Home-Office, Künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger sind der Auffassung, dass Covid-19 die Digitalisierung der Arbeitswelt enorm beschleunigt. Das zeigt eine Umfrage von Kaspersky.

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Was denken die Generation Z und Millenials in Zeiten von Corona über die Arbeitswelt von morgen?

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Unzählige Menschen arbeiten plötzlich von Zuhause aus und sind auf die Funktionsfähigkeit einer digitalen und zeitgemäßen Infrastruktur angewiesen. Doch auch in „Nach-Corona-Zeiten“ werden wir wohl nicht mehr zum alten System zurückgehen – die Arbeitswelt hat sich nachhaltig verändert und wird nicht mehr diejenige sein, die wir zuvor kannten.

Eine neue Kaspersky-Studie geht dieser „Neuen Normalität“ auf den Grund und beschäftigt sich mit der Frage, wie junge Arbeitnehmer der Generation Z sowie Millenials zum Thema Home-Office und Zukunftstechnologien stehen. Denn eines scheint klar: die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in der Arbeitswelt unaufhaltsam angeschoben.

Doch wie sieht die Arbeitnehmer- und Führungsgeneration von (über-)morgen den zunehmenden Einzug von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) in den Arbeitsplatz, der laut Bertelsmann Stiftung uns in den kommenden Jahren begleiten wird?

Kaspersky hat hierfür im Januar und Februar 2021 diejenigen Menschen in Deutschland befragt, die privat und beruflich voraussichtlich am meisten mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu tun haben werden – die 16- bis 30-Jährigen, die so genannte „Generation KI“.

Von den 1.000 befragten Bundesbürgern sind über die Hälfte (55 Prozent) derjenigen, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen (insgesamt mehr als 700 Umfrageteilnehmer) generell der Auffassung, Covid-19 habe die Digitalisierung der Arbeitswelt enorm beschleunigt. Arbeitgeber seien dadurch gezwungen, Home-Office auch in Bereichen und für Positionen zu ermöglichen, in denen dies noch vor kurzem undenkbar schien.

Dabei wäre es für 48 Prozent bei der Wahl eines neuen Jobs wichtig, dass Home-Office nicht nur angeboten, sondern der heimische Arbeitsplatz vom Arbeitgeber auch mit modernster Technologie ausgestattet wird. Laut einer aktuellen Studie des IT-Anbieters Citrix geht das nicht nur der jüngeren Generation so. Die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer fordert demnach sogar ein Recht auf Home-Office und flexibles Arbeiten.

Gleichzeitig sind die befragten jungen Bundesbürger gespannt, wie Unternehmen zukünftig neue Technologie, beispielweise automatisierte Prozesse oder KI-Tools, in die Remote-Arbeitswelt einbinden werden. Knapp die Hälfte der Befragten 46 Prozent sind der Auffassung, dass KI mehr Raum für Kreativität und Kommunikation unter Menschen schafft, weil sie monotone Routine-Tätigkeiten im Job übernehmen kann. Etwa ein Drittel (35 Prozent) nutzt sogar bereits KI-Technologie oder automatisierte digitale Prozesse im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit.

 

Auch das Modell Home-Office ist sorgenbehaftet

Bei aller Flexibilität durch Heimarbeit befürchten mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent) jedoch, dass die eigene berufliche Karriere durch die Arbeit im Home-Office ins Stocken gerät. Ebenso viele (36 Prozent) haben Bedenken, die vermehrte Integration von KI-Systemen und moderner Technologie könnte in ihrer persönlichen Arbeitsumgebung zu Lasten der IT-Sicherheit gehen. Ein Viertel (24 Prozent) stimmt dem hingegen nicht zu und weitere 26 Prozent verhalten sich hinsichtlich dieser Aussage neutral. Bei den Befragten der Altersgruppe der Generation Z, also den zwischen 1994-bis-2001-Geborenen, sehen dies schon 33 Prozent kritisch. Die deutlich größten Bedenken hinsichtlich der IT-Sicherheit haben die Millenials mit 41 Prozent. Die Sorge hinsichtlich dieses Themas scheint also mit zunehmendem Lebensalter latent anzusteigen.

 

Fast die Hälfte der jungen Deutschen setzen Hoffnung in KI

Unterstützung durch Künstliche Intelligenz im Arbeitsleben erhofft sich nahezu die Hälfte der Umfrageteilnehmer. So wären 48 Prozent der Befragten sehr froh, wenn eine KI sie bei der Arbeit in Echtzeit hinsichtlich IT-Sicherheitsfragen beraten und unterstützen könnte – insbesondere, wenn es darum geht, Anhänge zu öffnen oder Links anzuklicken, die eventuell ein Sicherheitsproblem für den eigenen Arbeitgeber darstellen. Ebenfalls knapp die Hälfte der Befragten (45 Prozent) gab im Rahmen der Kaspersky-Umfrage an, dass in Anbetracht der neuen Informationslage und den damit einhergehenden technologischen Herausforderungen das eigene Bewusstsein hinsichtlich Cybersicherheitsfragen gewachsen sei. Das Geschlecht der Teilnehmer spielte hierbei keine signifikante Rolle.

 

Teilweise Bedenken hinsichtlich eigener Expertise

Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Befragten haben dennoch Sorge, ihre Fähigkeiten könnten durch die Zunahme technologischer Systeme nicht mehr ausreichen und befürchten, dass dadurch ihre berufliche Entwicklung gehemmt werden könnte. Gleichzeitig scheinen junge Menschen in Deutschland genau diesen vermehrt digitalen Kompetenzen großes Potential zuzuschreiben: Über die Hälfte (51 Prozent) der Umfrageteilnehmer ist der Meinung, dass Personen, die Kenntnisse im Bereich Automatisierung und Künstlicher Intelligenz haben, zukünftig mehr Verantwortung bekommen und Geld verdienen werden.

Die Kaspersky-Umfrage zeigt: Auch die Generation KI – also diejenigen, die beruflich wie privat am meisten mit Zukunftstechnologien wie KI zu tun haben werden – ist im Home-Office angekommen. Sie scheinen zudem einen realistischen Blick auf die Heimarbeit haben, sich auf KI und Co im Arbeitsumfeld freuen und gleichzeitig auch ein paar Bedenken hegen, insbesondere hinsichtlich der IT-Sicherheit.

Die Ergebnisse sind Teil der Studie „Arbeitsplatz der Zukunft. Wie die Unter-31-jährigen ihre Rolle in einer von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz auskleideten Arbeitswelt sehen“, die demnächst von Kaspersky veröffentlicht wird.

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