Eines der angesagtesten Themen für Eltern heutzutage ist die Sicherheit von Kindern im Internet – also die Frage: „Wie schütze ich mein Kind online?“ Das Internet verbindet Ihr Umfeld mit der großen weiten Welt – und Ihre Kinder haben auf alles Zugriff, ob gut oder schlecht. Kinder haben außerdem den Familiencomputer zu Hause längst hinter sich gelassen. Viele von ihnen nutzen heutzutage Smartphones oder Tablets. Diese Art von Vernetzung kann Eltern Anlass zur Sorge geben. Glücklicherweise können Sie Ihr Kind dabei unterstützen, sich in der Online-Welt zurechtzufinden und potentielle Bedrohungen und Gefahren zu erkennen.

Sicherheitstipp Nr. 1: Schadsoftware und Adware vermeiden

Viele kostenlose Apps und Soziale Netzwerke sind von Adware abhängig, d. h Ihr Kind ist mehr Werbung ausgesetzt, als Ihnen vielleicht lieb ist. Dies und die Leichtigkeit, mit der Einkäufe über Apps getätigt werden können, sollten Grund genug für Eltern sein, die Online-Aktivitäten ihrer Kinder zu kontrollieren und Regeln zu setzen, welche Apps erlaubt sind und welche nicht. Eltern sollten ihren Kindern erklären, wie viele der so genannten „kostenlosen“ Apps funktionieren, und dass sie tatsächlich echtes Geld kosten können, ohne dass man es bemerkt.

Sicherheitstipp Nr. 2: Schützen Sie Ihre Kinder vor zwielichtigen Gestalten

Genau wie Sie Ihren Kindern beibringen, sich nicht von Fremden ansprechen zu lassen, sollten Sie ihnen erklären, dass dasselbe auch für Online-Kontakte gilt. Es ist wichtig zu betonen, dass gerade im Internet nicht jeder das ist, wofür er oder sie sich ausgibt. Entscheidend ist, dass Sie und Ihre Kinder wissen, mit wem sie es online zu tun haben. Kindersicherungsfunktionen sind sehr nützlich, um bestimmte Kontakte zu blockieren oder Online-Messaging und andere Kommunikationsformen zu kontrollieren.

Sicherheitstipp Nr. 3: Melden Sie Mobbing

Zunehmend spielt bei der Sicherheit von Kindern im Internet auch das Thema Mobbing eine Rolle. Laut eines Berichts von DoSomething.org sind fast 43 Prozent der Kinder schon einmal von Cybermobbing betroffen gewesen, nur jedes zehnte Opfer meldet den Vorfall jedoch einem Erwachsenen. Eltern sollten sich mit ihren Kindern darüber unterhalten, was Cybermobbing ist, und ihnen klarmachen, dass sie ein solches Verhalten ruhig melden können, ohne Gefahr zu laufen, ihre Computerberechtigungen entzogen zu bekommen oder anderweitig bestraft zu werden. Eltern können ihre Kinder dafür sensibilisieren, beim Öffnen von E-Mails vorsichtig zu sein, keine Posts oder Tweets von Fremden zu lesen oder sich nicht an verbalen Auseinandersetzungen in Sozialen Netzwerken zu beteiligen. Dies gilt insbesondere für Kinder, die bereits ein Handy oder Smartphone besitzen, denn manchmal werden Nachrichten oder Bilder im Eifer des Gefechts versendet, ohne groß über die Konsequenzen nachzudenken.

Sicherheitstipp Nr. 4: Machen Sie sich mit den Sozialen Netzwerken Ihrer Kinder vertraut

Mitunter sind bereits sehr kleine Kinder in Sozialen Netzwerken unterwegs, vor allem, wenn auch alle ihre Freunde dort angemeldet sind. Kein Kind will sich ausgeschlossen fühlen, aber Eltern müssen ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen und entscheiden, ob ein Soziales Netzwerk dem Alter ihrer Kinder angemessen ist. Auf einigen Webseiten werden Inhalte für Erwachsene beispielsweise nicht herausgefiltert, d. h. alle Benutzer – auch Kinder – haben darauf Zugriff. Ebenfalls von Interesse ist die Frage, welche Informationen ein Kind über sein Online-Profil preisgibt. Eltern sollten klare Grenzen ziehen, welche Informationen auf keinen Fall veröffentlicht werden dürfen. Selbst eine scheinbar unbedenkliche Angabe wie der Name eines Haustiers kann problematisch sein, z. B. wenn dieser als Antwort auf eine Sicherheitsfrage zum Wiederherstellen eines Kennworts genutzt werden kann.

Sicherheitstipp Nr. 5: Verhindern Sie Identitätsdiebstahl

In Schulen und anderen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche ist es üblich, Informationen über Schüler etc. zu erfassen und zu speichern. Und obwohl es legitime Gründe geben mag, diese Art von digitalen Informationen zu sammeln, haben Eltern doch immer das Recht zu hinterfragen, welche personenbezogenen Daten wirklich erforderlich sind und auf welche Weise sie gespeichert werden. Kindern sollte von Anfang an beigebracht werden, Benutzernamen und Kennwörter geheimzuhalten. Aber das reicht noch nicht aus: Machen Sie Ihren Kindern klar, wie gefährlich es sein kann, personenbezogene Informationen, z. B. Geburtsdatum, Wohnort, den Namen der Schule etc., online weiterzugeben.

Was Eltern tun können

Wenn Ihr Kind Zugriff auf das Internet haben soll, dann müssen Sie mit ihm über das Thema Sicherheit für Kinder im Internet sprechen und ihm klarmachen, was dies bedeutet. Beginnen Sie mit den Grundlagen einer sicheren Nutzung des Internets: Zugangsdaten geheimhalten, Kommunikation nur mit vertrauenswürdigen Freunden und der Familie, Sensibilisierung dafür, was „kostenlos“ im Internet bedeutet. Erweitern Sie die Inhalte dann dem Alter Ihres Kindes entsprechend. Nutzen Sie Software mit Kindersicherungsfunktionen, um die Online-Aktivitäten Ihrer Kinder zu kontrollieren, und achten Sie darauf, die Kommunikationskanäle innerhalb der Familie stets offen zu halten.

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