2014 führte die US-Verbraucherzentrale eine Umfrage unter Verbraucheragenturen durch, bei der herauskam, dass Identitätsdiebstahl der Beschwerdegrund war, der am schnellsten anstieg. Trotz der Verbreitung dieses Problems und des Schadens, den eine gestohlene Identität anrichten kann, wissen viele Menschen nicht, was zu tun ist, wenn es sie trifft. In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erfahren Sie, wie Sie vorgehen können, wenn Ihre Identität gestohlen wurde.

What to Do if Your Identity is Stolenr

1) Finden Sie die Quelle

Bevor Sie das Problem angehen könne, müssen Sie den Ursprung des Angriffs finden. Früher mussten Kriminelle für einen Identitätsdiebstahl einmal Mülltonnen durchsuchen, um an private Informationen, wie z. B. Belege oder Kreditkartenabrechnungen, zu gelangen. Heute nutzen die Diebe einfach beliebte Online-Services. Banking-Webseiten, Online-Shops und sogar Dating-Seiten beinhalten Unmengen an Verbraucherinformationen.

Sobald Sie merken, dass Sie Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden sind, z. B. weil in Ihrem Namen neue Kreditkonten eröffnet, Einkäufe getätigt oder bei Regierungsbehörde hinterlegte Kontaktdaten geändert wurden, sollten Sie sich an Ihre letzten Online-Aktivitäten zurückerinnern. Haben Sie E-Mails von einem vermeintlichen Finanzinstitut beantwortet, weil angeblich Ihr Konto eingefroren oder geprüft wurde? Haben Sie Video-Player oder Mediendateien aus Anhängen unbekannter Absender heruntergeladen? Haben Sie E-Commerce-Seiten genutzt, die kürzlich einem Cyberangriff zum Opfer gefallen sind? Einer dieser Aktionen könnte die Schwachstelle geschaffen haben, über die der Hack erfolgte.

Um die Risiken zu minimieren, sollten Sie sich immer nur über eine sichere Verbindung auf Banking-Seiten anmelden. Speichern Sie außerdem Ihre Kreditkartendaten nicht online, und wählen Sie die Informationen, die Sie auf Dating-Seiten angeben, sorgfältig aus. Darüber sollten Sie Konten nicht miteinander verbinden und niemals dasselbe Passwort für mehrere Seiten verwenden. So verhindern Sie, dass Cyberkriminelle gleich all Ihre Konten hacken. Auch der Einsatz einer zuverlässigen Antiviren-Lösung ist essenziell. Denn nach Erkennung und Beseitigung von Schadprogrammen geht von ihnen keine Bedrohung mehr aus.

2) Informieren Sie Beteiligte

Sobald Sie den Diebstahl erkannt haben, sollten Sie Beteiligte informieren. Fangen Sie bei den Unternehmen an, bei denen der Betrug seinen aufgetreten ist, also z. B. Ihre Bank oder Ihren Kreditkartenaussteller. Bitten Sie sie, Ihre Konten zu schließen oder einzufrieren, und ändern Sie sämtliche Anmeldedaten, einschließlich Passwörtern. Als Nächstes sollten Sie sich an eine der folgenden drei Kreditauskunfteien wenden:

Fordern Sie eine Kreditauskunft an und richten Sie über eine Dauer von 90 Tagen eine Betrugswarnung ein. Wenn Sie eine dieser Agenturen informiert haben, ist sie gesetzlich dazu verpflichtet, auch die anderen beiden zu unterrichten. Melden Sie den Identitätsdiebstahl dann der Federal Trade Commission (FTC), und erstatten Sie auch Anzeige bei Ihrer lokalen Polizeistelle.

3) Behalten Sie den Überblick

Private Unternehmen und Regierungsbehörden helfen Ihnen oft schnell dabei, nach einem Identitätsdiebstahl wieder auf die Beine zu kommen und Konten zu sperren oder neue Ausweisdokumente auszustellen. Aber auch nachdem der anfängliche Sturm vorüber ist, kann der Identitätsdiebstahl langfristige Folgen haben: Ihre privaten Daten können beispielsweise im nächsten Kalenderjahr für falsche Steuererklärungen verwendet werden – oder vielleicht auch erst in sieben Jahren. Cyberkriminelle können Ihre Sozialversicherungsnummer nutzen, um in anderen Staaten zu arbeiten oder neue Kredite aufzunehmen, die sie natürlich nie zurückzahlen. Und so erleben Sie vielleicht in Zukunft plötzlich Probleme mit Kredit- oder Finanzunternehmen.

Achten Sie daher in den 90 Tagen nach dem Diebstahl sorgfältig auf Ihre Kreditaufstellungen, und handeln Sie bei Betrugsanzeichen umgehend. In besonders schweren Fällen können Sie auch eine neue Sozialversicherungsnummer beantragen. Darüber hinaus sollten Sie die Menge genutzter Kreditservices einschränken, um die langfristigen Folgen von Identitätsdiebstahl zu reduzieren. Mit nur einer oder zwei Kreditkarten mit geringem Limit lassen sich illegale Aktivitäten schnell als solche identifizieren.

4) Schützen Sie Ihre Zukunft

Nachdem Kriminelle Ihre Identität gestohlen und sie zur Eröffnung illegaler Konten oder für große Einkäufe genutzt haben, geraten Sie möglicherweise in rechtliche Schwierigkeiten. Oftmals melden betrogene Unternehmen ihre Verluste privaten Inkassobüros, die Sie und Ihre Familienmitglieder kontaktieren und das Geld für „Ihre“ Einkäufe eintreiben wollen. Im Juli 2015 ging es bei 31 Prozent der beim US-Verbraucherschutz eingehenden Anfragen um Schuldeneintreiber. Viele dieser Eintreiber gehen äußerst aggressiv vor. Das FTC empfiehlt, einen Brief einzusenden, in dem Sie Ihre Situation erklären – einschließlich sämtlicher relevanter Korrespondenz, Aufzeichnungen, Polizeiberichte und Kreditauskünfte.

Manche Kreditunternehmen und Händler versuchen vielleicht, Sie für die Änderungen in Ihrem Namen zur Kasse zu bitten, wenn Sie nach dem Vorfall nicht schnell genug handeln. Deshalb ist es immer ratsam, Kreditkartenaussteller, Banken und andere Agenturen immer umgehend zu informieren, wenn Sie den Identitätsdiebstahl festgestellt haben, und Aufzeichnungen zu sämtlichen relevanten Anrufen, Briefen und Informationsanfragen aufzubewahren.

Sie müssen jedoch nicht nur wissen, wann und wie Sie reagieren, sondern sollten auch Präventivmaßnahmen treffen, wie z. B. ein sicheres Surfverhalten, zuverlässige Lösungen für Virenschutz und Internetsicherheit, effektive Passwörter und eine Reduktion der genutzten Kreditservices. Das alles mag zwar auf den ersten Blick ein wenig überwältigend scheinen, jedoch ist es äußerst hilfreich, wenn Sie wissen, was bei einem Identitätsdiebstahl zu tun ist. Die oben aufgeführten Tipps können Ihnen dabei helfen, den Schaden zu minimieren und Ihr Leben schnell wieder in geordnete Bahnen zu lenken.

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