Einfachere Auswertung der Kaspersky Threat Intelligence, die auf mehr als 25 Petabyte proprietärer Bedrohungsdaten basiert
Kaspersky führt mit dem jüngstenUpdate für seinThreat Intelligence Portal [1] KI-gestützte Zusammenfassungen und die Anbindung externer KI-Anwendungen über das Model Context Protocol (MCP) ein. Die Zusammenfassungen erleichtern die Auswertung der Kaspersky Threat Intelligence, die auf mehr als 25 Petabyte proprietärer Bedrohungsdaten basiert. Über MCP können externe KI-Anwendungen direkt auf das Portal zugreifen. Automatisierte Recherchen in Open-Source-Intelligence-Quellen (OSINT) liefern zudem Informationen zu potenziellen Risiken. In Kombination beschleunigen und vereinfachen die neuen Funktionen die täglichen Abläufe von SOC-Teams und Bedrohungsanalysten.
Security Operations Center (SOCs) müssen täglich eine Vielzahl von Warnmeldungen bewerten und sind häufig stark ausgelastet [2]. Zugleich fehlt Sicherheitsteams oft die Zeit und das Fachwissen, um komplexe technische Protokolle manuell einzuordnen oder eigene API-Anbindungen zu entwickeln.
Kaspersky hat deshalb neue KI-Funktionen in sein Threat-Intelligence-Portfolio integriert, um Bedrohungsanalysen zu beschleunigen und die Produktivität von Sicherheitsteams zu steigern. Das Update beschleunigt die Auswertung umfangreicher, menschenlesbarer Bedrohungsdaten und ermöglicht zugleich die Anbindung des Portals an eigene KI-Anwendungen oder Lösungen von Drittanbietern.
KI fasst umfangreiche Bedrohungsdaten zusammen
Bei laufenden Untersuchungen und Analysen zu Bedrohungen und Akteuren müssen Analysten häufig Hunderte Kompromittierungsindikatoren (Indicators of Compromise, IoCs) und lange, komplexe Berichte prüfen. Die neue KI-Funktion fasst umfangreiche, menschenlesbare Daten auf Knopfdruck übersichtlich zusammen. So müssen Analysten weniger Informationen zu jedem einzelnen Indikator manuell sichten und können schneller entscheiden, welche Hinweise eine genauere Untersuchung erfordern.
Die KI wertet verfügbare Informationen automatisch aus und macht relevante Inhalte wie IoCs und Regeln leichter erkennbar. Die Kurzzusammenfassungen erleichtern weniger erfahrenen Analysten den Einstieg in die Bedrohungsanalyse und entlasten zugleich erfahrene Fachkräfte. Für jede Zusammenfassung hat Kaspersky die zugrunde liegenden Quelldatensätze gezielt ausgewählt, sodass Analysten die Informationen schneller prüfen können und der für ihre Bewertung nötige Kontext erhalten bleibt.
KI-gestützte Zusammenfassungen und Suchfunktionen stehen darüber hinaus für IoCs zur Verfügung, die bei OSINT-Recherchen identifiziert wurden. Analysten können damit alle verfügbaren Daten zu einer abgefragten Entität untersuchen und priorisieren. Anschließend erhalten sie eine Übersicht, in der relevante Informationen hervorgehoben sind.
MCP erleichtert die Anbindung externer KI-Anwendungen
Über das Model Context Protocol (MCP) können Unternehmen eigene KI-Anwendungen oder Anwendungen von Drittanbietern nun direkt mit dem Kaspersky Threat Intelligence Portal verbinden. Im Unterschied zu herkömmlichen, starr konfigurierten APIs ermöglicht MCP KI-Modellen flexible und dynamische Abfragen. So können sie externe Bedrohungsdaten genau dann und in der Form abrufen, die sie für ihre jeweilige Aufgabe benötigen.
Die standardisierte Anbindung eröffnet Unternehmensanwendungen in Echtzeit Zugriff auf die globalen Bedrohungsinformationen von Kaspersky. Das kann automatisierte Arbeitsabläufe unterstützen und eine anpassungsfähigere Bedrohungsanalyse ermöglichen.
„Das Threat-Intelligence-Portfolio von Kaspersky ist seit Langem für seine außergewöhnliche Qualität und Abdeckung relevanter Bedrohungsdaten bekannt“, kommentiert Alexander Mazikin, Head of Threat Intelligence Product Line bei Kaspersky. „Seit fast 30 Jahren haben wir eine solide Grundlage für erstklassige Bedrohungsinformationen geschaffen und setzen umfassend KI und maschinelles Lernen ein, um Bedrohungsdaten zu erfassen und zu klassifizieren. Heute liegt unser Fokus darauf, das volle Potenzial dieser Daten für alle unsere Kunden auszuschöpfen. Der zentrale Vorteil der neuen KI-Funktionen besteht darin, die Zeit zwischen dem Eingang von Informationen und dem Verständnis dafür, wie darauf zu reagieren ist, zu verkürzen. Letztlich werden diese Funktionen die Effizienz von Investitionen in Threat Intelligence für Unternehmen maximieren, Teams langwierige komplexe Analysen ersparen und die Genauigkeit von Sicherheitsabläufen deutlich verbessern.“
Kunden können die neuen KI-Funktionen mit ihrer bestehenden Lizenz für Kaspersky Threat Lookup nutzen. Diese umfasst ein Standardkontingent an Anfragen. Organisationen mit höherem Bedarf können zusätzliche Anfragen flexibel erwerben.
Weitere Informationen zum Kaspersky Threat Intelligence Portal sind verfügbar unter https://www.kaspersky.com/enterprise-security/threat-intelligence-portal
[1] https://www.kaspersky.com/enterprise-security/threat-intelligence-portal
[2] https://www.securitymagazine.com/articles/101646-52-of-soc-teams-are-overworked-new-report-shows
Nützliche Links:
- Kaspersky Threat Intelligence Portal: https://www.kaspersky.com/enterprise-security/threat-intelligence-portal