75 Prozent kommunizieren über Messenger-Dienste, 31 Prozent führen regelmäßig Videoanrufe
- 22 Prozent nutzen gemeinsame Streaming-Konten; 25 Prozent teilen Posts und Memes
Familien bleiben heute nicht nur per Chat und Video verbunden, sondern verlagern auch gemeinsame Freizeit zunehmend in digitale Kanäle. So schauen laut aktuellerKaspersky-Umfrage [1] in Deutschland 51 Prozent gemeinsam Filme und Serien und 14 Prozent spielen zusammen Online-Spiele. Nur10 Prozent haben gar keinen digitalen Kontakt zu Familienmitgliedern. Während digitale Technologien das Familienleben in Deutschland überwiegend komfortabler und flexibler gestalten, warnen die Kaspersky-Experten gleichzeitig vor den damit möglichen, einhergehenden Cyberrisiken wie beispielsweise Phishing und mahnen Sicherheitsmaßnahmen an.
Kommunikation im digitalen Raum gehört längst zum Alltag. Videoanrufe und Sofortnachrichten halten Familien auch über Entfernungen hinweg verbunden; auch Freizeitaktivitäten finden zunehmend online statt. Die aktuelle Umfrage von Kaspersky beleuchtet typische Muster des Familienlebens im digitalen Zeitalter – und welche Cyberbedrohungen hinter scheinbar privaten Bildschirm-Interaktionen lauern können.
Für den regelmäßigen Austausch setzen Familien in Deutschland vor allem auf WhatsApp, Telegram, Signal, Viber und andere Messenger-Apps. 75 Prozent der Befragten kommunizieren mit Familienmitgliedern über Messenger. Videoanrufe sind als Kontaktkanal weniger verbreitet – 31 Prozent nutzen sie regelmäßig. Auch das Teilen von Beiträgen und Memes über soziale Netzwerke und Messenger ist in vielen Familien etabliert (25 Prozent).
Familienkonten: Komfort oder Risiko?
Auch in der Freizeit spielt Digitalisierung eine große Rolle: In Deutschland schauen 51 Prozent der Familien gemeinsam Filme und Serien, 22 Prozent nutzen dafür gemeinsame Streaming-Konten. Online-Spiele sind als Familienzeit weniger verbreitet – nur 14 Prozent der Befragten spielen zusammen.
Das Teilen von Streaming-Abonnements oder Spielekonten wirkt oft praktisch und kostensparend – erhöht aber das Risiko für Datenschutz und Informationssicherheit, vor allem, wenn mehrere Personen dieselben Zugangsdaten verwenden. Wird das Gerät eines Familienmitglieds kompromittiert, kann dies den Zugriff auf das gesamte Konto ermöglichen.
„Wenn das Familienleben immer stärker online stattfindet, entstehen neue Möglichkeiten, in Kontakt zu bleiben und gemeinsam Erinnerungen zu schaffen. Gleichzeitig wachsen jedoch auch Risiken wie Betrug und Cyberangriffe“, sagt Marina Titova, Vice President Consumer Business bei Kaspersky. „Besonders Kinder und ältere Angehörige sind gefährdet – umso wichtiger ist es, auch online füreinander da zu sein. Der Schutz der digitalen Privatsphäre und der Einsatz von Cybersicherheitsmaßnahmen sind ein wichtiger Beitrag, um die eigenen Angehörigen auch digital zu schützen.“
Digitales Familienleben im internationalen Vergleich
International zeigt die Umfrage ein ähnliches Bild: 97 Prozent der Befragten weltweit stehen digital mit Familienmitgliedern in Kontakt. 86 Prozent kommunizieren über Messenger-Dienste, 58 Prozent führen regelmäßig Videoanrufe; 44 Prozent nutzen gemeinsame Streaming-Konten und 53 Prozent teilen Posts und Memes.
Auch gemeinsame Freizeit findet international häufig online statt: 70 Prozent schauen gemeinsam Filme und Serien, 35 Prozent spielen zusammen Online-Spiele; drei Prozent geben an, keinen digitalen Kontakt zu Familienmitgliedern zu haben. Unter den 18- bis 34-Jährigen steigt der Anteil gemeinsamer Online-Spiele international auf 45 Prozent.
Bei den Altersgruppen sind Messenger besonders bei den 35- bis 54-Jährigen verbreitet (89 Prozent), während das Teilen von Posts und Memes vor allem bei den 18- bis 34-Jährigen häufig ist (58 Prozent); Befragte ab 55 Jahren nutzen Messenger zu 85 Prozent und teilen Inhalte zu 42 Prozent. Gerade weil ältere Angehörige zwar häufig online sind, aber nicht immer ausreichend auf Betrugsmaschen vorbereitet, ist Aufklärung im Familienumfeld entscheidend [2]. Zudem gilt: Auch erfahrene Nutzer sind in Messengern nicht automatisch sicher – Phishing-Nachrichten und Social-Engineering-Angriffe laufen heute oft über private Kommunikationskanäle.
Kaspersky-Tipps für mehr Sicherheit in der digitalen Familienkommunikation
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, wo immer dies möglich ist.
- Für jedes Konto ein eigenes, komplexes Passwort verwenden und Passwörter nicht mehrfach verwenden oder teilen – auch nicht innerhalb der Familie.
- Gemeinsame Streaming- oder Spielekonten nach Möglichkeit über separate Profile und getrennte Zugänge nutzen und keine Zugangsdaten weitergeben.
- Bei unerwarteten Links oder Anhängen in Messengern und sozialen Netzwerken skeptisch bleiben und Absenderangaben kritisch prüfen.
- Eine zuverlässige Sicherheitssoftware wie Kaspersky Premium [3] einsetzen, die Phishing-Seiten blockiert und vor schädlichen Links und Anhängen schützt.
- Einen Passwortmanager wie Kaspersky Password Manager [4] nutzen, um Passwörter sicher zu erstellen, zu speichern und zu verwalten.
[1] Die Studie wurde von Kasperskys Marktforschungsabteilung im November 2025 durchgeführt. 3.000 Befragte aus 15 Ländern (Argentinien, Chile, China, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Malaysia, Mexiko, Saudi-Arabien, Südafrika, Spanien, Türkei, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Arabische Emirate) nahmen an der Umfrage teil; 200 stammten aus Deutschland.
[4] https://www.kaspersky.de/password-manager
Nützliche Links:
- Kaspersky-Kurs Cyberhygiene: https://kas.pr/4jv1
- Kaspersky Premium: https://kas.pr/re3t
- Kaspersky Password Manager:https://www.kaspersky.de/password-manager