Sollten Sie Ihrem Kind ein Smartphone kaufen?

Erwägen Sie den Kauf eines Smartphones für Ihr Kind? Hier finden Sie alle Vor- und Nachteile sowie nützliche Auswahlkriterien für das passende Gerät.

Viele Kinder bekommen ihr erstes Handy, wenn sie 12 Jahre oder jünger sind. Während der Sekundärstufe besitzt die Mehrheit der Kinder bereits ein Smartphone. Gruppenzwang spielt hierbei eine wesentliche Rolle, und viele Kinder ohne Telefon fühlen sich von ihren Mitschülern ausgeschlossen. Die Entscheidung liegt jedoch bei Ihnen, den Eltern. In diesem Beitrag möchten wir näher auf die Vor- und Nachteile eines Handykaufs eingehen und Ihnen nützliche Tipps zur Auswahl eines Gadgets geben, falls Sie sich für den Kauf eines Geräts entscheiden sollten.

Niemand außer Ihnen kann sagen, ob Ihr Kind ein Telefon benötigt oder die Verantwortung für ein Telefon übernehmen kann. In jedem Fall hat der Kauf eines Smartphones für Ihr Kind Vor- und Nachteile.

Ein Smartphone für Ihr Kind: Die Nachteile

Beginnen wir mit den Nachteilen. Einerseits sind sich Experten einig, dass der übermäßige Gebrauch von elektronischen Geräten die Gesundheit und Entwicklung von Kindern beeinträchtigt. Wenn Ihr Kind seine Nächte mit einem Smartphone verbringt, kann es zu Schlafstörungen kommen, wobei Handys in dieser Hinsicht einen deutlich negativeren Einfluss haben als beispielsweise Fernseher.

Wenn sie stundenlang am Bildschirm kleben, kann dies zu Kurzsichtigkeit, schlechter Körperhaltung und sogar Atemproblemen führen. Eine weitere der vielen häufig vorkommenden Störungen bei Schulkindern ist das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung: Die ADHS Inzidenz steigt parallel zur Beliebtheit der Handys. Es gibt auch unmittelbarere Risiken: Wenn Ihr Kind auf der Straße auf das Handy starrt, begibt es sich in große Gefahr.

Wenn Ihr Kind viel Zeit am Handy verbringt, kann es sich nicht auf die Schule konzentrieren oder mit Gleichaltrigen spielen (abgesehen von Handyspielen) oder sich sozialisieren. Auch eine Standpauke seitens der Lehrer ist sehr wahrscheinlich, wenn es das Handy im Unterricht benutzt. Abschließend möchten wir noch darauf hinweisen, dass ein Smartphone nicht gerade kostengünstig ist und wie man weiß, sind Kinder nicht immer die Verantwortungsvollsten. Das teure Smartphone kann leicht kaputtgehen oder verloren gehen.

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Ein Smartphone für Ihr Kind: Die Vorteile

Wenn Sie andererseits die Zeit, die Ihr Kind mit dem Smartphone verbringt, sorgfältig begrenzen, ist dies möglicherweise nicht so schädlich – und bietet sogar einige Vorteile. Wenn Sie Ihrem Kind ein Smartphone in die Hand geben, können Sie zum einen in Kontakt bleiben, wenn Sie gerade nicht in der Nähe sind, und beruhigt sein, wenn es in der Schule ist oder an außerschulischen Aktivitäten teilnimmt.

Richtig gehandhabt, kann ein Smartphone alles andere als eine akademische Ablenkung sein und Ihrem Kind einen einfachen Zugang zu elektronischen Wörterbüchern und anderen praktischen Anwendungen ermöglichen, die bei Schulaufgaben helfen können.

Das Suchen nach Informationen im Web kann den Geist eines Kindes erweitern, und die Verwendung von mobiler Fotografie und Videos kann seine Kreativität fördern. Wenn Ihr Kind die Verwendung elektronischer Karten für die Navigation lernt, kann es sich in unbekannten Gegenden zurechtfinden. Außerdem gibt es keinen lästigen sozialen Druck: Denn wenn jeder in der Klasse ein Smartphone hat, ist ein Smartphone-loses Kind der „Außenseiter“.

Wie Sie sehen, gibt es gute Pro- und Kontra-Argumente und die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen. Selbst wenn Sie sich momentan noch dazu entscheiden Ihrem Kind kein Smartphone zu kaufen, wird die Frage in absehbarer Zukunft vermutlich erneut auftauchen. Deshalb beschäftigen wir uns jetzt mit der nächsten Frage:

Welches Handy sollte man einem Schulkind kaufen?

Früher oder später wird Ihr Kind wahrscheinlich ein Handy bekommen. Und an diesem Punkt werden Sie sich vermutlich folgende Frage stellen: Welches Handy ist angebracht? Am billigsten ist es, eines Ihrer alten Smartphones weiterzugeben. Die Wirtschaftlichkeit ist unbestreitbar: Wenn das Handy verloren geht oder fallen gelassen wird, kostet Sie dieses Telefon nichts. Es gibt jedoch auch Nachteile.

Erstens ist das Betriebssystem des Smartphones wahrscheinlich veraltet, und in vielen Fällen haben Sie keine Möglichkeit, es zu aktualisieren. Dies ist ein ernstes Problem im Hinblick auf die Sicherheit und die Kompatibilität mit Apps.

Zweitens sind die Batterien vieler alter Smartphones bereits abgenutzt und haben nicht genug Ausdauer. Sie möchten Ihrem Kind wahrscheinlich kein Handy übergeben, das bereits nach kurzer Zeit den Geist aufgibt – so viel zum Thema Beruhigung. Drittens, obwohl dies eine völlig subjektive Einschätzung ist, freuen sich nur wenige Kinder über den Anblick eines alten Geräts.

Was Sie bei der Auswahl eines Telefons für Ihr Kind beachten sollten

Lassen Sie uns über einige wichtige Funktionen sprechen, die beim Smartphone eines Kindes zu berücksichtigen sind.

Das Display ist vielleicht einer der größten Faktoren in Sachen Benutzerfreundlichkeit eines Telefons. Zumindest legen hier viele Nutzer Wert auf eine anständige Qualität – hohe Auflösung und echte Farben. Darüber hinaus kommt es auf die Größe an: Suchen Sie nach einem Modell mit einem Bildschirm von mindestens 4,5 Zoll. Ein zu kleiner Bildschirm kann zu einer Überanstrengung der Augen führen, und kleine Bildschirme sind bei heutigen Anwendungen, die hauptsächlich für größere Displays konzipiert sind, umständlich zu verwenden.

Sie müssen keine Angst vor Phablets haben, da sich Kinder schnell an den Formfaktor anpassen. Was Sie jedoch vermeiden sollten, sind trendige Displays mit abgerundeten Kanten. Sie brechen leicht und sind überraschend teuer zu ersetzen. Die Faustregel lautet: Je weniger Glas an einem Smartphone vorhanden ist, desto billiger ist eine anfallende Reparatur.

Egal, ob Sie Ihrem Kind heute oder morgen ein Smartphone anschaffen, Sie sollten defintiv nicht an einer robusten Hülle oder einem anständigen Stoßdämpfer mit abdämpfenden Kanten sparen. Kinder lassen ihre Geräte öfters fallen als Erwachsene. Ein Displayschutz kann übrigens auch nicht schaden. Erfahrungsgemäß sollte man Displayschutz und Handyhülle zur selben Zeit kaufen. Die Versuchung, Dinge online zu bestellen und ein oder zwei Wochen auf die Lieferung zu warten, ist groß, aber das nützt Ihnen nicht viel, wenn Ihr Kind den Bildschirm zerschmettert, bevor die Hülle überhaupt geliefert wurde.

Die Akkulaufzeit ist ein weiterer sehr wichtiger Punkt. Je stärker desto besser. Denn Kinder vergessen es gerne einmal, ihr Handy rechtzeitig aufzuladen.

Der dritte zu berücksichtigende Faktor ist der Speicherplatz. Hier gilt: mehr ist mehr. Denn Kinder legen deutlich weniger Wert auf die Befreiung von Speicherplatz als Erwachsene es tun. Eine zusätzliche Speicherkarte für das Telefon ist ebenfalls eine gute Investition, da man den Speicherplatz auf diese Weise ganz einfach und kostengünstig erweitern kann.

Berücksichtigen Sie darüber hinaus Ihre Prioritäten. Es kann sich lohnen, die Leistung des GPS-Moduls zu überprüfen. In den meisten Smartphones funktioniert GPS, aber einige schlecht gestaltete Modelle haben möglicherweise Probleme beim Empfang eines Satellitensignals. Wenn die Standortermittlung Ihres Kindes Ihnen sehr am Herzen liegt, können Sie Zeit und Geld sparen, indem Sie in Foren nach Benutzer-Feedback zu dem Modell suchen, das Sie in Betracht ziehen.

Je neuer die Android-Version des Telefons ist, desto besser, denn ältere Betriebssystemversionen weisen sehr wahrscheinlich mehr Sicherheitsprobleme auf. Der Kauf eines Android One-Smartphones ist eine gute Option. Erstens werden Geräte, die Teil des Android One-Programms sind, regelmäßig aktualisiert. Zweitens läuft auf diesen Smartphones die Standard-Android-Version – ohne Bloatware. Dies ist benutzerfreundlicher, sicherer und zuverlässiger.

So gelingt die Einrichtung eines Smartphones für Ihr Kind

Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihrem Kind ein Smartphone zu kaufen, empfehlen wir Ihnen, auf mögliche Sicherheitsfaktoren zu achten, bevor Sie Ihrem Kind das Gerät aushändigen.

  • Installieren Sie eine zuverlässige Kindersicherungsapp. Unabhängig von der mobilen Plattform, für die Sie sich entscheiden und den integrierten Tools des Telefons sind zusätzliche Funktionen hilfreich.
  • Installieren Sie ein starkes mobiles Antivirenprogramm Kaspersky Internet Security for Android, wenn Sie sich für ein Android-Smartphone entscheiden.
  • Richten Sie das Telefon so ein, dass Sie die Sicherheit Ihrer Kinder im Auge behalten, ohne in ihr Leben einzudringen oder ihre Freundschaften zu beeinträchtigen. Dieser Beitrag erklärt, wie.
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