Prognose für 2018: Cyberbedrohungen im Finanzsektor

Kaspersky Lab blickt auf die wichtigsten Bedrohungen, denen sich der Finanzsektor 2018 voraussichtlich stellen muss.

Kaspersky Lab behält die Entwicklungslage im Bereich der Cyberbedrohungen konstant im Auge. Unsere Erfahrungen aus der Vergangenheit und Gegenwart machen die Zukunft für uns berechenbarer; das wiederum erlaubt uns, eine jährliche Prognose für bestimmte Themenbereiche aufzustellen. Heute möchten wir über den Finanzsektor sprechen.

Today we want to talk about the financial sector

Sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen nutzen Finanzdienstleistungen. Unsere Experten gehen davon aus, dass sich der Finanzsektor im Jahr 2018 auf eine neue Welle von Cyberbedrohungen gefasst machen muss. Das sind einige unserer Prognosen:

Kryptowährungen sind bei Cyberkriminellen beliebt

Die Kryptoindustrie erfährt momentan einen solch außergewöhnlichen Aufschwung, dass viele Finanzinstitutionen bereits darüber nachdenken, Kryptowährungen in ihre Dienstleistungen zu integrieren. Und genau an dieser Stelle wittern viele Cyberkriminelle ihre Chance. Deshalb muss die Finanzbranche lernen, sich vor Angriffen auf Kryptowährungs-Wallets zu schützen.

Schnelligkeit erhöht die Risiken

Zahlungen, die von Finanzdienstleistern verarbeitet werden, wachsen stetig im Bezug auf Geschwindigkeit und Volumen; aber auch die Anzahl der Informationssysteme, darunter auch Sicherheitslösungen, nimmt konstant zu. Der Verbraucher hat sich bereits daran gewöhnt, dass Zahlungen nahezu augenblicklich ausgeführt werden können und ist nicht dazu bereit Verzögerungen zu tolerieren. In der Eile schaffen es betrügerische Transaktionen meist unter dem Radar zu bleiben. Um die Überprüfung von Zahlungen ohne die Beeinträchtigung des Dienstes zu beschleunigen, müssen Unternehmen deshalb auf Lösungen setzen, die auf neuronalen Netzen und maschinellem Lernen basieren.

Kriminelle finden Alternativen

Finanzinstitute machen Fortschritte im Hinblick auf einen besseren Transaktionsschutz: die Unterstützung von Smart Cards beim Kauf, die biometrische Authentifizierung und Tokenisierung von Zahlungen haben Cyberkriminellen das Leben erschwert. Um trotzdem weiterhin mitzumischen, werden Kriminelle ihren Fokus nach und nach auf das Hijacking legitimer Konten legen. Das bedeutet, dass Finanzinstitute verlässlichere Wege finden müssen, um die Identität ihrer Kunden zu verifizieren.

Betrug als Service

Viele Unternehmen greifen auf die Dienste von Drittanbietern für Apps, Datenbanken, Cloud Computing und vieles mehr zurück. Cyberkriminelle haben die Vorteile der Software as a Service (SaaS) erkannt und ähnliche Methoden aufgefahren: Ransomware-Trojaner können auf Lizenz vergeben oder geleast werden. DDoS-Attacken zum Beispiel sind auf Wunsch bestellbar. Jeder, der über das nötige Kleingeld verfügt, kann eine Bot-Armee engagieren, Phishing-Webseiten einrichten, und vieles mehr. Fast alles, was der finanziellen Cybercrime-Branche unterliegt, kann entgeldlich erworben werden. Das Fraud-as-a-Service-Modell (Betrug als Service) wird Cyberkriminellen die Tür zu Neueinsteigern, denen es an Pflichtkompetenzen und    -erfahrungen mangelt, öffnen. Unternehmen und Organisationen müssen sich daher auf eine Zunahme der Angriffe einstellen.

Dies war nur ein kleiner Vorgeschmack auf unsere Prognose für die Finanzbranche. Um mehr über unsere Prognosen zu erfahren, werfen Sie einen Blick auf diesen Beitrag. In der Zwischenzeit sollten Sie die Augen offen halten!

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