Mehr als ein Viertel würde externe Unterstützung bei Cybersicherheits- und Compliance-Anforderungen nutzen oder ausbauen
Compliance-Anforderungen für Unternehmen wachsen, die Umsetzung bringt jedoch praktische Herausforderungen mit sich, wie eine aktuelle Kaspersky-Umfrage unter Geschäftsführern, CEOs und Inhabern in Deutschland [1] zeigt. So würden viele Unternehmen auf externe Unterstützung setzen beziehungsweise die Zusammenarbeit mit Partnern weiter ausbauen wollen: 29 Prozent für Schwachstellenanalysen, 27 Prozent hinsichtlich relevanter Cybersicherheits- und Compliance-Anforderungen und 26 Prozentfür dieDokumentation und Nachweisführung. Als Hemmnis bei der Umsetzung von Cybersicherheits- und Compliance-Anforderungen gibt jeder Fünfte (20 Prozent) fehlendes internes Know-how, Personalressourcen sowie begrenzte finanzielle Mittel an. Für den Channel eröffnet sich damit die Möglichkeit, seine Kunden über den Verkauf einzelner Sicherheitslösungen hinaus zu begleiten – von der Einordnung der Anforderungen bis zum laufenden Sicherheitsbetrieb.
Mit NIS2 gelten für mehr Unternehmen und Branchen strengere Anforderungen an Cybersicherheit und Meldepflichten [2]; seit September 2026 greifen zudem erste Berichtspflichten des Cyber Resilience Acts für Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen [3]. Damit wächst für Unternehmen der Druck, regulatorische Vorgaben organisatorisch und technisch umzusetzen. Für den Channel ergeben sich dabei konkrete Ansatzpunkte und Umsatzpotenziale:
- Beratung und Orientierung: 27 Prozent der befragten Geschäftsführer in Deutschland können sich Beratungsleistungen durch externe Partner bei der Einordnung relevanter Cybersicherheits- und Compliance-Anforderungen vorstellen.
- Dokumentation und Nachweisführung: 26 Prozent würden hierfür externe Unterstützung erstmals oder verstärkt nutzen, etwa im Zusammenhang mit Compliance, Audits, Versicherern, Kunden oder Behörden.
- Technische Überprüfung und Umsetzung: 29 Prozent nennen Schwachstellenanalysen oder Sicherheitsüberprüfungen als Bereiche, in denen sie auf Hilfe von Experten außerhalb ihres Unternehmens setzen würden, 22 Prozent die Auswahl und Implementierung geeigneter Cybersicherheitslösungen.
Darüber hinaus ergeben sich im laufenden Sicherheitsbetrieb Ansatzpunkte für externe Dienstleistungen. 24 Prozent der Befragten würden das Monitoring öffentlich sichtbarer digitaler Angriffsflächen verstärkt durch externe Anbieter abdecken. Für 22 Prozent kommt eine Rund-um-die-Uhr-Erkennung und -Reaktion auf Bedrohungen infrage, etwa durch MXDR oder Managed Security Services. Möglichkeiten für externe Unterstützung sehen Unternehmen auch bei der langfristigen Steuerung von Cybersicherheit und Compliance: 21 Prozent der befragten Geschäftsführer würden entsprechende Hilfe bei der Entwicklung einer langfristigen Strategie nutzen oder ausbauen, 18 Prozent bei regelmäßigen, verständlichen Berichten zur Bedrohungslage für die Unternehmensleitung.
Interne Engpässe und Unsicherheit erschweren Compliance-Praxis
Bei der Umsetzung von Cybersicherheits- und Compliance-Anforderungen stoßen Unternehmen noch an praktische Grenzen. Jeweils 20 Prozent der Befragten nennen fehlendes internes Fachwissen beziehungsweise personelle Ressourcen sowie fehlende finanzielle Mittel oder zu hohe Kosten. Hinzu kommt Unsicherheit: 19 Prozent wissen nicht genau, welche Lösungen oder Dienstleistungen sie konkret bei der Einhaltung von Compliance-Anforderungen unterstützen können. 17 Prozent nennen Unklarheiten im regulatorischen Umfeld sowie zu viele oder zu komplexe Anforderungen an das Management als Hindernis. Für 15 Prozent kommen fehlende interne Dokumentation und Nachweise zu bestehenden Cybersicherheitsmaßnahmen hinzu. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen nicht nur technische Lösungen benötigen, sondern auch externe Unterstützung dabei, Anforderungen einzuordnen, Maßnahmen zu priorisieren und deren Umsetzung nachvollziehbar zu machen.
„Cyber-Compliance lässt sich nicht mit dem Kauf einzelner Sicherheitslösungen abhaken“, so Sören Kohls, Head of Channel DACH bei Kaspersky. „Unternehmen müssen ihre Maßnahmen auch regelmäßig überprüfen, dokumentieren und nachweisen können. Genau hier liegt die Chance für Systemhäuser und IT-Dienstleister: Sie können ihre Kunden langfristig begleiten – von der Identifikation regulatorischer Anforderungen über die Umsetzung geeigneter Schutzmaßnahmen bis hin zur nachvollziehbaren Dokumentation und dem kontinuierlichen Management-Reporting. Wer technische Sicherheit mit strategischer Beratung, regulatorischer Orientierung und laufenden Services verbindet, entwickelt sich vom reinen Produktlieferanten zum langfristigen Partner seiner Kunden und unterstützt sie dabei, Compliance-Prozesse nachhaltig und nachvollziehbar zu gestalten.“
Kaspersky-Pakete für Compliance-Services im Channel
Für Channel-Partner lassen sich daraus konkrete Serviceangebote entwickeln. Mit Kaspersky Compliance Essential [2] können sie Unternehmen bei Systemhärtung, Schwachstellenmanagement und Mitarbeiterschulungen unterstützen. Kaspersky Compliance Managed [4] ergänzt dieses Angebot um 24/7-Überwachung, expertenbasierte Incident Response und proaktive Sicherheitsanalysen und ermöglicht es Partnern, ihre Kunden auch im kontinuierlichen Sicherheitsbetrieb zu begleiten.
Kaspersky-Empfehlungen für den Channel bei Cyber-Compliance
- Anforderungen gemeinsam mit Kunden strukturieren: gesetzliche, vertragliche und interne Anforderungen erfassen, Verantwortlichkeiten zuordnen und daraus konkrete Maßnahmen ableiten.
- Sicherheitsmaßnahmen mit Nachweisen verbinden: Kunden dabei unterstützen, wesentliche Kontrollen so zu dokumentieren, dass Umsetzung, Überwachung und regelmäßige Prüfung nachvollziehbar sind.
- Reifegrad regelmäßig bewerten: Technische und organisatorische Lücken bei Kunden identifizieren und nach Risiken, Zuständigkeiten und Anforderungen an das Management-Reporting priorisieren.
- Nachweisführung konsolidieren: Kunden dabei unterstützen, relevante Nachweise für Audits, Versicherer, Behörden oder eigene Auftraggeber strukturiert, aktuell und nachvollziehbar bereitzuhalten.
Der vollständige Kaspersky-Report „Cyber-Compliance in DACH: Wie Unternehmen Cybersicherheit nachweisen, steuern und weiterentwickeln“ ist verfügbar unter https://kas.pr/compliance-report
[1] Censuswide befragte im Auftrag von Kaspersky im Juli 2026 insgesamt 403 Geschäftsführer, CEOs und Inhaber in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Davon entfielen 200 Interviews auf Deutschland, 100 auf Österreich und 103 auf die Schweiz. / https://kas.pr/compliance-report
[2] Europäische Kommission, NIS2-Richtlinie: https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/policies/nis2-directive
[3] Europäische Kommission, „Cyber Resilience Act – Reporting obligations“: https://digital-strategy.ec.europa.eu/en/policies/cra-reporting
[4] https://kas.pr/compliance-promo
Nützliche Links:
- Kaspersky-Report „Cyber-Compliance in DACH: Wie Unternehmen Cybersicherheit nachweisen, steuern und weiterentwickeln“: https://kas.pr/compliance-report
- Kaspersky Compliance: https://kas.pr/compliance-promo