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Warum läuft mein Computer so langsam?

Windows sollte eigentlich schnell hochfahren und Programme schnell ausführen. Doch mit der Zeit werden Computer immer langsamer – das hat verschiedene Gründe:

Die zunehmende Anzahl installierter Programme steigert mit der Zeit die Auslastung von Festplatten- und Arbeitsspeicher. Manche Programme sind auch so eingestellt, dass sie bei jedem Computerstart im Hintergrund ausgeführt werden, sodass das Hochfahren noch länger dauert. Bei einem älteren Computer sind möglicherweise die Treiber veraltet oder die Hardware kann nicht mehr mit neuerer, speicherintensiver Software mithalten. In manchen Fällen ist auch die Festplatte fragmentiert oder es sind zu viele Dateien vorhanden, die das System langsam überlasten. Wenn Ihre Festplatte nicht genug Speicherplatz bietet, können Programme nicht effizient ausgeführt werden. Auch eine Infektion durch Viren kann die Geschwindigkeit Ihres Computers beeinträchtigen.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie die Leistung Ihres Laptops steigern können. Die nötigen Schritte sind einfach durchzuführen und stellen kein großes Risiko dar. Nur für den Fall sollten Sie jedoch Ihr System sichern, bevor Sie beginnen. Erstellen Sie Backups all Ihrer Daten auf einer externen Festplatte oder in einem Cloud-Speicher; oder sichern Sie Ihr System, indem Sie unter Windows einen Wiederherstellungspunkt erstellen. Stellen Sie bei Backups am besten auch sicher, dass Sie die gesicherten Dateien lesen können.

So kann Malware Ihre Computerleistung beeinträchtigen

Viren, Spyware, Trojaner, Adware und andere Schadprogramme können die Leistung Ihres Computers deutlich reduzieren. Diese Programme können im Hintergrund ausgeführt werden und wirken sich so negativ auf die Systemgeschwindigkeit aus.

Malware kann sich sogar selbst an verschiedenen Orten installieren – deshalb lässt sie sich ohne die richtige Cybersicherheitslösung nur schwer entfernen. Und wenn sie nicht richtig entfernt wird, kommt es zu Leistungseinbrüchen bei Programmen oder zu wiederholten Abstürzen. Schließlich beansprucht Malware einen erheblichen Teil des Arbeitsspeichers und lässt nur beschränkte Ressourcen für legitime Programme übrig. So laufen wichtige Programme nur noch langsam und die Leistung Ihres Laptops lässt insgesamt nach.

Tipps, um Malware auf Ihrem Laptop zu verhindern

  • Sie sollten ein gutes Antivirenprogramm nutzen, wie z. B. Kaspersky Anti-Virus, um Infektionen Ihres Laptops zu verhindern.
  • Aktualisieren Sie regelmäßig Ihr Betriebssystem.
  • Vermeiden Sie Besuche fragwürdiger Webseiten und nicht vertrauenswürdige Downloads.
  • Achten Sie auf die E-Mail-Sicherheit: Öffnen Sie keine Nachrichten von unbekannten oder fragwürdigen Absendern und löschen Sie E-Mails umgehend, bei denen Sie Spam oder Phishing vermuten.

Weitere Möglichkeiten, die Leistung Ihres Laptops zu steigern

Steigern Sie die Bootgeschwindigkeit

Zunächst einmal müssen wir herausfinden, wo die Probleme liegen. Laden Sie hierzu die Ereignisanzeige, um sich anzusehen, welche Programme beim Hochfahren geladen werden und wie lange sie dafür brauchen. Die Ereignisanzeige ist ein integraler Bestandteil der Windows-Software. Sie können sie über das Menü „Ausführen“ (Windows-Taste + R) aufrufen. Geben Sie „eventvwr.msc“ in das Dialogfeld ein und klicken Sie auf „OK“.

Suchen Sie nach Ereignis 100. Das zeigt Ihnen die Bootgeschwindigkeit in Sekunden an. Suchen Sie dann nach Ereignis-IDs ab 101. Hier sehen Sie, welche Programme Ihren Computer verlangsamen.

Wahrscheinlich werden zumindest manche dieser Programme beim Computerstart nicht benötigt. Folgende Software muss beispielsweise nicht beim Booten geladen werden – Sie können sie einfach aufrufen, wenn Sie sie benötigen:

  • QuickTime
  • Skype
  • Google Drive (gilt nicht, wenn Sie hierüber automatische Backups durchführen)
  • Adobe Reader
  • Spotify Web Helper
  • NVIDIA-Treiber

Wenn Sie andere Problemprogramme sehen, finden Sie über Google heraus, ob es sich hierbei um essenzielle Windows-Software handelt oder ob Sie sie sicher entfernen können.

Nachdem Sie die Programme ermittelt haben, kehren Sie zum Menü „Ausführen“ zurück und geben Sie „msconfig“ in das Dialogfeld ein, um zum Tool für die Systemkonfiguration zu gelangen. Suchen Sie hier nach der Registerkarte „Start“. Deaktivieren Sie hier alle Elemente, die nicht beim Start ausgeführt werden sollen. Sie müssen jedoch vorsichtig sein: Entfernen Sie keine Programme, die der Computer benötigt, um funktionieren zu können. Wenn Sie sich bei einem Punkt nicht sicher sind, lassen sie ihn also lieber aktiviert und führen Sie in jedem Fall ein Backup auf einer externen Festplatte durch.

Starten Sie nach Deaktivieren der Programme den Computer neu und vergleichen Sie die Werte in der Ereignisanzeige mit der Zeit, die der letzte Neustart benötigt hat. Das System sollte dieses Mal merklich schneller hochfahren. Und indem Sie diese Programme entfernen, steigern Sie auch die Betriebsgeschwindigkeit, da weniger Programme auf dem Gerät ausgeführt werden.

Räumen Sie Ihren Laptop auf

Nachdem der PC jetzt schneller startet, wollen wir im Folgenden die Geschwindigkeit Ihres Laptops steigern, indem wir uns auf die Betriebsleistung konzentrieren.

Entfernen Sie hierzu zunächst Programme, die Sie nicht benötigen. Öffnen Sie die Systemsteuerung und suchen Sie nach „Programme“. Öffnen Sie dort „Programme und Funktionen“. In der angezeigten Liste finden Sie bestimmt Software, die Sie nicht benötigen. Vielleicht ein Spiel, das Sie seit einem Jahr nicht mehr angefasst haben, ein Programm zur Grafikbearbeitung, das Sie längst durch eine bessere Alternative ersetzt haben, oder Anwendungen wie Xbox und Wetter, die automatisch mit Windows installiert werden, die Sie aber möglicherweise gar nicht verwenden.

Vielleicht finden Sie auch Software, die nicht mehr nützlich ist, weil sie nicht mit der technischen Entwicklung mithalten konnte. QuickTime wird schon seit 2016 nicht mehr unter Windows unterstützt und bietet zahlreiche Schwachstellen, die es zu einem beliebten Ziel unter Hackern machen. Auch der Shockwave Player, der Adobe Flash nutzte, und Microsoft Silverlight, das früher einmal Rich Media-Webinhalte ermöglichte (als hierfür noch separate Software erforderlich war), können Sie getrost löschen: Moderne Browser unterstützen sie ohnehin nicht mehr.

Als Nächstes bereinigen wir Ihren Cache. Hierbei handelt es sich um eine Art Lagerraum für Ihren Computer. Alle Programme erstellen temporäre Dateien, während sie ausgeführt werden. Diese Dateien dienen der Software als Kurzzeitgedächtnis. Darunter finden sich temporäre Internetdateien, Miniaturansichten, Speicher-Dumps für Systemfehler, Protokolldateien und Fehlermeldungsdateien. Auch ein Upgrade Ihres Betriebssystems kann Unmengen temporärer Dateien erzeugen. Wenn Sie Ihren PC also kürzlich von Windows 7 umgestellt haben, empfiehlt es sich, die entsprechenden Dateien zu löschen.

Öffnen Sie die Einstellungen und navigieren Sie zu „System“. Klicken Sie auf „Speicher“ und anschließend auf „Temporäre Dateien“. Hier können Sie entsprechende Dateien löschen. Und wo Sie schon dabei sind: Leeren Sie doch auch gleich Ihren Papierkorb.

Sie haben wahrscheinlich Unmengen von Dateien auf Ihrem PC gespeichert, die Sie nicht mehr benötigen. Es würde ewig dauern, die gesamte Festplatte zu durchforsten, also konzentrieren wir uns auf die Dateien, mit denen Sie die Leistung am effektivsten steigern können: große Dateien.

Mit dem Explorer unter Windows ist es ganz einfach, nach großen Dateien zu suchen. Öffnen Sie den Explorer, klicken Sie in das Suchfeld und fügen Sie einen entsprechenden Filter für die Dateigröße hinzu, z. B. für Dateien über 128 MB – bei einigen Windows-Versionen können Sie auch einfach „größe:“ in das Suchfeld eingeben, um einen Filter hinzuzufügen. Sofern Sie sich bei Ihrer Suche im linken Navigationsbereich in „Computer“ (Windows 7) oder „Dieser PC“ (Windows 8/10) befinden, werden hierbei die Dateien auf dem gesamten Computer durchsucht – unabhängig davon, in welchem Verzeichnis sich diese befinden.

So räumen Sie Ihren Laptop auf

Wenn Ihr Computer aufgrund der vielen Daten auf der Festplatte und der vielen ausgeführten Programme an Leistung verloren hat, dann sollte er jetzt schon wieder schneller laufen. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten.

Optimieren und aktualisieren Sie Ihr System

Nachdem Sie nun Ihr System aufgeräumt haben, ist es Zeit, die Einstellungen zu optimieren. Beginnen Sie damit, Ihre Festplatte zu defragmentieren. Das ist ganz einfach. Öffnen Sie das Startmenü, suchen Sie nach „Defrag“ und defragmentieren bzw. optimieren Sie mit den angezeigten Optionen Ihre Festplatte. Das kann eine Weile dauern, also sollten Sie diesen Schritt am besten starten, wenn Sie ausreichend Zeit dafür haben. Sie können den Prozess beispielsweise abends starten und den PC einfach über Nacht laufen lassen.

Was genau ist Defragmentierung? Stellen Sie sich Ihre Festplatte einmal vollständig leer vor. Wenn Sie nun Dateien verwenden, bearbeiten, kopieren oder verschieben, kommt es automatisch zu Unordnung: Dateiteile bleiben zurück oder werden noch irgendwo in kleine Speicherlücken gequetscht. Durch die Defragmentierung organisiert das System die Daten um, damit sie aufgeräumt sind. Hierbei werden Lücken und Überbleibsel entfernt und was am wichtigsten ist: Alle zusammengehörigen Daten befinden sich gemeinsam an einem Ort, damit die Festplatte keine langen Wege zurücklegen muss, um stark verteilte Dateifragmente zu finden. Durch die Defragmentierung können Sie die Laptopleistung deutlich steigern.

Der nächste Schritt ist ein Update Ihrer Treiber. Hierbei handelt es sich um Dateien, die den einzelnen Computerkomponenten und Zubehörgeräten mitteilen, wie sie miteinander interagieren können. Im System finden sich also verschiedene Treiber: für die Grafikkarte, die Soundkarte, den Chipsatz, das Touchpad, die Netzwerkverbindung per LAN oder WLAN sowie für zahlreiche andere Komponenten. Dieser Schritt zur Beschleunigung von Windows ist recht aufwendig, da Sie die richtigen Treiber finden müssen, die sich jedoch an drei unterschiedlichen Orten befinden können:

  • In Windows Update
  • Auf der Webseite des Computerherstellers (z. B. Dell)
  • Auf der Webseite des Komponentenherstellers (z. B. Creative Technology oder Asus).

Hierbei sollten Sie unabhängig von der Quelle immer nach den neuesten Treibern suchen. Laden Sie den Treiber herunter. Installieren Sie ihn dann, indem Sie Windows-Taste + X drücken und auf „Geräte-Manager“ klicken. Wählen Sie das Gerät aus, das Sie aktualisieren möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Treiber aktualisieren“. Wählen Sie dann „Auf dem Computer nach Treibersoftware suchen“ aus und wählen Sie den Ordner aus, in dem sich der entsprechende Treiber befindet. Den Rest erledigt Windows.

Reinigen Sie Ihre Hardware

Entfernen Sie die Laptopabdeckung und verwenden Sie Druckluft, um das Gerät von Staub zu befreien (verwenden Sie keinen Staubsauger, da hierdurch elektrische Störungen Ihres PCs auftreten können). Sie werden sich wundern, wie viel Staub in so einen Computer passt. Der Grund für diese Reinigung ist nicht nur, dass ein sauberer Laptop natürlich deutlich eleganter aussieht. Der Staub kann Lüftungsschlitze verstopfen, Lüfter ausbremsen und Kühlkörper überdecken, sodass Ihr Computer nicht mehr ausreichend gekühlt werden kann. Das wirkt sich auf die Leistung und auch auf die Akkulebensdauer aus.

Denken Sie über ein Upgrade nach

Wenn Sie die Leistung noch weiter steigern möchten, sollten Sie folgende Upgrades in Erwägung ziehen:

  • Wenn Sie noch Windows 7 nutzen, wechseln Sie zu Windows 10. Hierdurch verringern Sie nicht nur die Bootzeiten, sondern gewährleisten auch den laufenden Schutz Ihres Systems durch Sicherheitspatches und Betriebssystemupdates.
  • Wenn Sie nur über 4 GB RAM verfügen, sollten Sie über ein Speicherupgrade nachdenken. Chrome allein erfordert schon 3 GB, wenn Sie nur ein paar Tabs öffnen – da bleibt für andere Programme nicht mehr viel übrig.
  • Ersetzen Sie wenn möglich Ihre Festplatte (HDD) durch ein SSD-Laufwerk (Solid-State Drive). Hierdurch werden die Startzeiten um ein Vielfaches reduziert und auch die Gesamtleistung nimmt deutlich zu. Darüber hinaus verbrauchen SSDs weniger Energie, wodurch sich die Akkulebensdauer verlängert.

Speichern Sie Dateien extern

Wenn Ihre Festplatte immer voller wird, können Sie die Leistung steigern, indem Sie große Dateien extern speichern.

  • Holen Sie sich hierfür ein externes Laufwerk – immer eine gute Idee, um Dateien zu sichern.

ODER

  • Melden Sie sich bei einem guten Cloud-Speicherdienst an.

Dateien, die für Ihre alltägliche Arbeit unerlässlich sind, sollten Sie auf Ihrem Laptop belassen – alles andere, wie z. B. abgeschlossene Projekte, Filme, die Sie zwar schon gesehen haben, aber behalten möchten, und andere Dateien, die Sie nicht täglich benötigen, können Sie ganz einfach extern speichern und von der Festplatte entfernen. So kann Ihr Laptop seine Ressourcen für wichtigere Dinge nutzen.

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