Derzeit erleben Cyberbedrohungen und Cyberkriminalität einen regelrechten Boom. Vom Identitätsdiebstahl bis hin zu Hacks im Einzelhandel: Diese Angriffe dominieren die Nachrichten. Im Durchschnitt geben Betrugsopfer bei dem Versuch, das Chaos der Cyberdiebe zu beseitigen, 776 US-Dollar aus und investieren 20 Stunden Arbeit. Es gibt sieben Bedrohungen, die die heutigen Herausforderungen beim Datenschutz veranschaulichen.

Daten-Hacks im Einzelhandel

Hacks im Einzelhandel sind besonders gefährlich, da sie sich auf nahezu jeden auswirken können. 2014 nahmen Cyberangriffe auf große Unternehmen wie Target zu. Bei diesen Angriffen konnten Hacker 40 Millionen Kredit- und EC-Kartennummern von Kunden entwenden. Cyberkriminelle stehlen und verkaufen diese persönlichen Informationen auf dem Schwarzmarkt, was wiederum schnell zu Identitätsdiebstahl führen kann. Zwar trägt hierbei einen Großteil der Verantwortung der Einzelhändler, der die Zahlungsmethoden immer aktuell und sicher halten muss, jedoch sollten Sie ein Auge auf Ihr Bankkonto und Ihre Kreditkartenabrechnung haben, um bei Angriffen auf den Einzelhandel sicher zu sein.

Mobile Sicherheit und Smartphone-Bedrohungen

Cyberkriminelle können Schwachstellen Ihres Smartphones einfach ausnutzen, um private Daten zu sammeln. Diese Schwachstellen stammen manchmal von den verwendeten Apps oder vom Smartphone selbst. Mobiltelefone sind auch anfällig gegenüber Malware, die die eingegebenen Zeichen aufzeichnen und Screenshots aufnehmen kann. Schützen Sie sich: Untersuchen Sie Apps, die Sie herunterladen wollen, genau, lassen Sie beim Öffnen von E-Mails Vorsicht walten, und wählen Sie sorgfältig aus, welche Bilder Sie hochladen.

Phishing-Angriffe und Social Engineering

Wenn Cyberkriminelle Benutzer dazu bewegen, vertrauliche Informationen, wie z. B. Passwörter und Sozialversicherungsnummern, preiszugeben, nennt sich dieses Vorgehen Phishing. Bei einer der beliebtesten Phishing-Methoden erhält der Benutzer eine E-Mail, die angeblich von seiner Bank oder einer Regierungsbehörde stammt, und wird so auf authentisch anmutende Seiten gelockt. Einmal dort, wird der Benutzer aufgefordert, Passwort, Sozialversicherungsnummer oder finanzielle Daten einzugeben.

Cyberkriminelle nutzen diese Informationen dann für ihre eigenen Zwecke. Phishing ist Teil eines größeren Problems, das sich Social Engineering nennt. Hierbei geht es im Grunde um die Manipulation von Emotionen, um so Zugriff auf vertrauliche Daten zu erlangen. Fallen Sie nicht darauf herein. Seien Sie bei jeder erhaltenen E-Mail skeptisch, insbesondere wenn Sie zur Eingabe privater Informationen aufgefordert werden. Denken Sie daran: Echte Banken und Regierungsbehörden fordern Sie niemals auf, potenziell vertrauliche Informationen zu bestätigen.

Identitätsdiebstahl

Eine der am schnellsten wachsenden Online-Bedrohungen ist der Identitätsdiebstahl. Viele der zuvor in diesem Artikel genannten Punkte, wie z. B. Phishing-E-Mails und Datenschutzverletzungen, können zu Identitätsdiebstahl führen. Ihre Identität ist jedoch auch durch alltägliche Elemente, wie Lebenslauf, Privatadresse, Fotos und Videos aus Social Media, Finanzdaten usw., gefährdet.

Identitätsdiebe stehlen Ihre persönlichen Informationen und beantragen Kreditkarten und Darlehen in Ihrem Namen. Zwar liegt einiges hiervon nicht in den Händen des Durchschnittsverbrauchers, jedoch können Sie verschiedene Maßnahmen treffen, um Ihre Identität zu schützen.

Daten-Hacks im Gesundheitswesen

Anfang 2015 erlebte Anthem einen massiven Daten-Hack, der 78,8 Millionen Personen betraf. Im Juli 2015 brachen Hacker in das Computernetzwerk von UCLA Health System ein und verschafften sich so Zugang zu persönlichen Daten von 4,5 Millionen Patienten. Datensätze im Gesundheitswesen enthalten wichtige und vertrauliche Informationen, die sie zu beliebten Zielen für Cyberkriminelle machen und die schnell zu Identitätsdiebstahl führen können. Oftmals werden diese Informationen für einen Betrug der Krankenversicherung genutzt, z. B. durch den Verkauf von Medikamenten, die mithilfe illegaler Rezepte beschafft wurden. Achten Sie in den Nachrichten immer auf Angriffe auf Einrichtungen und Unternehmen im Gesundheitswesen.

Sexualstraftäter, die es auf Kinder abgesehen haben

Benutzer, die es auf Kinder abgesehen haben, lauern in den dunklen Ecken des Internets und handeln dort mit illegalen anstößigen Bildern von Kindern. Dies geschieht per E-Mail, über P2P-Programme (Peer-to-Peer) und zunehmend auch über das Dark Web, ein Bereich des Internets, der über normale Suchmaschinen nicht zugänglich ist. Zwar sind diese Trends besorgniserregend, jedoch ist es am besten, diese Seiten den Strafverfolgungsbehörden zu überlassen und sie als normaler Verbraucher vollständig zu vermeiden.

Eine weitere Online-Gefahr für Kinder sind Sexualstraftäter, die Kinder zu einem Treffen in der echten Welt überreden, ihnen pornografische Bilder senden oder die Kinder auffordern, selbst anstößige Bilder zu senden. Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, wie gefährlich es ist, online mit Fremden zu sprechen, und wie wichtig es ist, niemals persönliche Informationen mit Menschen zu teilen, die sie noch nie getroffen haben.

Angriffe auf Banken

Im 21. Jahrhundert werden Banken digital ausgeraubt. Bei einem berüchtigten Beispiel hierfür stahl eine kriminelle Gruppe von verschiedensten Finanzinstituten weltweit bis zu eine Milliarde US-Dollar in ca. zwei Jahren. Die Cyberkriminellen griffen die Bankmitarbeiter und -verantwortlichen mit einer Malware namens „Carbanak“ an, die sie per E-Mail verbreiteten.


Sobald die entsprechenden Computer einmal infiziert waren, konnte die Gruppe erfolgreich das Verhalten der Mitarbeiter imitieren und so Geld an sich selbst überweisen, Geldautomaten dazu bringen, zu bestimmten Zeiten Geld auszugeben, und Geld aus elektronischen Zahlungssystemen abzweigen. Einige Experten, wie z. B. Ben Lawsky glauben, dass ein großer Angriff auf das Bankensystem ein regelrechter „11. September der Cyberbedrohungen“ werden könnte. Berücksichtigen Sie deshalb bei der Auswahl einer Bank immer, wie erfolgreich ihre Sicherheit in der Vergangenheit war, klicken Sie nicht auf seltsame Links aus E-Mails, vernichten Sie finanzielle Dokumente, und überwachen Sie ständig Ihr Konto auf Unregelmäßigkeiten.

Wie können Sie sich in einer Welt ständig neuer Cyberbedrohungen schützen? Sicherheitsbewusstsein bildet den ersten Verteidigungswall. Zwar stehen Ihnen leistungsstarke Sicherheitstools zur Verfügung, jedoch sollten Sie zum Schutz Ihres Computers, Ihrer Daten und zu Ihrem eigenen Schutz immer Ihren gesunden Menschenverstand anwenden.

Vorsichtsmaßnahmen:

  1. Verwenden Sie starke Passwörter für Ihre Konten, die Zahlen sowie Klein- und Großbuchstaben enthalten und nicht so leicht zu erraten sind wie „passwort“ oder „12345“.
  2. Öffnen Sie keine verdächtigen E-Mails, in der Sie zur erneuten Eingabe vertraulicher Daten aufgefordert werden.
  3. Vernichten Sie vertrauliche Dokumente.
  4. Nutzen Sie in öffentlichen WLANs ein VPN, um Ihre Internetverbindung zu schützen.
  5. Halten Sie Ihre Antiviren-Software immer auf dem neuesten Stand.

Weitere Artikel und Links zu Cyberbedrohungen


Benötigen Sie Hilfe?
FRAGEN SIE ANNA
FRAGEN SIE ANNA
Anna: Hallo. Ich bin Anna, Ihre virtuelle Assistentin. Wie kann ich Ihnen helfen?

Thanks for helping us improve!
Please take a few moments to complete the survey below.

Anna: Hallo. Ich bin Anna, Ihre virtuelle Assistentin. Wie kann ich Ihnen helfen?

Thanks for helping us improve!
Please take a few moments to complete the survey below.