11. Juni 2019

Ein Viertel der Millennials befürchtet, ihre Eltern könnten Opfer von Online-Betrügern werden – wollen aber ungern helfen

Kaspersky-Umfrage zeigt negative Auswirkungen der häufigen Bitte „Kannst Du mal kurz…“ auf das Familienleben

Technologie hat die Lebensweise der Menschen verändert und erfordert neue Fähigkeiten, die nicht ausreichend informierte – häufig ältere – Menschen überfordern können. Dies führt dazu, dass immer öfter jüngere, mit technologischen Innovationen vertraute, Familienmitglieder für einen kostenlosen IT-Support zu Rate gezogen werden. So geben 63 Prozent der deutschen Millenials an, oft nach IT-Support gefragt zu werden. Eine neue Umfrage [1] von Kaspersky kommt darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass 19 Prozent der befragten Altersgruppe deshalb Familienmitglieder meiden, die ihrer Auffassung wahrscheinlich um technische Hilfe bitten könnten. Fast jeder Zehnte (8 Prozent) würde sogar lieber einen Dienstleister bezahlen, als selbst Hand anlegen zu müssen.

Ausgerechnet die Generation, die gerade mit Zukunfts- und Familienplanung beschäftigt ist, hört von älteren Familienmitgliedern zunehmend Sätze wie „Kannst du mal kurz... mein Telefon reparieren" oder „Kannst du mal schnell... den Internet-Router zurücksetzen". Dies hat dazu geführt, dass jeder Siebte befürchtet, seine Eltern könnten im Internet Opfer von Betrügern werden, wenn sie selbst nicht in der Nähe sind, um zu helfen. Fast die Hälfte (63 Prozent) der Befragten fühlt sich gar verpflichtet, älteren Verwandten technischen On-Demand-Support zu bieten.

Mangelndes Wissen macht abhängig und ängstlich

„Auch wenn die Absicht der älteren Generation, sich auch ohne externe Unterstützung vor digitalen Kompromittierungen zu schützen, vorhanden sein mag, ist die hierfür nötige Wissensbasis häufig einfach nicht gegeben“, betont Milos Hrncar, General Manager DACH bei Kaspersky. „Weil es sich hierbei um ein Themengebiet handelt, mit dem die Mehrheit dieser Altersgruppe nicht ausreichend vertraut ist und in den Medien viel Angst geschürt wird, ziehen sie jemanden zurate, dem sie vertrauen. Während viele Millennials die ständigen Anfragen älterer Familienmitglieder nach dem Motto „Kannst Du mal kurz…“ als frustrierend empfinden, fühlen sich die meisten dennoch verpflichtet, weiterhin technische Unterstützung zu leisten. Um daraus potenziell entstehende Konflikte zu vermeiden, ist jedoch eine längerfristige Lösung erforderlich.“

Die zunehmende Abhängigkeit der älteren Generation vom Tech-Support bereits zeitlich angespannter Millennials wirkt sich sogar auf Familienbeziehungen und das Schenkverhalten aus. Fast ein Drittel (30 Prozent) der Umfrageteilnehmer vermeidet es bewusst, älteren Familienmitgliedern technische Geschenke zu machen. Denn ihnen ist bewusst, dass sie für die Einrichtung des jeweiligen Geräts zuständig sein werden.

„Der dramatische Anstieg der Technologie in unseren Autos, Büros und im sozialen Umfeld ist eine große Herausforderung für alle Generationen. Um maximal von den Entwicklungen profitieren zu können, ist ständiges Lernen erforderlich. Menschen in der zweiten Lebenshälfte können diese Veränderungen aber auch überfordern und Ängste schüren, getäuscht, bloßgestellt oder ins Visier genommen zu werden. Oft sind es dann Millennials, die zu als eine Art Technologiehelden zu Hilfe eilen“, ergänzt die Psychotherapeutin Kathleen Saxton.


Der vollständige Bericht „Kannst Du mal kurz…“ kann unter https://box.kaspersky.com/d/f21b76fbd979438eae00/ abgerufen werden. Kaspersky hat darüber hinaus eine Reihe von Leitfäden entwickelt, um die ältere Generation zu stärken und technologisch selbständiger werden zu lassen. Diese sind verfügbar unter https://box.kaspersky.com/d/e0d8d6a8a79a4c34b8c8/.

 

[1] https://box.kaspersky.com/d/f21b76fbd979438eae00/ / Im Auftrag von Kaspersky führte das Meinungsforschungsinstitut Arlington Research eine Online-Umfrage unter 11.000 Verbrauchern durch. Die Teilnehmer stammen aus 13 verschiedenen Ländern, darunter Österreich, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Japan, Niederlande, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweiz, Großbritannien und die USA. Befragt wurden Erwachsene ab 17 Jahren, die hinsichtlich Geschlecht, Alter und Region repräsentativ für die jeweils nationale Quotenverteilung zur Auswahl kamen. Teilnahmebedingung war ein funktionierender Online-Zugang.

Nützliche Links:

Kaspersky-Studie : „Kannst Du mal kurz…“: https://box.kaspersky.com/d/f21b76fbd979438eae00/

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