Wie sicher ist Ihr Smartphone? Wie sehen abseits von der Debatte, ob Android oder iPhone, Ihre Optionen für Smartphone-Sicherheit aus – für Sie selbst und Ihr Unternehmen? Mobile Geräte sind ein integraler und allgegenwärtiger Bestandteil unserer aller Leben. Deshalb wecken sie das Interesse krimineller Hacker, die Ihnen wertvolle Daten stehlen wollen. Im Folgenden finden Sie einige Tipps dazu, wie Sie sich schützen können.

Drei Ebenen der Sicherheit

Laut InfoWorld verfügen alle Smartphones über drei grundlegende Sicherheitselemente. Ihre erste wichtige Aufgabe als Handynutzer ist es, diese drei Ebenen zu kennen und sie auf Ihren Geräten zu aktivieren:

  1. Geräteschutz: Löschen aller Daten, wenn das Gerät verloren geht oder gestohlen wurde
  2. Datenschutz: Verhindern, dass Unternehmensdaten an private Apps übertragen werden, die auf demselben Gerät oder im privaten Netzwerk ausgeführt werden
  3. Sicherheit beim App-Management: Schutz der In-App-Informationen vor Offenlegung

Smartphone-Sicherheit hängt nicht nur vom jeweiligen Gerät ab, sondern auch von der MDM-Technologie (Mobile Device Management), die auf den Unternehmensservern installiert ist und die die Gerätesicherheit kontrolliert und managt. Beide müssen zusammenarbeiten, um die Sicherheit zu gewährleisten. Sie müssen das große Ganze betrachten. BlackBerry-Geräte wurden beispielsweise für die Nutzung in Unternehmen entwickelt. Ihre Sicherheit ist hervorragend, jedoch bietet BlackBerry wenige Verbraucher-Apps an. Deshalb benötigen Sie möglicherweise eine andere Art von Smartphone für Ihren privaten Gebrauch, z. B. für Shopping und Banking. Hier müssen Sie sich jedoch Gedanken um die Sicherheit des Smartphones machen. Je mehr Geräte Sie verwenden, desto mehr Beachtung sollten Sie der Sicherheit Ihres mobilen Netzwerks schenken – insbesondere, wenn die Geräte über die Cloud oder auf andere Weise miteinander verbunden sind.

Je mehr Apps – insbesondere für die beliebten iOS- und Android-Smartphones – auf den Markt kommen, desto wichtiger wird das Thema Sicherheit unabhängig vom verwendeten Gerät. Spezialist für mobile Technologie, Ira Grossman, sagte bei CRN: „Bei einer nicht sicheren App ist es egal, wie sicher das Betriebssystem ist.“ Wenn Sicherheitsexperten davon sprechen, den gesamten „Stack“ eines Geräts zu schützen, meinen sie sowohl Betriebssystem als auch die ausgeführten Apps. Die meisten Smartphones bieten Einstellungen, über die Sie Apps aus unbekannten Quellen überprüfen können, bevor Sie sie herunterladen. Als Faustregel gilt: Halten Sie sich lieber an die offiziellen Stores von Apple, Google und Microsoft als auf Apps von Drittanbietern. Lesen Sie jedoch selbst in den offiziellen Stores immer zuerst die Bewertungen, um sicherzustellen, dass Sie keine verdächtige App zu Ihrem Gerät hinzufügen.

Android, iPhone, BlackBerry oder Windows Phone

Android-Sicherheit hat einen zweifelhaften Ruf. Das liegt hauptsächlich daran, dass es niemandem gehört: Niemand reguliert, was als Android-App angeboten werden darf und was nicht oder gar was unter der Bezeichnung „Android-Smartphone“ verkauft werden darf. Wie Forbes jedoch berichtet, können Sie Ihr Android-Smartphone schützen, indem Sie es immer auf dem neuesten Stand halten und App-Downloads aus unbekannten und zweifelhaften Quellen vermeiden. Neuere Android-Geräte unterstützen Android for Work von Google, das Arbeitsanwendungen und -anwendungsfälle schützt. Darüber hinaus unterstützten neuere Android-Geräte von Samsung auch die hauseigene Knox-Sicherheitstechnologie. Das mobile Apple-Betriebssystem iOS wird streng von Apple selbst reguliert. Das Unternehmen kontrolliert auch genauestens, welche Apps im Apple App Store verfügbar sind. Dank dieser Kontrolle bieten Apple-Geräte standardmäßig gute Sicherheit – allerdings auf Kosten der Benutzerfreiheit. So erlaubt iOS beispielsweise nur eine App-Version pro Gerät. Wenn ein Benutzer also eine Unternehmensversion einer App nutzt, die über integrierte Sicherheitsbeschränkungen verfügt, kann er nicht gleichzeitig die nicht beschränkte Version derselben App für den privaten Gebrauch nutzen. Auch BlackBerry kontrolliert Geräte und Apps streng. Darüber hinaus wurde es für MDM entwickelt, sodass Unternehmen ihre Geräte besser managen und schützen können. Auch Windows Phone bietet ein gewisses Maß an zentraler Kontrolle, verfügt jedoch erfahrungsgemäß über einige Sicherheitslücken. Die Leistung verbessert sich jedoch mit zunehmender Benutzerzahl.

Vor- und Nachteile

Keine Kombination aus Gerät und Betriebssystem ist im Bezug auf die Sicherheit die „beste“. Wie sicher Ihr Smartphone ist, hängt von Ihren persönlichen oder beruflichen Anforderungen und Ihrem Technologieverständnis ab. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der Vor- und Nachteile der verschiedenen Gerätetypen sowie einige Aspekte, die es bei der Auswahl zu berücksichtigen gilt:

Android

  • Vorteil: Äußerst konfigurierbar – vollständige Kontrolle über Ihre Datenschutzeinstellungen
  • Nachteil: Schwache standardmäßige Sicherheit aufgrund fehlender Standardisierung
  • Tipp: Geeignet, wenn Sie sich mit der Anpassung von Sicherheitseinstellungen und -tools auskennen

Apple (iOS)

  • Vorteil: Beständigkeit und Zuverlässigkeit – hier wissen Sie, was Sie bekommen
  • Nachteil: Nicht unantastbar für Malware – hohe Abhängigkeit von den Apple-Sicherheitspraktiken. Darüber hinaus können auch Apple-Produkte, obwohl sie für gewöhnlich preislich höher angesiedelt sind als Android-Geräte, keine 100-prozentige Sicherheit garantieren und sind nicht immun gegenüber Malware und Hacks.
  • Tipp: Die einfachste Wahl für eine „ziemlich gute“ Sicherheit

BlackBerry

  • Vorteil: Entwickelt für Unternehmenssicherheit auf Industrieniveau
  • Nachteil: Sie benötigen wahrscheinlich ein separates Privatgerät, das wiederum eigene Sicherheitsprobleme bietet.
  • Tipp: Die beste Wahl, wenn Sie in einer Branche wie dem Finanzsektor arbeiten, in der höhere Sicherheitsanforderungen bestehen.

Windows Phone

  • Vorteil: Kompatibel mit Windows – ständige Verbesserung der Sicherheitsleistung
  • Nachteil: Bisherige Bilanz ungewisser Sicherheitsleistung
  • Tipp: Die beste Wahl, wenn Windows-Kompatibilität Priorität hat

Jede Smartphone-Option bietet Stärken und Einschränkungen in der mobilen Sicherheit. Wie Sie Ihr Smartphone verwenden und wie gut Sie sich mit Sicherheitseinstellungen auskennen, spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl des optimalen Geräts. Und diese Debatte wird noch weiter angeheizt, je mehr neue Geräte auf den Markt kommen und je wichtiger optimale Sicherheit wird.

Hätten Sie es gewusst ...?

Trojaner sind die größte mobile Bedrohung: Sie macht über 95 Prozent der mobilen Malware aus. Über 98 Prozent der Mobile-Banking-Angriffe zielen auf Android-Geräte ab – auch das ist wenig überraschend. Android ist mit über 80 Prozent des Smartphone-Marktes die beliebteste mobile Plattform der Welt, und von allen beliebten mobilen Plattformen erlaubt nur Android das Sideloading von Software.

Im Juni 2015 wurde ein neuer Trojaner in Russland entdeckt: Android.Bankbot.65.Origin. Er war als gepatchte offizielle App von Sberbank Online getarnt und bot „umfassendere Mobile-Banking-Funktionen“, für die einfach nur die „neuere Version“ installiert werden musste.

Tatsächlich behielt die App ihre Funktionen als Mobile-Banking-Tool bei, damit Benutzer den Austausch nicht bemerkten. Infolgedessen meldeten im Juli 100 000 Sberbank-Benutzer einen Verlust von insgesamt zwei Milliarden Rubel. Alle von ihnen hatten die gefälschte Sberbank Online-App verwendet.

Es ist wohl offensichtlich, dass die Geschichte der Banking-Trojaner noch nicht zu Ende geschrieben ist: Denn es werden immer mehr neue Apps entwickelt, und Angreifer finden immer effizientere Methoden, um Benutzer in ihre Falle zu locken. Es ist also an der Zeit, Ihr Android-Smartphone richtig zu schützen.

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