Virenlexikon: Creeper – Catch me if you can!

Unschuldige Zeiten: Der Creeper-Virus war nicht nur harmlos, er teilte auch der Welt mit, dass er sich auf einem Computer eingenistet hatte. Anfang der 70er Jahre für das Betriebssystem Tenex

Unschuldige Zeiten: Der Creeper-Virus war nicht nur harmlos, er teilte auch der Welt mit, dass er sich auf einem Computer eingenistet hatte. Anfang der 70er Jahre für das Betriebssystem Tenex programmiert, konnte sich Creeper über Modems von Computer zu Computer bewegen. Dort erschien dann die Zeile: „I’M THE CREEPER, CATCH ME IF YOU CAN“.

creeper

Der Urheber wurde nie zweifelsfrei geklärt, die meisten Quellen geben Bob Thomas als Autor an. Das Ganze war nur als Experiment gedacht, doch ganz im Sinne des Zauberlehrlings, der die Geister nicht mehr los wird, die er gerufen hat, geriet Creeper außer Kontrolle und pflanzte sich munter fort. Schaden entstand dabei keiner, trotzdem setzte sich Thomas auf seinen wissenschaftlichen Hosenboden und programmierte „Reaper“. Das Programm pflanzte sich ebenfalls automatisch fort und löschte Creeper wo immer es das Virus-Programm finden konnte. Somit könnte man „Reaper“ als erstes Antivirus-Programm der Welt bezeichnen.

Im vierten Teil unsere Serie stellen wir Ihnen ELK vor, einen Virus, der von einem 15-jährigen Teenager für Apple II Computer programmiert wurde.
Alle bereits veröffentlichte Artikel unserer Serie finden Sie hier.

Wie gut kennen Sie sich mit Schadsoftware aus? Stellen Sie Ihr Wissen auf den Prüfstand und nehmen Sie an unserem Quiz teil.

Tipps

In weniger als einer Minute geknackt: (fast) jedes zweite Passwort

Wir haben unsere Studie von vor zwei Jahren über die Möglichkeit, Passwörter aus der realen Welt zu knacken, die im Darknet preisgegeben wurden, überarbeitet. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Fast jedes zweite Passwort lässt sich in weniger als einer Minute knacken, bei drei von fünf genügt weniger als eine Stunde. Wie können wir uns von unsicheren Passwörtern frei machen?