Hauchen Sie Ihren alten Geräten neues Leben ein und verwenden Sie sie im Homeoffice

Schaffen Sie eine digitale Komfortzone, indem Sie alle alten Tablets, Laptops und Modems verwenden, die Sie zur Hand haben, um sicher von zu Hause aus zu arbeiten.

Im Büro bietet das Unternehmen alles, was Sie für Ihre Arbeit benötigen: leistungsstarke Computer, Internetzugang, ein Headset und eine Webcam für Videokonferenzen. Nicht alles läuft so reibungslos, wenn Sie im Homeoffice arbeiten. Natürlich stellen einige Unternehmen einen Laptop zur Verfügung oder bezahlen für Ihre Internetverbindung. Aber viele Menschen müssen ihr Homeoffice mit eigenen Ressourcen ausstatten.

Das ist viel Arbeit. Einige Familien müssen sich beispielsweise nur einen Computer zu Hause teilen, ohne jegliche Webcam, und stellen fest, dass das W-LAN- nicht einmal jedes Zimmer im Haus erreicht.

Eine Möglichkeit ist der Kauf einer Ladung neuer Ausstattung. Aber Sie können vielleicht eine beträchtliche Menge Geld sparen, wenn Sie alte Geräte stattdessen wiederverwenden. Wenn Sie noch ein paar veraltete Smartphones, einen alten Laptop oder andere digitale Geräte haben, die zwar veraltet sind, aber immer noch funktionieren, dann ist es an der Zeit, sie wieder in Betrieb zu nehmen. Wir zeigen Ihnen wie.

Computer und Laptops

Obwohl fast jeder während der Arbeitszeiten einen Computer benötigt, hat nicht jeder einen persönlichen Desktop-PC oder Laptop, den man verwenden nehmen kann. Für einige Aufgaben, wie z.B. Schularbeiten oder Textverarbeitung, können alte Geräte jedoch noch gut genug funktionieren.

Natürlich kann es sein, dass Sie ältere Geräte, die Sie wiederverwenden wollen, aufrüsten müssen, und es ist möglich, dass Sie einige unnötige Programme und Dateien entfernen und vielleicht sogar nicht funktionierende Komponenten ersetzen müssen. Trotzdem wird Sie der Kauf einer USB-Tastatur, mit der Sie sich nicht auf Ihre wählerische Laptop-Tastatur verlassen müssen, viel weniger kosten als ein neuer Laptop.

Wenn Ihr alter Computer nach der Entstaubung weiterhin langsam läuft und Probleme aufweist, empfehlen wir die Neuinstallation des Betriebssystems. Auf einem Mac können Sie die Systemwiederherstellungsfunktion verwenden. Auf einem Windows-Computer können Sie den Installations-CD verwenden (oder, falls Sie keine CD besitzen, das OS-Installationsabbild von Microsoft herunterladen). Und wenn Sie neugierig und experimentierfreudig sind, können Sie ein alternatives Betriebssystem wie Google Chromium OS ausprobieren.

Wenn Sie handwerklich begabt und etwas technisch veranlagt sind, könnten Sie auch die Hardware Ihres alten Rechners aufrüsten. Erweitern Sie zum Beispiel den RAM-Speicher auf mindestens 4 GB (viele Laptops verfügen über einen leeren Steckplatz für RAM, um solche Upgrades zu erleichtern) oder ersetzen Sie die Festplatte durch eine SSD. Nachdem Sie diese Upgrades vorgenommen haben, sollte Ihr Computer schneller laufen und in der Lage sein, ressourcenintensivere Programme zu starten. Überprüfen Sie einfach alles vorher gründlich; alle neuen Komponenten müssen mit Ihrem alten Computer kompatibel sein.

Vergessen Sie die Sicherheit nicht. Installieren Sie eine zuverlässige, moderne Sicherheitslösung wie Kaspersky Internet Security, die Windows 7 oder höher oder MacOS 10.12 Sierra oder höher unterstützt.

Zusätzlicher Monitor

Auch ein alter Monitor kann sich als nützlich erweisen. Sie können ihn als Ersatz für Ihren eingebauten Laptop-Bildschirm oder einfach als zusätzlichen Bildschirm zur Erweiterung Ihres Desktops verwenden.

Sie müssen den Monitor mit einem Kabel an Ihren Computer anschließen. Wenn die Anschlüsse an den Geräten nicht übereinstimmen, benötigen Sie einen Adapter. Da haben Sie viele Möglichkeiten. Die Einrichtung eines zweiten Bildschirms ist in der Regel einfach und ausführlich auf der Website des Betriebssystem-Entwicklers beschrieben. Hier finden Sie zum Beispiel Anleitungen für Windows 10 und MacOS.

Das Tablet als Monitor

Ein altes Tablett kann auch als zusätzlicher Bildschirm dienen. Sie müssen eine Anwendung wie iDisplay (iOS, Android) oder Duet Display (iOS, Android) auf Ihrem Tablet und Ihrem Computer installieren. Es gibt eine ganze Reihe solcher Programme, aber die kostenlosen Optionen werden wahrscheinlich viel Werbung anzeigen, nur für einen Testzeitraum funktionieren oder zu viele Berechtigungen erfordern. Außerdem bieten ältere Versionen von Android beispielsweise keine Möglichkeit, die Berechtigungen einer Anwendung einzuschränken.

Sie können das Tablet über ein USB-Kabel (für eine stabilere Verbindung) oder über W-LAN (das bei Bedarf die Neupositionierung und das Mitnehmen des Tablets erleichtert) an Ihren Computer anschließen. Achten Sie bei der Auswahl einer Anwendung darauf, ob diese die von Ihnen benötigte Verbindung unterstützt.

In einigen Fällen benötigen Sie keine zusätzlichen Apps. Wenn Sie beispielsweise ein MacBook und ein iPad haben, können Sie die integrierte Sidecar-Funktion verwenden, um Ihr Tablet in ein zweites Display zu verwandeln. Beachten Sie, dass Sie für diese Funktion ein vergleichsweise neues iPad benötigen, das iPadOS 13 unterstützt.

Internet-Konnektivität

Wenn viele Menschen in Ihrem Haushalt per Homeoffice studieren oder arbeiten, dann brauchen nicht nur einen guten W-LAN-Empfang im ganzen Haus, sondern auch in Ihrem Netzwerk. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, um Ihr Heimnetzwerk zu verbessern, und auch hier können alte Geräte Ihnen nützlich sein.

USB-Modem

Sie können ein zusätzliches USB-Modem oder einen mobilen Router verwenden, um den Internetzugang in Räumen einzurichten, die Ihr gegenwärtiges W-LAN nicht erreicht. Möglicherweise müssen Sie das Guthaben der SIM-Karte aufladen (oder eine neue Karte kaufen). Es handelt sich jedoch um einen kleinen Preis für einen zusätzlichen Zugangspunkt.

Ein altes Modem kann auch als Backup-Internetzugangspunkt dienen, was besonders nützlich ist, wenn Ihr Internetdienstanbieter Wartungsarbeiten zu einem ungünstigen Zeitpunkt durchführt oder Sie einen Stromausfall haben.

W-LAN-Router

Wenn Sie Ihren alten W-LAN-Router in einen W-LAN-Repeater umwandeln, kann er als eine Art Vermittler zwischen dem Hauptrouter und anderen Geräten fungieren. Das ist eine weitere Möglichkeit, den Internetzugang auf Räume auszudehnen, die sich ansonsten außerhalb des bestehenden Abdeckungsbereichs Ihres Hauptrouters befinden.

Die von Ihnen vorzunehmenden Schritte, um Ihr Gerät in den Repeatermodus zu versetzen, variieren von Modell zu Modell, aber Sie finden die Informationen wahrscheinlich im Benutzerhandbuch oder im Internet: Geben Sie den Namen des Routers zusammen mit den Schlüsselwörtern „Repeater“, „Wireless Bridge“ oder „WDS“ in eine Suchmaschine ein.

Smartphone als Internetzugangspunkt

Sie haben keinen Ersatzrouter herumliegen? Dann Sie können immer noch ein altes Smartphone als zusätzlichen Internetzugangspunkt verwenden (es sei denn, es ist so alt, dass es keine Hotspot-Funktion unterstützt). Dazu müssen Sie eine SIM-Karte mit einem unbegrenzten Datentarif und der Möglichkeit, andere Geräte ohne Einschränkungen anzubinden, einsetzen. Aktivieren Sie dazu „W-LAN-Hotspot“ oder „Tethering-Modus“ in den Einstellungen Ihres Telefons.

Auf einem Android-Smartphone:

  • Wischen Sie vom oberen Rand des Bildschirms nach unten
  • Drücken und halten Sie das Symbol Mobile-Hotspot, um entweder die Einstellungen für den W-Lan-Hotspot- oder den Tethering-Modus zu öffnen (es handelt sich um dasselbe)
  • Geben Sie einen Netzwerknamen und ein sicheres Passwort

Auf einem iPhone:

  • Öffnen Sie die Einstellungen
  • Wählen Sie Persönlicher Hotspot aus
  • Tippen Sie auf den Schieberegler neben „Zugriff für andere erlauben“
  • Klicken Sie auf W-Lan Passwort und geben Sie ein sicheres Passwort

Viele Smartphones können ihre Internetverbindung nicht nur über W-LAN, sondern auch über ein USB-Kabel mit anderen teilen. Um dies zu ermöglichen, müssen Sie nichts auf dem Gerät konfigurieren, aber möglicherweise müssen Sie einige Software auf Ihrem Computer installieren. Um beispielsweise eine Internetverbindung über eine USB-Verbindung mit Ihrem iPhone einzurichten, müssen Sie iTunes verwenden. Wenn Sie natürlich Apple-Geräte verwenden, dann haben Sie iTunes wahrscheinlich bereits auf Ihrem Computer installiert.

Webcam

Während der Pandemie haben viele Unternehmen Videokonferenzen genutzt, um ihre Besprechungen, Interviews und ähnliches durchzuführen. Mittlerweile liefern Standard-Laptopkameras oft eine schlechte Bildqualität, und Desktop-Computer verfügen oft nicht über eine eingebaute Kamera. Die Anschaffung einer externen Webcam kann überraschend teuer sein, aber auch hier kann man durch die Wiederverwendung alter Geräte etwas Geld sparen.

Smartphone oder Tablet

Die Kamera auf einem Smartphone oder Tablet, auch wenn sie nicht sehr neu ist, ist immer noch recht gut in der Lage, ein anständiges Bild zu erzeugen und mit ziemlicher Sicherheit besser als das, was die eingebaute Webcam Ihres Laptops leisten kann. Um ein Gerät in eine Webcam zu verwandeln, müssen Sie spezielle Apps für Ihren Computer und Ihr Mobilgerät verwenden.

Eine Reihe von Webcam-Anwendungen, teils kostenpflichtig, teils kostenlos, sind für verschiedene Kombinationen von Betriebssystemen erhältlich. Installieren Sie einfach dasselbe Programm auf Ihrem Smartphone und Ihrem Computer, schließen Sie die Geräte an dasselbe Netzwerk an und konfigurieren Sie sie bei Bedarf.

Die genauen Schritte hängen von der jeweiligen App ab. Bei der beliebten virtuellen Webcam DroidCam müssen Sie zum Beispiel die IP-Adresse angeben. Folgen Sie den Anweisungen für die von Ihnen gewählte App.

Digitale Kamera

Obwohl viele Menschen ihre alten Digitalkameras aufgegeben haben, können Sie diese, wenn Sie noch eine Digitalkamera haben, als Webcam wiederverwenden. Auch hier benötigen Sie die richtige App. Die bekanntesten sind Sparkocam für Windows und Ecamm Live für MacOS. Beide Apps sind kostenpflichtig, aber beide sind immer noch preiswerter als eine Webcam. Stellen Sie einfach sicher, dass Sie eine Anwendung wählen, die Ihre spezielle Kamera unterstützt.

Kamerahersteller haben auch versucht, dem Bedarf ihrer Kunden an qualitativ hochwertigen Videos für das Internet gerecht zu werden: Nikon und Canon entwickeln eigene Dienstprogramme, die es ermöglichen, ihre Kameras im Webcam-Modus an einen Computer anzuschließen. Die Anwendungen waren zum Zeitpunkt des Veröffentlichungsdatums des Artikels noch nicht verfügbar, aber die Firmen versprachen, sie bald zu veröffentlichen. Wenn Sie also eine Nikon- oder Canon-Kamera haben, bleiben Sie am Laufenden.

Bonus: Tablet als digitaler Fotorahmen

Wenn Sie viel Zeit zu Hause verbringen müssen, sollten Sie beachten, dass Ihr Homeoffice-Arbeitsplatz nicht nur bequem ist, sondern auch schön aussieht. Obwohl Ihr Arbeitsplatz dies wahrscheinlich nicht erfordert, können Sie ein altes Tablet verwenden, um Ihren Arbeitsbereich aufzupeppen, indem Sie es in einen digitalen Bilderrahmen verwandeln. Alles, was Sie tun müssen, ist eine Fotoapp mit einer Diashow-Funktion zu starten. Beispielsweise kann Google Photos für Android die Bilder in Ihrem Cloud-Speicher in einer Diashow in Ihrem digitalen Fotorahmen anzeigen.

Wenn Sie ein Tablet nur zum Schauen verwenden, können Sie auch entfernte Landschaften anzeigen lassen, indem Sie ein Fenster zu einem beliebigen Ort auf der Welt öffnen. Mit Live-Webcam-Feeds, die von vielen interessanten Orten aus verfügbar sind, brauchen Sie einen interessanten Feed in Ihrem Tablet-Browser einzugeben und schon können Sie regelmäßige Pausen einlegen, um berühmte Sehenswürdigkeiten zu bewundern oder Pandas im Zoo beobachten.

Ihre Digitale Komfortzone

Zurzeit hat das Online-Leben plötzlich den wohl wichtigsten Platz in unserem Leben eingenommen. Wir wissen noch nicht, wie lange die Pandemie mit all ihren Begleiterscheinungen andauern wird, aber wir können Ihnen dabei helfen, das Beste aus der aktuellen Situation zu machen.

Wenn wir Beiträge über die Schaffung und Verbesserung von Heimbüros veröffentlichen, kennzeichnen wir sie mit dem Digital Comfort Zone-Tag. Bleiben Sie am Laufenden, wenn Sie mehr über Tipps und Tricks für das Homeoffice erfahren möchten. Viele der Life-Hacks werden sich auch nach der Pandemie noch als nützlich erweisen. Wenn uns das Jahr 2020 etwas gelehrt hat, dann, dass digitalen Technologien die Zukunft sind.

 

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