Eine internationale Umfrage von Kaspersky zeigt, dass viele Nutzer deutlich cybersicherer mit ihrem Smartphone umgehen als mit ihrem PC
- Nur 33 Prozent der Smartphone- und 31 Prozent der PC-Nutzer ändern regelmäßig ihre Passwörter
- Lediglich 20 Prozent überprüfen auf dem Smartphone App-Berechtigungen und Datenschutzeinstellungen, am PC sind es 16 Prozent
Beim Smartphone gehen viele Nutzer deutlich gewissenhafter – und damit cybersicherer – vor als am PC: Sie halten Betriebssystem und Apps mit Updates aktuell, sortieren Fotos aus und trennen sich von Anwendungen, die sie kaum noch nutzen. Eine internationale Umfrage von Kaspersky [1] zeigt zudem, dass ausgerechnet Gewohnheiten, die persönliche und finanzielle Daten besonders wirksam schützen, sowohl auf dem Smartphone als auch am Rechner die Ausnahme bleiben. Dazu gehören regelmäßige Passworthygiene, Backups oder die Kontrolle von App-Berechtigungen.
Am deutlichsten fällt der Unterschied mobiler und stationärer Nutzer bei der Aktualisierung von Apps und Software aus. Während mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Smartphone-Nutzer Betriebssystem und Apps regelmäßig auf den neuesten Stand bringen, sind es bei den PC-Nutzern lediglich 53 Prozent. Ähnlich groß ist die Lücke bei Fotos und Videos: Auf dem Smartphone werden diese von 72 Prozent regelmäßig gelöscht, auf dem PC dagegen nur von 49 Prozent.
Ungenutzte
Programme bleiben auf dem PC liegen, obwohl sie Dritten (noch) Zugang zu
sensiblen Daten gewähren
Auch beim Entfernen ungenutzter Software zeigt sich ein klares Gefälle. 73 Prozent der Smartphone-Besitzer löschen selten genutzte Apps, am PC tun dies nur 47 Prozent. Vermutlich trägt der begrenzte Speicherplatz auf Smartphones dazu bei, dass Nutzer dort konsequenter aussortieren. Die Experten von Kaspersky betonen jedoch, dass sich das Löschen alter oder überflüssiger Programme auch am PC lohnt, um die Leistung und die Sicherheit des Geräts zu verbessern. Mit der Zeit können angesammelte Anwendungen das System verlangsamen. Zudem enthalten manche Apps den Zugang zu persönlichen oder finanziellen Daten sowie Nutzungsverläufen, was beides von Cyberkriminellen ausgenutzt werden kann.
Beim Schutz sensibler Daten hapert es auf beiden Geräten
Bei den Aufräummaßnahmen, die unmittelbar der IT-Sicherheit dienen, liegen beide Gruppen nah beieinander, allerdings auf niedrigem Niveau. Nur jeweils rund ein Drittel (33 Prozent der Smartphone- und 31 Prozent der PC-Nutzer) ändert regelmäßig eigene Passwörter; und lediglich 29 beziehungsweise 28 Prozent sichern wichtige Daten. App-Berechtigungen und Datenschutzeinstellungen überprüfen oder aktualisieren lediglich 20 Prozent auf dem Smartphone und 16 Prozent am PC. Laut den Cybersicherheitsexperten von Kaspersky ist das ein bedenklicher Trend, denn gerade diese Gewohnheiten gehören zu den wirksamsten Mitteln, um persönliche und finanzielle Informationen zu schützen.
Verschiedene Einsatzszenarien, gleiche Risiken
Die Unterschiede im Aufräumverhalten ergeben sich vor allem aus der Art, wie Smartphones und PCs genutzt werden. Mit dem Smartphone werden in erster Linie Fotos und Videos aufgenommen, Nachrichten ausgetauscht, Inhalte angesehen und schnell Informationen im Internet abgerufen. Für die Mehrheit der Befragten (58 Prozent) ist es zudem das wichtigste Gerät für den Zugang zum Internet, was naturgemäß mit mehr Pflege einhergeht.
Der PC behält dennoch eine wichtige Rolle als zentrales Werkzeug für die Arbeit mit Dateien und Programmen sowie für berufliche Aufgaben. Bei den Befragten ab 61 Jahren ist er für 58 Prozent weiterhin der wichtigste Zugang zum Internet.
Aus Sicht der Kaspersky-Experten sind digitale Aufräumroutinen auf beiden Plattformen gleichermaßen wertvoll. Nutzer sollten der Pflege ihres PCs daher ebenso viel Aufmerksamkeit schenken wie der ihres Smartphones.
„Jedes Gerät, das wir nutzen, ob Smartphone oder PC, enthält immer mehr persönliche und finanzielle Informationen“, kommentiert Marina Titova, Vice President Consumer Business bei Kaspersky. „Fotos, Nachrichten, Bankdaten, Arbeitsdokumente, Passwörter – all das ist wertvoll und zugleich ein Ziel für Cyberkriminelle. Wer die digitale Basishygiene vernachlässigt, also etwa ungenutzte Konten nicht löscht, keine Back-ups anlegt oder Datenschutzeinstellungen nicht verwaltet, macht diese Informationen potenziell angreifbar. Die Lösungen von Kaspersky helfen Anwendern, die Kontrolle über ihren digitalen Fußabdruck zu übernehmen. Dafür kombinieren sie automatisierten Schutz mit Tools, die regelmäßige Sicherheitsmaßnahmen einfacher und wirksamer machen.“
Kaspersky-Tipps für regelmäßiges und sicheres digitales Aufräumen
- Erinnerungen einrichten: Eine wiederkehrende Kalendererinnerung (monatlich oder vierteljährlich) einrichten, um die Überprüfung von Geräten und Konten nicht zu vergessen.
- Automatische Backups einrichten: Regelmäßige Sicherungskopien wichtiger Dateien erstellen und kritische Daten an mehreren unabhängigen Speicherorten ablegen. Backup-Kopien können auf Wechseldatenträgern oder verschlüsselt in Cloud-Speichern abgelegt werden.
- Alte Konten und gespeicherte Zahlungsmethoden regelmäßig überprüfen und löschen: Vergessene Accounts können, insbesondere bei wiederverwendeten Passwörtern, Cyberkriminellen als einfacher Einstiegspunkt dienen und so Account-Übernahmen und Datenlecks begünstigen.
- Digitale Aufräumarbeiten automatisieren: Doppelte und große Dateien auf Windows-PCs sowie nicht genutzte Apps auf Android-Geräten entfernen, zum Beispiel mit der Performance-Funktion in Kaspersky Premium [2].
- Apps vollständig deinstallieren: Unerwünschte Anwendungen inklusive zugehöriger Dateien entfernen, die bei einer standardmäßigen Löschung in den Papierkorb zurückbleiben können, beispielsweise mit der neuen App-Cleaner-Funktion in den Kaspersky-Lösungen für Verbraucher [5]. Zugangsdaten und Finanzinformationen sicher verwalten: Anmeldedaten und Zahlungsinformationen zentral speichern, sicher verwalten und über Geräte hinweg synchronisieren. Ein Passwort-Manager wie Kaspersky Password Manager [3] hilft dabei; alle Zugangsdaten werden in einem sicheren Tresor gespeichert und durch ein einziges Master-Passwort geschützt.
- Starke Passwörter verwenden: Passwörter regelmäßig aktualisieren, einzigartige Zugangsdaten für jeden Dienst verwenden und auf echte Zufälligkeit achten. Hierfür sichere Passwörter generieren, die gängigen Sicherheitsanforderungen entsprechen, beispielsweise mit dem Kaspersky Password Generator [4][FS1] .
[1] Die Studie wurde im März 2026 vom Marktforschungszentrum von Kaspersky durchgeführt. An der Umfrage nahmen 7.200 Befragte aus 18 Ländern teil: Brasilien, China, Deutschland, Ägypten, Frankreich, Indien, Indonesien, Italien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Spanien, Südafrika, Thailand, Türkei und Vietnam.
[2] https://www.kaspersky.de/password-manager
[4] https://password.kaspersky.com/de/
Nützliche Links:
- Kaspersky Password Manager: https://www.kaspersky.de/password-manager
- Kaspersky Premium: https://kas.pr/re3t
[FS1]Das sind einzueins die Tipps aus der ersten PM zum Thema - würde ich so lassen