Doxing: Nach dem Daten-Leak ist vor dem Daten-Leak

8 Jan 2019

Der aktuelle Daten-Leak deutscher Politiker und Prominenter zeigt, warum „Doxing“ – das internetbasierte Zusammentragen und anschließende Veröffentlichen persönlicher Daten mit  dem Ziel einer Person zu schaden oder diese angreifbar zu machen – eine der großen Cybersicherheitsherausforderungen ist. Ob digitale Rache durch den Ex-Partner oder gezieltes Cybermobbing, persönliche Daten in den falschen Händen sind ein Problem, nicht nur für öffentlich bekannte Personen, sondern auch für alle Nutzer. Kaspersky Lab zeigt, wie die Verbraucher mit ihren privaten Daten umgehen und welche digitalen Vorsätze 2019 dabei helfen, damit persönliche Daten privat bleiben.

Eine Kaspersky-Umfrage unter 1.000 befragten deutschen Nutzern im Oktober 2018 zum Thema Datenschutz zeigt:

•    Die Hälfte (50 Prozent) ist sich nicht darüber im Klaren, welchen
Wert ihre persönlichen Daten für Dritte haben; 29 Prozent mochte dazu
keine Aussage treffen und lediglich 17 Prozent trauen sich die Aussage
zu, dass sie den Wert ihrer Daten für andere einschätzen können.

•    49 Prozent der deutschen Nutzer geben an, den Überblick darüber
verloren zu haben, auf welchen Web-Plattformen sie persönliche Daten
angegeben haben.

„Dass man veröffentlichte Daten je wieder aus dem Netz bekommt, ist eher
unwahrscheinlich“ erklärt Marco Preuss, Leiter des europäischen
Forschungs- und Analyse-Teams bei Kaspersky Lab. „Der aktuelle
Daten-Leak zeigt, warum: einerseits sind einige der Original-Links zu
den Informationen nach wie vor verfügbar; andererseits ist unklar, auf
welchen und auf wie vielen Rechnern und Servern die Daten bereits
gespeichert worden sind und somit noch genutzt werden können.“

Doxing vorbeugen: Cybersicherheitsvorsätze für 2019

Generell sollten Nutzer bedenken, dass einmal publik gewordenen Daten
womöglich für immer öffentlich sind. Kaspersky Lab empfiehlt
Internetnutzern folgende Grundregeln, um der Doxing-Gefahr vorzubeugen:

•    Verfügbare Updates immer unverzüglich installieren: Auf allen mit
dem Internet verbundenen Geräten müssen das Betriebssystem, aber auch
jede Form von Anwendersoftware, immer auf dem neuesten Stand sein. Kommt ein neues Update heraus, sollte es umgehend installiert werden.

•    Adäquates Passwort-Management: Jeder Online-Account benötigt ein
eigenes, starkes Passwort, das mindestens 16 Stellen umfasst. Passwörter
sind sicher zu verwahren und dürfen nicht mit anderen
Familienmitgliedern oder Freunden geteilt werden. Wurde ein Account
gehackt, sollte das Passwort umgehend geändert werden.

•    Gesunden Menschenverstand einschalten: der beste Schutz gegen
Phishing. Ungefragt zugesandten E-Mails sollte prinzipiell misstraut
werden. Niemals kritische Informationen wie etwa Account-Daten
preisgeben, keine Links anklicken und keine Anhänge öffnen! Insidertipp:
Am PC kann die tatsächliche Absenderadresse einer E-Mail überprüft
werden, indem man die Maus auf dem Namen des Absenders positioniert.
Dieser kann leicht gefälscht werden, die Adresse nicht.

•    Wird von einem Anbieter Faktor-Zwei-Authentifizierung angeboten,
sollte man diese nutzen.

•    Immer überlegen, welche persönlichen Daten man im Internet
veröffentlicht – denn einmal veröffentlicht, besteht die Gefahr, dass
diese dauerhaft im Netz verfügbar sind.

•    Sicherheitslösungen auf allen Geräten installieren: Alle mobilen
Geräte mit Internetzugang und natürlich auch die stationären Rechner zu
Hause müssen über eine Sicherheitslösung geschützt werden.

Kaspersky Security Cloud kombiniert als adaptiver IT-Sicherheits-Service klassischen Cyberschutz vor Schadprogrammen mit zusätzlichen Funktionen. Ein Beispiel: Wählt sich ein Nutzer in ein unsicheres WLAN ein, stellt Kaspersky Security Cloud automatisch eine sichere VPN-Verbindung her, damit der Datenaustausch verschlüsselt erfolgt. Der Abonnement-Service beinhaltet außerdem einen Passwort-Manager zur Generierung und Speicherung starker Passwörter sowie die Kindersicherungsmodule von Kaspersky Lab.