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Top 10 der Regeln für Internetsicherheit und häufige Online-Fehler

Ein 19-Jähriger, der sich in New Hampshire auf ein öffentliches Amt beworben hat, musste auf die harte Tour erfahren, wie wichtig die Einhaltung der Regeln für die Internetsicherheit ist. Wie Seacoast Online berichtete, gelangten seine Gegner über seine Social-Media-Beiträge an Bilder, die sexuell anzüglich waren bzw. auf Drogenmissbrauch hinwiesen. So nahm seine politische Karriere schnell ein jähes Ende. Leider ist er jedoch nicht der Einzige: Auch andere Benutzer sind durch sorglose Surfgewohnheiten Betrügern oder Identitätsdiebstahl zum Opfer gefallen oder wurden durch Online-Bekanntschaften körperlich verletzt. Immer mehr Benutzer greifen über ihre mobilen Geräte auf das Internet zu – und die Risiken entwickeln sich ebenso rasant.

Obwohl Apps in den täglichen Online-Interaktionen der meisten Benutzer eine größere Rolle spielen als traditionelle Webseiten, bedeutet das nicht, dass sich die grundlegenden Regeln der Internetsicherheit geändert haben. Hacker suchen immer noch nach persönlichen Informationen, die sie verwenden können, um an Ihre Kreditkarten- oder Kontoinformationen zu gelangen.

Unsichere Surfgewohnheiten bergen auch andere Gefahren: von peinlichen persönlichen Kommentaren oder Bildern, die – einmal online – kaum wieder zu entfernen sind, oder Bekanntschaften mit Personen, denen Sie lieber nie begegnet wären.

Im Folgenden finden Sie die Top 10 der Regeln für Internetsicherheit, mit denen Sie Probleme online wie offline vermeiden.

1. Beschränken Sie sich auf wenige, aber seriöse persönliche Informationen.

Potenzielle Arbeitgeber oder Kunden müssen weder Ihren Beziehungsstatus noch Ihre Privatadresse erfahren. Sie müssen nur Ihre Expertise und Ihren professionellen Hintergrund kennen und wissen, wie Sie mit Ihnen in Kontakt treten. Sie würden schließlich keiner fremden Person streng private Informationen mitteilen – also sollten Sie sie auch nicht mit Millionen von Online-Benutzern teilen.

2. Achten Sie auf Ihre Datenschutzeinstellungen.

Marketing-Experten wollen gern alles über Sie erfahren – ebenso wie Hacker. Beide können anhand Ihrer Surfgewohnheiten und Ihrer Social-Media-Nutzung viel über Sie herausfinden. Aber Sie können Ihre Informationen schützen. Wie Lifehacker berichtet, stehen in Webbrowsern und mobilen Betriebssystemen Einstellungen zur Verfügung, mit denen Sie Ihre Privatsphäre online schützen können. Auch große Webseiten wie Facebook bieten Einstellungen zur Steigerung der Privatsphäre. Diese Einstellungen sind manchmal (absichtlich) schwer zu finden, da Unternehmen Ihre Daten gern für Marketing-Zwecke verwenden möchten. Vergewissern Sie sich, dass die Datenschutzeinstellungen aktiviert sind, und deaktivieren Sie sie nicht.

3. Achten Sie auf Ihre Surfgewohnheiten.

Sie würden wahrscheinlich nicht durch eine gefährliche Gegend Ihrer Stadt spazieren – dann sollten Sie das auch online vermeiden. Cyberkriminelle nutzen oft dubiose Inhalte als Köder. Sie wissen, dass Benutzer manchmal nach fragwürdigen Inhalten suchen und dabei jede Vorsicht vergessen. Die Welt des Internets ist voll von versteckten Stolperfallen, die durch einen arglosen Klick Ihre persönlichen Daten offenlegen oder Ihr Gerät mit Malware infizieren. Indem Sie der Versuchung widerstehen, bieten Sie Hackern keine Angriffsfläche.

4. Nutzen Sie eine sichere Internetverbindung.

Wenn Sie an einem öffentlichen Ort im Internet surfen, z. B. über ein öffentliches WLAN, haben Sie keine Kontrolle über dessen Sicherheit, wie PCMag berichtet. Experten für Unternehmenssicherheit sprechen von „Endpoints“ – das sind die Stellen, an denen eine Verbindung zwischen privatem Netzwerk und Außenwelt besteht. Ihr anfälligster Endpoint ist die lokale Internetverbindung. Achten Sie darauf, dass die Verbindung sicher ist. Wenn Sie Zweifel haben, verschieben Sie die Eingabe persönlicher Informationen, wie z. B. Ihrer Kontonummer, auf einen späteren Zeitpunkt, zu dem Sie auf ein sicheres WLAN zugreifen können.

5. Wählen Sie Downloads vorsichtig aus.

Höchstes Ziel der Cyberkriminellen ist es, Sie dazu zu bewegen, Malware herunterzuladen, also Programme, die schädlichen Code in sich tragen oder Informationen stehlen sollen. Diese Malware kann sich z. B. als App tarnen: von einem beliebten Spiel bis hin zu einer Verkehrs- oder Wetter-App. PCWorld rät, keine Apps herunterzuladen, die verdächtig wirken oder von einer nicht vertrauenswürdigen Seite stammen.

6. Verwenden Sie starke Passwörter.

Passwörter sind eine der größten Schwachstellen in der gesamten Sicherheitsstruktur des Internets. Leider führt jedoch noch kein Weg um sie herum. Und das Problem der Passwörter wird durch die Tatsache noch weiter verschärft, dass Benutzer eher zu solchen greifen, die sie sich einfach merken können, wie z. B. „Passwort“ oder „123456“. Solche Passwörter sind nämlich auch für Cyberdiebe einfach zu erraten. Wählen Sie stattdessen starke Passwörter, die für Cyberkriminelle nur schwer zu knacken sind. Software zur Passwortverwaltung kann Sie dabei unterstützen, mehrere Passwörter zu verwalten, und sorgt dafür, dass Sie sie nicht vergessen können. Ein starkes Passwort ist einzigartig, komplex, mindestens 15 Zeichen lang und enthält Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

7. Tätigen Sie Einkäufe nur auf sicheren Seiten.

Jedes Mal, wenn Sie online etwas kaufen, müssen Sie Kreditkarten- oder Kontodaten angeben – etwas, wonach sich jeder Cyberkriminelle die Finger leckt. Geben Sie entsprechende Informationen also nur auf Seiten an, die sichere, verschlüsselte Verbindungen bieten. Wie die Boston University berichtet, können Sie sichere Seiten daran erkennen, dass die Adresse statt mit http: mit dem Präfix https: beginnt. Das „s“ steht hierbei für Secure (also „sicher“). Sichere Adressen werden auch durch ein Schloss-Symbol in der Adressleiste angezeigt.

8. Wählen Sie Ihre Beiträge vorsichtig aus.

Im Internet gibt es keine Löschen-Taste, wie der junge Kandidat in New Hampshire herausfinden musste. Jeder Kommentar, jedes Bild, das Sie online posten, bleibt möglicherweise für immer online, denn durch das Löschen des Originals (z. B. von Twitter) werden nicht die Kopien gelöscht, die andere Benutzer angelegt haben. Es gibt keine Möglichkeit, Dinge „zurückzunehmen“, die Sie lieber nicht gepostet hätten, oder peinliche Selfies von Partys zu entfernen. Stellen Sie nichts online, dass Sie nicht Ihrer Mutter oder einem potenziellen Arbeitgeber zeigen würden.

9. Seien Sie vorsichtig mit Online-Bekanntschaften.

Online-Bekanntschaften sind nicht immer die Person, für die sie sich ausgeben. Manchmal gibt es die entsprechende Person in Wahrheit gar nicht. Wie InfoWorld berichtet, stellen gefälschte Social-Media-Profile für Hacker eine beliebte Methode dar, um ein Verhältnis zu arglosen Internetbenutzern aufzubauen und sie ihres Geldes zu berauben. Deshalb sollten Sie in Ihrem Online-Sozialleben genauso vorsichtig sein wie in der realen Welt.

10. Halten Sie Ihre Antiviren-Software immer auf dem neuesten Stand.

Internet-Sicherheitssoftware kann Sie nicht vor jeder Bedrohung schützen, aber sie erkennt und entfernt die meiste Malware – aber nur, wenn das Produkt auch aktuell ist. Installieren Sie immer schnellstmöglich die neuesten Updates für Betriebssystem und genutzte Anwendungen. Sie bieten eine essenzielle Schutzebene.

Befolgen Sie diese 10 grundlegenden Regeln für Internetsicherheit, um böse Überraschungen zu vermeiden, die online nur auf unvorsichtige Benutzer lauern.

Top 10 der Regeln für Internetsicherheit und häufige Online-Fehler

Obwohl Apps in den täglichen Online-Interaktionen der meisten Benutzer eine größere Rolle spielen als traditionelle Webseiten, bedeutet das nicht, dass sich die grundlegenden Regeln der Internetsicherheit geändert haben.
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