Operation führte zu fast 1500 Festnahmen
Kaspersky hat die von INTERPOL koordinierte Operation „Serengeti III“ zur Bekämpfung von Cyberkriminalität in Afrika unterstützt. Die Operation richtete sich gegen verschiedene Formen von Cyberkriminalität, von denen sowohl Privatnutzer als auch Unternehmen betroffen sind. Im Rahmen der Zusammenarbeit stellte Kaspersky den Strafverfolgungsbehörden Bedrohungsdaten und technische Analysen des Kompetenzzentrums Kaspersky Threat Research zur Verfügung. Im Zuge des internationalen Einsatzes wurden 1.462 Verdächtige festgenommen und 105 Millionen US-Dollar sichergestellt.
Die Operation Serengeti III fand vom 29. Juni bis zum 31. August 2026 statt und war die dritte dieser Art. Ermittler aus 20 afrikanischen Ländern [1] und den Vereinigten Staaten mit Unterstützung von Partnern aus der Privatwirtschaft, darunter Kaspersky, gingen gemeinsam gegen Cyberdelikte wie Betrug, Ransomware, Online-Betrugsmaschen, Business Email Compromise (BEC) und digitale Erpressung vor. Dabei wurden fast 66.000 Betroffene identifiziert, die von den aufgedeckten cyberkriminellen Netzwerken ins Visier genommen worden waren; Finanzermittler schätzen die durch diese Aktivitäten verursachten Schäden auf rund 385 Millionen US-Dollar.
Um die Strafverfolgungsbehörden dabei zu unterstützen, Ziele zu identifizieren, kriminelle Netzwerke aufzudecken und die Ermittlungen voranzubringen, stellte Kaspersky im Vorfeld der Operation Bedrohungsdaten und technische Analysen zu den untersuchten Bedrohungen bereit. Konkret lieferten die Kaspersky-Experten Informationen zu Netzwerkinfrastrukturen, die für Botnetz- und DDoS-Angriffe genutzt wurden, und zu Phishing-Aktivitäten sowie schädlichen URLs, die auf Nutzer in Afrika abzielten.
„Cyberkriminelle Netzwerke agieren grenzüberschreitend und nutzen Technologien, um Betroffene in bislang ungekanntem Ausmaß ins Visier zu nehmen“, kommentiert Neal Jetton, Director of Cybercrime bei INTERPOL. „Die Operation Serengeti III unterstreicht eine klare Botschaft: Da Cyberkriminalität zunehmend keine Landesgrenzen mehr kennt, bleibt die internationale Zusammenarbeit eines der wirksamsten Mittel, um kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, illegal erworbene Vermögenswerte sicherzustellen und die Gesellschaft vor digitalen Bedrohungen zu schützen.“
„Cyberkriminalität kennt keine Grenzen. Deshalb kann weder ein einzelnes Land noch eine einzelne Organisation sie im Alleingang bekämpfen“, erklärt Yuliya Shlychkova, Vice President of Global Public Affairs bei Kaspersky. „Kaspersky arbeitet daher weltweit eng mit Partnern zusammen und teilt seine umfassenden Erkenntnisse über Cyberbedrohungen. Wir sind stolz darauf, regelmäßig einen Beitrag zu den von INTERPOL koordinierten Maßnahmen zu leisten und gemeinsam Jahr für Jahr weitere Erfolge im Kampf gegen Cyberkriminalität zu erzielen.“
Wichtige Ermittlungsergebnisse der Operation Serengeti III
- Uganda: Die Behörden zerschlugen zwei grenzüberschreitende Betrugsnetzwerke und nahmen 365 ausländische Staatsangehörige fest. Diese stehen im Verdacht, an ausgeklügelten Online-Investitions- und Rentenbetrugsmaschen beteiligt gewesen zu sein, die auf Betroffene in verschiedenen asiatischen Ländern abzielten.
- Angola: Ermittler legten zwei illegale Krypto-Mining-Zentren still und nahmen neun Verdächtige fest.
- Nigeria: Die Behörden nahmen einen Verdächtigen fest, der hinter einer groß angelegten Phishing- und Business-Email-Compromise-Kampagne (BEC) stehen soll. Dabei wurden Software-Zugangsdaten erbeutet und rund 2,1 Millionen E-Mail-Adressen gesammelt. Zudem wurde in Nigeria bei weiteren Ermittlungen ein internationaler Investitionsbetrug aufgedeckt, der über Messenger-Dienste beworben wurde; ein Verdächtiger wurde festgenommen.
Neben den Festnahmen und der Sicherstellung von Geldern wurden im Rahmen der Operation fast 11.000 für Cyberdelikte genutzte Netzwerke außer Gefecht gesetzt. Mehrere Ermittlungen dauern derzeit noch an. Die Behörden arbeiten daran, weitere Verdächtige zu identifizieren, illegal erworbene Gelder zurückzuverfolgen und die sichergestellten digitalen Beweismittel auszuwerten.
[1] Teilnehmende Länder: Angola, Benin, Kamerun, Kongo, Elfenbeinküste, Demokratische Republik Kongo, Eswatini, Gabun, Gambia, Ghana, Kenia, Mosambik, Nigeria, Ruanda, Senegal, Südafrika, Tansania, Uganda, Vereinigte Staaten, Sambia und Simbabwe.
Nützliche Links:
- Kaspersky Threat Research: https://www.kaspersky.com/enterprise-security/expertise-centers