Akrotiri: Entschlüsselung der Geheimnisse vergangener Zeiten

13 Jun 2016

Sie mögen sich an unseren Slogan erinnern — es geht darum, die Welt zu retten, mit Worten und Taten. Aber die Welt zu retten, ist eine komplizierte Aufgabe — niemand hat es bis jetzt geschafft — ganz zu schweigen davon, einen Plan zu entwickeln, um der Welt zu zeigen, wie man sicher bleibt. Darum liegt ein Teil unseres andauernden Trainings zur Rettung der Welt darin, uns mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen — und von den Fehlern unserer Vorfahren zu lernen.

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Unsere Urahnen zum Beispiel verpassten es, ein kleines Stück unserer Welt auf der Insel Santorin zu retten — und keiner weiß, was wirklich dort geschah. Kaspersky Lab beschloss, den Geheimnissen der minoischen Periode nachzugehen und investierte in eine archäologische Ausgrabung in der Nähe von Akrotiri.

Geschichtlicher Hintergrund

Seit der Antike haben Menschen auf Thera (Santorin, heute Griechenland) gelebt. Der erste Nachweis für menschliches Leben in Akrotiri reicht zurück bis ins fünfte Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Mit der Zeit wuchs das kleine Fischer- und Bauerndorf und entwickelte sich zu einer wichtigen Siedlung. Menschen lebten dort über 500 Jahre.

Neben den Menschen gab es jedoch auf Thera auch einen Vulkan. Im zweiten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung begrub ein gewaltiger Ausbruch die Siedlung unter Schichten von Vulkanasche, wodurch sie wiederum für heutige Archäologen erhalten ist.

Mit freundlicher Genehmigung des Archivs der Ausgrabungsstätte in Akrotiri, Thera

Warum ist das Dorf so besonders?

Die Thera-Siedlung wird mit den Minoern assoziiert, eine aus archäologischer Sicht extrem interessante und wichtige Zivilisation. In der minoischen Periode verwendeten die Menschen eine Reihe an Technologien, die nach mehreren Jahrhunderten neu erfunden werden mussten.

Neben der fortgeschrittenen Technologie, sind in Akrotiri dank der dicken Ascheschichten auch Fresken, Töpfereien und Möbelstücke ausgesprochen gut erhalten.

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Mit freundlicher Genehmigung des Archivs der Ausgrabungsstätte in Akrotiri, Thera

Außerdem verfügte die Siedlung über eine Anzahl von ungewöhnlichen und fortschrittlichen technischen Lösungen, wie ein fortschrittliches Entwässerungssystem und dreistöckige Gebäude. Sie hatten sogar Leitungen im zweiten Stock — etwas, das es selbst in modernen Zeiten nicht überall gibt!

Die Siedler von Akrotiri erstellten Träger, die im besonderen Interesse der Wissenschaftler liegen sollten — ihre Dachstühle hielten Erdbeben stand. Dadurch wissen wir, dass die Einwohner Akrotiris durchdachte und fortschrittliche Vorkehrungen trafen, um sich für Vulkanausbrüche zu wappnen. Darüber hinaus, den Ergebnissen der Ausgrabungen nach zu urteilen, bauten sie ihre Stadt mehrmals auf.

Stadt ohne Namen

Santorin birgt viele Geheimnisse, die noch ergründet werden müssen. Tatsächlich weiß niemand, was der wirkliche Name der Siedlung war; kein Wegweiser überlebte. Akrotiri ist der Name des heutigen Dorfs in der Nähe der Ausgrabungsstätte.

Mit freundlicher Genehmigung des Archivs der Ausgrabungsstätte in Akrotiri, Thera

Eine andere interessante Tatsache ist, dass Ausgräber keine Opfer des Vulkanausbruchs finden konnten. Es scheint, dass vor dem Ausbruch ein Erdbeben stattfand, und die Menschen genug Zeit zur Flucht hatten — obwohl keiner weiß, wie weit sie kamen. Ein Tsunami traf die nächstgelegenen Inseln (einschließlich Kreta).

Anhand von Akrotiri können Wissenschaftler mehr darüber erfahren, wie einstige Völker Naturkatastrophen gegenübertraten. Leider wird diese historische Stätte ohne die notwendigen Restaurationsarbeiten verlorengehen. Wir haben in das Akrotiri-Projekt investiert, da Kaspersky Lab seit jeher auf Archäologie höchsten Wert legt: die Ausgrabung einstiger Zivilisationen ist der Spurensuche in komplizierten Quelltexten, um cyberkriminellen Machenschaften auf den Grund zu gehen, durchaus ähnlich.

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Mit freundlicher Genehmigung des Archivs der Ausgrabungsstätte in Akrotiri, Thera

Wie Sie wissen, entwickelt sich die Gefahrenlandschaft jeden Tag weiter — hey, wir sind noch immer Kaspersky Lab, also ist Cybersicherheit unsere erste Priorität — und heutzutage haben wir es mit neuen Gefahren zu tun, die anders als die vergangener Zivilisationen sind. Regierungen wissen, wie Menschen vor Naturkatastrophen evakuiert werden müssen, und Wissenschaftler sagen Vulkanausbrüche voraus, aber die Menschheit hat viele andere Methoden entwickelt, um sich selbst und andere zu zerstören.

Vergangene Schätze zu bewahren macht einen wichtigen Teil der Vorsorge für unsere Zukunft aus, und Kaspersky Lab ist stolz, die Arbeit an dieser großartigen Aufgabe zu unterstützen — zum Beispiel, indem wir Wege finden, um Menschen vor Katastrophen kybernetischer Art zu schützen.