Google zahlt 5 Dollar für biometrische Daten

25 Jul 2019

Google plant, seine neuen Pixel-4-Smartphones mit einer besonders starken Gesichtserkennungstechnologie auszustatten. Im Zuge dessen bietet Googles Pixel-Team zur Gewinnung von Trainingsdaten in den USA Passanten für die Einwilligung in einen Gesichtsscan 5 Dollar in Form von Amazon- oder Starbucks-Gutscheinen an.

Kaspersky hat bereits Anfang dieses Jahres im Rahmen einer Studie auf die Gefahren bei der Herausgabe persönlicher Informationen, Daten oder biometrischer Merkmale hingewiesen. Bedenklich: Die Hälfte (50 Prozent) der 1.000 deutschen Befragten ist sich nicht darüber im Klaren, welchen Wert ihre persönlichen Daten für Dritte haben; 29 Prozent mochte dazu keine Aussage treffen und lediglich 17 Prozent trauten sich die Aussage zu, dass sie den Wert ihrer Daten für andere einschätzen können.

Nutzer sollten – egal ob Gesichtsscan oder Passwörter – auf ihre persönlichen Daten Acht geben – beispielsweise mit den folgenden Tipps:

  • Biometrische Daten die der eigenen Identifizierung durch Fingerabdruck-Mapping, Gesichtserkennung oder Retina-Scan dienen, sollten Dritten ebenfalls nicht zugänglich gemacht werden. Biometrische Authentifizierung ist zwar praktisch, aber Datenschützer befürchten, dass solche biometrischen Sicherheitssysteme die Privatsphäre untergraben. Sorge bereitet insbesondere, dass persönliche Daten zu leicht und ohne Zustimmung gesammelt werden könnten.
  • Sorgfältiger Umgang mit Inhalten in Sozialen Medien. Alles, was hier gepostet wird, kann jetzt oder in Zukunft gravierende Folgen haben, falls es in falsche Hände gerät.
  • Passwörter nicht teilen, auch nicht unter Freunden und in der Familie. Das mag zwar unbequem sein, verringert jedoch die Betrugsgefahr.
  • Privates sollte auch im Internet privat bleiben. Dritte sollten nur bei absoluter Notwendigkeit Zugriff auf persönliche Informationen bekommen.
  • Für Speicherung und Schutz sensibler Daten nur legitime Anwendungen wie z.B. einen Passwort Manager verwenden.