Schauen Sie die EM 2016? Auch Cyberkriminelle sind mit von der Partie!

Sicherheit beim Schauen der EM 2016.

Ab dem 10. Juni werden viele Leute die Fußball-Europameisterschaft 2016 einschalten und versuchen, so viele Informationen wie möglich zu konsumieren. Wie viele große Sportereignisse, wie die Weltmeisterschaft oder die Olympischen Spiele, ist die EM 2016 nicht nur unter Zuschauern und Fans, sondern auch unter Cyberkriminellen beliebt.

Kriminelle wissen, dass Leidenschaft Menschen dazu bringen kann, unüberlegt aus der Begeisterung heraus zu handeln. Selbst rationale Menschen haben schon ihren gesunden Menschenverstand vergessen, wenn sie Zugriff auf Ereignisse oder teilnehmende Teams erhalten wollten.

Was also können Sie tun, um kein Opfer eines Betrugs zu werden und friedlich Fußball zu genießen? Zunächst einmal sollten Sie immer vorsichtig mit Dingen im Internet sein; Betrüger liegen auf der Lauer, besonders bei großen Sportereignissen. Sie können auch die fünf unten genannten Tipps befolgen.

Streamen Sie sicher

Beobachter des Spiels können Urlaub nehmen, oder sich krankmelden, aber viele werden die Spiele online oder auf mobilen Geräten verfolgen. Ob Sie zuhause streamen oder auf Kosten Ihres Chefs — verwenden Sie eine offizielle Anwendung oder eine Partneranwendung.

Eine schnelle Google-Suchanfrage in den USA lieferte mehrere offizielle Partnerseiten, sowie Veröffentlichungen, die Optionen in verschiedenen Ländern auflisten. Bei der Suche nach den Begriffen „EM 2016 online sehen“ wurde ich auf Google mit einer Menge Seiten bombadiert, die mit Livestreaming werben und mit Nachrichten von verschiedenen Ländern zum Livestreaming in bestimmten Ländern. Länder, die von ESPN gedeckt werden, finden Sie in dieser Liste.

Meine Suchanfrage hat mich jedoch auch zu einigen Seiten geführt, die mich dazu aufforderten, ein Plug-in zu installieren oder ihre Anwednung herunterzuladen. Einige sahen der offiziellen URL der UEFA-Seite wirklich sehr ähnlich, abgesehen von ein paar Rechtschreibfehlern. Warum erzähle ich Ihnen das? Nun, zunächst einmal sollten Sie immer sicherstellen, dass Sie zu der Seite navigieren, zu der Sie auch wirklich navigieren möchen. Seiten mit Rechtschreibfehlern sind beliebt unter Cyberkriminellen — achten Sie auf doppelte oder fehlende Buchstaben, oder Buchtaben, die sich ähnlich sehen, wie M statt N oder zwei N statt einem M — andernfalls kann die Installation eines Plug-ins, das harmlos aussieht, auch unangenehm werden … zumindest für Sie.

Fallen Sie nicht auf exklusive Nachrichtenbeiträge herein

Möchten Sie über die neuesten Nachrichten zu Ihrer Nationalmannschaft oder Ihrer gewählten Lieblingsmannschaft informiert sein? Wenn das so ist, dann stellen Sie sicher, dass Sie sich auf der richtigen Seite befinden.

Sie sollten Nachrichten besser nur von vertrauenswürdigen Seiten lesen, und sicherstellen, dass die Links, die der Mitbewohner des Kollegen Ihres Cousins auf Facebook geteilt hat, von einer vertrauenswürdigen Quelle und nicht von einer dubiosen Seite stammt.

Wie können Sie das feststellen? Zunächst, wie bereits erwähnt, achten Sie genau auf die URL. Überprüfen Sie dann, ob die Überschrift vertrauenswürdig aussieht und führen Sie eine Suchanfrage durch, um festzustellen, ob andere Nachrichtenkanäle über dieselbe Story berichtet haben. Wenn sich zum Beispiel der italienische Torwart seinen Oberschenkel bricht, sollten Sie dutzende Schlagzeilen in einer Suchanfrage in Google sehen, wenn einer Ihrer Freunde die Nachricht in sozialen Medien teilt.

Was ist das Problem, wenn man auf eine falsche Schlagzeile klickt? Nun, Kriminelle wissen, dass es in dieser Ära der sozialen Medien oft besser ist, der Erste als der Korrekteste beim Übermitteln von Nachrichten zu sein. Wenn also eine Person dazu überlistet wird, auf einen verlockenden Link zu klicken, der einen Facebook-Login erfordert, bietet das Kriminellen hervorragende Möglichkeiten für Social Engineering, um sich gleich eine ganze Reihe weiterer Zugangsdaten verschaffen.

Fallen Sie nicht auf Gratisangebote herein

Diejenigen, die die Spiele auf ihrem mobilen Gerät streamen möchten, ohne dabei ihren Datentarif aufzubrauchen, suchen daher oftmals nach einer kostenlosen Wi-Fi-Quelle.

Eine Tasse Kaffee oder ein Bier dafür, dass Sie mitverfolgen können, wie Ihr Team einen Rivalen schlägt, hört sich nach einem fairen Deal an, oder? Nun, ja — aber in wessen Netzwerk loggen Sie sich ein?

Wie wir schon mehrmals in der Vergangenheit erwähnt haben, täuschen Kriminelle oft kostenlose Wi-Fi-Hotspots vor und stehlen Daten von Benutzern, die sich in der gefälschten Variante eines zulässigen kostenlosen Hotspots in einem Café, Einkaufszentrum oder Restaurant befinden.

Verlieren Sie den Ball nicht aus den Augen

In der letzten Zeit setzen Cyberkriminelle darauf, dass Sie einen Fehler machen und klicken, weil Sie SOFORT Nachrichten oder Informationen erhalten möchten. Fallen Sie nicht auf diese Tricks herein; konzentrieren Sie sich stattdessen auf Ihre Sicherheit. Fallen Sie nicht auf Newsköder oder inoffizielle Seiten herein, die Livevideos versprechen, und stellen Sie sicher, dass Sie dahin gelangen, wohin Sie auch wirklich hingelangen möchten.

Treffen Sie Sicherheitsmaßnahmen

Selbst der aufgeweckteste Benutzer kann auf die Tricks von Betrügern hereinfalllen. Wir sind alle nur Menschen — es ist okay, sich das einzugestehen — und wir alle machen Fehler.

Ein guter Schutz besteht darin, eine Sicherheitslösung auf Ihrem Computer zu verwenden. Kaspersky Total Security schützt Sie für den Fall, dass Sie auf diese Betrügereien hereinfallen.

Für diejenigen von Ihnen, die die EM 2016 schauen: Viel Glück für Ihr Team! Wenn Sie Ihre Stimme verlieren sollten, dann hoffen wir, dass es wegen Freudengeschrei und nicht wegen Ärger geschieht. Außerdem hoffen wir, dass Sie Kriminellen bei Sportereignissen erfolgreich aus dem Weg gehen.

Tipps

Router-Schutz für MikroTik-Benutzer

Aktualisieren Sie RouterOS des MikroTik-Routers und überprüfen Sie die Einstellungen, um sich vor dem Botnet Mēris zu schützen und ggf. Malware von einem bereits infizierten Router zu entfernen.