Liebe tut weh. Auch auf Unternehmensebene

Business

Die meisten Arbeitsgeräte, egal ob Computer oder Smartphone, werden selten nur für die Arbeit verwendet. Auf den Geräten finden Spiele, Messenger und sogar Dating-Apps Platz. Viele moderne Unternehmen bevorzugen es sogar, ein Auge zuzudrücken, wenn es um die Hobbys ihrer Angestellten geht; aber gerade bei Dating-Apps ist es nicht die Produktivität der Mitarbeiter, die am meisten gefährdet ist. Wir haben eine Studie durchgeführt, um die Gefahren zu identifizieren, denen Unternehmen durch Online-Dating-Apps ausgesetzt sind.

Dating am Arbeitsplatz

Mehr als die Hälfte (51 %) der Nutzer von Dating- Webseiten und Apps, loggen sich über ihre Arbeitsgeräte ein. Darüber hinaus speichern 38 % der Befragten Geschäftskorrespondenzen und 33 % Arbeitsdokumente auf den fraglichen Geräten. Und genau diese Informationen könnten für potenzielle Konkurrenten oder Cyberkriminelle von großem Interesse sein.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, kommt hinzu, dass Nutzer von Dating-Diensten relativ offen mit ihren Daten umgehen: oftmals können (oder möchten) sie nicht verbergen wo sie arbeiten und welche Aufgaben sie an ihrem Arbeitsplatz ausführen. Häufig wird absichtlich mit derartigen Informationen geworben, um einen potenziellen Partner zu beeindrucken. Etwa 20 % geben sich selbst als mittlere Führungskräfte, 19 % als hoch qualifizierte Arbeitskräfte (Wissenschaftler, Ingenieure) und 11 % als leitende Manager und Unternehmensinhaber aus. Durch derartige Informationen wird Kriminellen die Suche nach möglichen Opfern ungemein erleichtert.

Der neue Honeypot

70 % aller männlichen Nutzer klicken auf Links, die sie über private Nachrichten von attraktiven Frauen erhalten. Wo genau die Links hinführen, ist meist unklar; auch Phishing-Seiten sind hier nicht ausgeschlossen. Ideal für eine zielgerichtete Attacke, oder etwa nicht? Zuerst gewinnen Sie das Vertrauen einer Person, flirten ein bisschen mit ihr und lassen ihr dann einen Link zu einem „Online-Fotoalbum“ zukommen.

Ein weiterer Risikofaktor? Mobile Dating-Apps sind voll von Schwachstellen. Wie unsere Antiviren-Experten gezeigt haben, werden persönliche Daten von den beliebtesten Apps nicht geschützt. Einige verraten den Standort des Nutzers, andere verlinken auf Social-Media-Accounts. Wieder andere erlauben Eindringlingen sogar, persönliche Daten abzufangen und auf das Konto einer anderen Person zuzugreifen.

 So bleiben Sie geschützt

Natürlich gibt es auch hier wie so oft keine goldene Regel. Was wir allerdings mit Sicherheit sagen können ist, dass auch Verbote nicht 100%ig wirksam sind. Sie drängen Mitarbeiter lediglich dazu, einen Weg zu finden, diese zu umgehen. Wir sind uns jedoch absolut sicher, dass die Cybersicherheit an oberster Stelle stehen muss. Angestellte müssen über die jüngsten Online-Bedrohungen unterrichtet werden. Und an dieser Stelle kommt Kaspersky Security Awareness mit ins Spiel: unser maßgeschneidertes Programm bietet Schulungen, interaktive Spiele und Schulungskurse, die darauf abgezielt sind, die Sichtweise der Mitarbeiter hinsichtlich der Cybersicherheit zu ändern. Sie sollen dazu fähig sein, sich selbst vor Cyberbedrohungen schützen zu können.

An dieser Stelle möchten wir Sie auch noch einmal daran erinnern, dass eine gute Sicherheitslösung ein absolutes Muss ist. Dazu gehört auch eine Lösung für mobile Geräte. Unsere Multiplattform-Lösungen für Informationssysteme von Unternehmen umfassen Kaspersky Security for Mobile, das einen mehrstufigen Schutz für die Geräte der Mitarbeiter bietet.