Zum Hauptinhalt springen

CoinVault-Erpressersoftware auch im deutschsprachigen Raum aktiv

14. April 2015

Kaspersky Lab und die niederländische Polizei unterstützen Opfer von „CoinVault“ bei der Datenentschlüsselung

Die Erpressersoftware (Ransomware) „CoinVault“ [1] ist auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Umlauf. Opfer können ab sofort darauf hoffen, ihre Daten wieder zu erhalten, ohne dafür Geld an die Cyberkriminellen bezahlen zu müssen. Kaspersky Lab veröffentlicht zusammen mit der National High Tech Crime Unit (NHTCU) der niederländischen Polizei die Webseitehttps://noransom.kaspersky.com, auf der neben einem Schritt-für-Schritt-Leitfaden auch ein Entschlüsselungswerkzeug sowie ein speziell entwickeltes Entschlüsselungsprogramm zur Verfügung stehen.

Die Erpressersoftware CoinVault verschlüsselt Dateien der Opfer und verlangt für die Entschlüsselung eine bestimmte Bitcoin-Summe. Niederländische Behörden kamen in den Besitz einer Datenbank der von CoinVault genutzten Command-and-Control-Server (C&C-Server) und erhielten so Informationen über Initialisierungsvektoren Schlüssel sowie private Bitcoin-Wallets. So konnten Kaspersky Lab und die NHTCU ein spezielles Depot der Verschlüsselungsschlüssel anlegen. Da die Untersuchungen andauern, werden dort kontinuierlich neue verfügbare Schlüssel hinzugefügt.

CoinVault hat mehr als 1.000 Windows-basierte Rechner in mehr als 20 Ländern infiziert. Die meisten Opfer stammen aus Deutschland sowie den Niederlanden, den USA, Frankreich und Großbritannien. Es wurden auch Opfer in Österreich und der Schweiz registriert.

„Wird man von der Erpressersoftware CoinVault infiziert, empfehlen wir im ersten Schritt unsere Seite noransom.kaspersky.com. Wir haben dort eine große Anzahl an Schlüsseln hochgeladen. Auch wenn wir von einem bestimmten Bitcoin-Wallet noch keine Aufzeichnung haben, sollten CoinVault-Opfer die Seite auch noch in naher Zukunft besuchen, denn wir werden diese zusammen mit der niederländischen Polizei ständig aktualisieren“, sagt Jornt van der Wiel, Security Researcher beim Global Research and Analysis Team von Kaspersky Lab.

„Nach Meinung vieler erfordert der Kampf gegen Cyberkriminalität heutzutage privat-öffentliche Partnerschaften – was wir auch in die Tat umsetzen“, so Marijn Schuurbiers, Mitglied des High Tech Crime Team der niederländischen Polizei. „Man muss sich mit Partnern unterhalten und erörtern, wie man zusammen ein bestimmtes Ziel erreichen kann.“

Kaspersky-Seite: Anleitung, Entschlüsselung und Entfernungs-Tool

Die Experten von Kaspersky Lab haben darüber hinaus die Malware-Samples untersucht und ein Entschlüsselungs-Tool entwickelt, das betroffene Dateien wieder entsperren und das CoinVault-Schadprogramm von infizierten Computern entfernen kann.

Ist ein PC mit CoinVault infiziert, erscheint ein bestimmtes Motiv auf dem Bildschirm [2], auf dem Nutzer zur Zahlung für die Entsperrung aufgefordert werden. Die Opfer können auf dem gezeigten Bild die entsprechende Bitcoin-Wallet-Adresse sowie ihre verschlüsselte Dateiliste einsehen. Diese Informationen sollten Opfer sichern und im Anschluss die Seite https://noransom.kaspersky.com/ besuchen. Dort können Nutzer prüfen, ob ein Schlüssel für die gesperrten Daten existiert. Zudem wird auf der Seite das von Kaspersky Lab entwickelte Entschlüsselungsprogramm sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung in englischer Sprache angeboten.

Grundsätzlich sollten Nutzer eine Antivirensoftware wie Kaspersky Internet Security aktuell halten und regelmäßige Backups der wichtigsten Dateien erstellen, um sich vor Erpressersoftware zu schützen.
Kaspersky Lab entdeckt die Malware-Familie unter dem Namen „Trojan-Ransom.Win32.Crypmodadv.cj“.

[1] https://securelist.com/blog/69595/challenging-coinvault-its-time-to-free-those-files/ und https://securelist.com/blog/virus-watch/67699/a-nightmare-on-malware-street/
[2] siehe http://newsroom.kaspersky.eu/fileadmin/user_upload/de/Images/People/Kaspersky_picture_coinvault.jpg

Nützliche Links:

CoinVault-Erpressersoftware auch im deutschsprachigen Raum aktiv

Kaspersky Lab und die niederländische Polizei unterstützen Opfer von „CoinVault“ bei der Datenentschlüsselung
Kaspersky logo

Über Kaspersky

Kaspersky ist ein global agierendes Unternehmen, das im Jahr 1997 gegründet wurde und Lösungen für die Cybersicherheit und den Schutz der Privatsphäre im Internet anbietet. Kaspersky revolutioniert die Branche mit seinem Sicherheitsansatz auf Basis des Prinzips der Cyberimmunität und schützt Verbraucher, Unternehmen, kritische Infrastrukturen und Behörden vor Cyberbedrohungen, mit bis heute über einer Milliarde geschützter Geräte.

Kaspersky sorgt für Cybersecurity True to Business und konzentriert sich auf die Bereitstellung klarer Ergebnisse, den Schutz des Umsatzes, Reduzierung der Arbeitsbelastung und Vermeidung von Ausfallzeiten. Kasperskys umfassendes Know-how im Bereich Threat Intelligence und Sicherheit fließt ständig in innovative Lösungen und Dienste für Unternehmen jeder Größe ein, von kleinen bis hin zu Großunternehmen, die bewährte KI-gesteuerte Schutztechnologien mit einfacher Verwaltung und fachkundigem Support kombinieren.

Kaspersky wurde in unabhängigen Tests ausgezeichnet und wird von Millionen von Menschen weltweit sowie fast 200.000 Unternehmen als vertrauenswürdig eingestuft. Kaspersky hilft dabei, Bedrohungen früher zu erkennen, schneller zu reagieren und mit größerer Sicherheit und Freiheit zu arbeiten, und schützt so, was für unsere Kunden am wichtigsten ist. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kaspersky.de.

Verwandter Artikel Pressemitteilungen