Europäischer Cybersicherheitswebcast von globaler Bedeutung

Warum die Revision der NIS-Richtlinie für Cybersicherheit und Cyber-Immunität in Europa und der ganzen Welt wichtig ist.

Am 9. September 2020, um 11:00 Uhr Brüsseler Zeit, werden der Exekutivdirektor der EU-Cybersicherheitsbehörde ENISA, Juhan Lepassaar, und Kaspersky CEO Eugene Kaspersky die Hauptredner bei einem hochrangigen Webcast (dem zweiten seiner Art) sein. Als zentrales Gesprächsthema steht die europäische Cybersicherheitspolitik im Vordergrund. Hierbei soll die Richtlinie (EU) 2016/1148 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. Juli 2016 über Maßnahmen zur Gewährleistung eines hohen gemeinsamen Sicherheitsniveaus von Netz- und Informationssystemen in der Union behandelt werden, die neben dem etwas voluminösen offiziellen Titel der EU-Gesetzgebung auch als NIS-Richtlinie bekannt ist.

Obwohl der Name der Richtlinie doch recht lang ist, lässt der Name keinen Zweifel am Zweck der Gesetzgebung, die darauf abzielt, ein hohes gemeinsames Sicherheitsniveau in der gesamten Union zu schaffen. Dieses Ziel sollte man bei der Analyse der Richtlinie stets im Auge behalten. Darüber hinaus wird die Richtlinie das zentrale Thema der bevorstehenden Podiumsdiskussion zur EU-Cybersicherheitspolitik darstellen, die Kaspersky am 9. September von 11:00 bis 12:15 Uhr Brüsseler Zeit leiten wird. „Die Revision der NIS-Richtlinie – von Cybersicherheit zu Cyber-Immunität?“ ist der zweite Webcast seiner Art und Teil in einer Reihe von hochrangigen Online-Veranstaltungen für Führungskräfte aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft aus der EU und ihren Mitgliedstaaten.

Seit ihrer Verabschiedung im Jahr 2016 hat die NIS-Richtlinie die Entwicklung von Cybersicherheitskapazitäten in den EU-Mitgliedstaaten unterstützt und weiter verbessert. Die erreichten Fortschritte beziehen sich auf alle drei Kernbereiche der Richtlinie: (1) erhöhte Kapazitäten im Bereich Cybersicherheit auf nationaler Ebene, (2) verstärkte Zusammenarbeit auf EU-Ebene und (3) die Verpflichtung für nationale Betreiber wesentlicher Dienste und Anbieter digitaler Dienste in den Bereichen Risikomanagement und Meldung von Sicherheitsvorfällen.

Der Webcast soll:

  • die Teilnehmer über die Relevanz der Überprüfung und Überarbeitung der NIS-Richtlinie für eine erhöhte Cybersicherheit in Europa (und auf globaler Ebene) informieren.
  • zur Diskussion von Anforderungen, Empfehlungen und Ziele für Revisionen anregen.
  • die Relevanz von Cybersicherheit/Cyberimmunität als Grundlage für eine erfolgreiche Digitalisierung hervorheben.

„Eine ausreichende Cybersicherheit stellt die Voraussetzung für eine erfolgreiche digitale Transformation in Europa dar“, ist die Leitthese dieses Webcasts. Die beiden 10-minütigen Eröffnungsreden von ENISA Exekutivdirektor Juhan Lepassaar und Kaspersky CEO Eugene Kaspersky zu Beginn des Webcasts legen den Grundstein für die darauffolgende Podiumsdiskussion.

Außerdem nehmen weitere hochkarätige Referenten aus verschiedenen Interessengruppen und Regionen der EU teil, wie:

  • Susanne DEHMEL, Mitglied der Geschäftsleitung des deutschen Bundesverbands für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien Bitkom (Geschäftsbereich Recht & Sicherheit)
  • Corrado GIUSTOZZI, Mitglied des Computer Emergency Response Team der italienischen Agentur für Digitales CERT-AGID Italy, erfahrener Cybersicherheitsexperte und Dozent an der Sapienza Universität Rom

Im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion steht die Frage, wie ein hohes gemeinsames Niveau der Netz- und Informationssystemsicherheit in der gesamten Union erreicht werden kann. Die Überprüfung der NIS-Richtlinie ist Teil des von Präsidentin Ursula von der Leyen gesetzten politischen Hauptziels, „Europa fit für das digitale Zeitalter“ zu machen. Die rasante Digitalisierung aller Bereiche von Gesellschaft und Wirtschaft hat die Bedrohungslandschaft und Angriffsfläche erweitert. Diese neuen Herausforderungen erfordern anpassungsfähige und innovative Antworten von allen Interessengruppen. Der Webcast soll Informationen und neue Ideen aus unterschiedlichen Perspektiven vermitteln, zur Diskussion des Themas anregen und zur weiteren Überarbeitung der NIS-Richtlinie beitragen.

Der erste Webcast fand am 9. Juni statt und war mit mehr als 100 hochrangigen Teilnehmern aus der EU und den Mitgliedsstaaten ein großer Erfolg. Zu den Rednern gehörten unteranderem:

  • der deutsche Europaabgeordnete Axel Voss
  • Referatsleiter für Digitale Gesellschaft, Vertrauen und Cybersicherheit (Direktion H) der Europäischen Union Jakub Boratyński
  • Eric Bothorel, Mitglied der französischen Nationalversammlung
  • und Eugene Kaspersky.

Weitere Informationen und eine Aufzeichnung des ersten Webcasts finden Sie hier.

Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind, verwenden Sie dieses Online-Formular.  Sie erhalten einen Teilnahmelink und alle weiteren Teilnahmebedingungen für diesen Webcast.

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