Eine sichere Fahrt

Das Hacken von Autos ist derzeit ein heißes Thema. Aber es gibt gute Nachrichten: Kaspersky schützt jetzt auch vernetzte Autos.

Moderne Autos sind im Grunde genommen Computer auf Rädern. Die Anzahl elektronischer Teile in Fahrzeugen hat rasend schnell zugenommen und viele Modelle, die in den letzten drei bis fünf Jahren gebaut wurden, haben eine Menge an Kameras, Sensoren und Radaren an Bord, die mit der Hardware einhergehen, um die Signale der gesamten Ausrüsten verarbeiten und analysieren zu können. Aber das ist nur die Spitze des Eisberges: Fast alle wichtigen Bestandteile eines modernen Autos wie der Motor, die Steuerung, die Bremsen usw. werden elektronisch kontrolliert und sind mit dem Bordnetzwerk verbunden. Eine Menge dieser Autos sind außerdem mit dem Internet verbunden und viele der neuesten Modelle können sogar unter bestimmten Bedingungen selbst, ohne die Hilfe eines Fahrers, fahren.

Daher sind Autos und Computer eng miteinander verbunden. Aber es gibt zumindest einen wichtigen Unterschied: Sicherheit. Die Computersicherheitsbranche existiert mittlerweile seit über 20 Jahren, aber es gibt keine Automobil-IT-Sicherheit. Bei Autos, die so stark von Computern abhängen— mit Autos, die Computern so sehr <em>ähneln</em>— ist es normal darüber nachzudenken, dass es Malware für Autos gibt und dass Autoelektronik gehackt oder ausgenutzt werden kann. Tatsächlich kann das passieren.

Ist das Hacken eines Autos eine echte Bedrohung?

Das Hacken von Autos war vor einigen Jahren ein heißes Thema, als die Sicherheitsforscher Charlie Miller und Chris Valasek zeigten, wie sie den Jeep Cherokee ferngesteuert gehackt haben und die vollständige Kontrolle über diesen erhielten. Sie konnten ferngesteuert die Steuerung, Beschleunigung, die Bremsen und die Hauptzentrale kontrollieren. Das Ding ist, dass wenn die Hacker die Kontrolle übernehmen, die Fahrer diese verlieren.

Seitdem haben wir auch erleben dürfen, wie ein Tesla Modell S gehackt und derselbe Jeep erneut gehackt wurde — und zwar mit verschiedenen Methoden. Die Tatsache, dass Autos gehackt werden können, ist noch erschreckender wenn man an selbstfahrende Autos denkt, von denen die Automobilbranche jetzt und wahrscheinlich im nächsten Jahrzehnt völlig besessen ist.

Die Automobilelektronik ist ziemlich kompliziert mit vielen Standards, vielen firmeneigenen Elementen und einer Menge mysteriösen Teilen, die außer dem Hersteller niemand versteht. Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass auch wenn einige Bestandteile auf ihre Sicherheit getestet wurden, das Auto ein Gebilde aller dieser Teile ist und das Gesamtkonstrukt leider meistens nicht komplett bezogen auf Sicherheit untersucht wird. Das VW-Dieselgate ist das perfekte Beispiel dieser Probleme und Komplikationen.

Es wird deutlich, dass jemand derzeit dringend über IT-Sicherheit in der Automobilbranche nachdenken sollte. Jemand, der tatsächlich etwas darauf bezogen unternehmen kann.

Einen Schritt in die Welt der sicher vernetzten Autos

Kaspersky Lab ist kein Fremder in der Automobilwelt: Wir arbeiten seit 2013 mit Ferrari zusammen und haben im Jahr 2016 die Kaspersky Motorsport Division gegründet. Insofern haben wir immer aufmerksam beobachtet, was in der Automobilbranche vor sich geht und haben einen Schritt getan, um die Automobilwelt sicherer zu machen.

Heute verkünden AVL, der größte unabhängige Entwickler von Triebwerksystemen, und Kaspersky Lab eine Partnerschaft, die darauf ausgerichtet ist, vernetzte Autos sicherer und weniger anfällig für Hacker zu gestalten.

AVL stellt eine Menge verschiedener Autoteile her und Kaspersky Lab sorgt für das fehlende Teil— ein sicheres Betriebssystem, Kaspersky OS. Das Hauptziel der Partnerschaft ist es, eine Secure Communication Unit (SCU) zu entwerfen, die eine Kombination aus Software und Hardware ist, die die Kommunikation sowohl zwischen den Autoteilen als auch zwischen dem vernetzten Auto und der Infrastruktur schützt und außerdem Security-by-Design-Autosoftware möglich macht. Diese SCU (auch als Auto-Gateway bekannt) ist idealerweise eine flexible Lösung, die man leicht einbauen kann und die trotzdem eine verlässliche Sicherheit bietet und es Hackern verwehrt, mit der Autoelektronik herumzuspielen.

Die sichere Kommunikationsplattform wird diesen Herbst in Frankfurt, auf der New Mobility World –Show vorgestellt. Sie haben richtig gehört: Wir werden vernetzte Autos sicher machen.

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Mehr Sicherheit für Privatanwender

Sicherheitsunternehmen bieten intelligente Technologien – in erster Linie Kameras – an, um dein Zuhause vor Einbruch, Feuer und anderen Zwischenfällen zu schützen. Aber wie wäre es, diese Sicherheitssysteme selbst vor Eindringlingen zu schützen? Das ist eine Lücke, die wir füllen.