Cyber-Sorgen im geheimen Cyber-Leben unserer Kids

9 Dez 2016

Kinder kommen heute bereits in frühen Lebensjahre mit Technik und dem Internet in Berührung; sie wachsen damit auf. Nicht ohne Grund bezeichnet man sie als Digital Natives – immerhin ist laut dem Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) bereits ein Drittel der Achtjährigen mehrmals pro Woche online.

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Die Cyber-Sorgen der Kids ernst nehmen

Die Gefahren der Online-Nutzung sehen aber nicht nur die Eltern. Auch die Digital Natives selbst sehen diese und werden teils von realen Cyber-Sorgen geplagt, wie eine Umfrage von Kaspersky Lab zeigt. Kinder (zwischen zehn und 15 Jahre) sind demnach der Meinung, dass die größte Gefahr von Fremden ausgehe. So machen sich Cyber Kids darüber Sorgen, von Unbekannten gemobbt zu werden oder zu unangenehmen oder gar illegalen Handlungen aufgefordert zu werden. Die Gefahr von Fremden geht nicht nur mehr in der realen Welt aus, sondern auch online.

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Die Umfrage zeigt zudem, dass sich Cyber Kids zunehmend auch Sorgen bei der Nutzung Sozialer Medien und Messengern wie Facebook, Twitter, Instagram und Co. machen. Neben der „banalen“ Befürchtung, dass man aufgrund eigener Posts nicht gemocht wird, bestehen auch ernsthafte Zukunftssorgen. So fürchten rund 15 Prozent der Kids, dass gelöschte Inhalte weiterhin für andere zugänglich sind, und rund jeder Zehnte, dass sich Posts später einmal auf ein Bewerbungsverfahren auswirken können. Sie erkennen bereits in jungen Jahren, dass ihr Cyber-Life Auswirkungen auf das reale Leben haben kann – sei es ein Kommentar, ein Post oder ein privates Foto.

Das geheime Cyber-Leben der Kids entdecken

Obwohl Ängste und Befürchtungen bestehen und diese eigentlich eine gewisse Sensibilität und ein Verantwortungsbewusstsein zu zeigen scheinen, umgehen Cyber Kids gerne Regeln, die zur Internetnutzung von den Eltern aufgestellt wurden, um sie genau davor zu schützen. So sieht sich mehr als die Hälfte der heutigen Kids in der Lage, die eigenen Online-Aktivitäten vor den Eltern zu verstecken. Sie gehen einfach bei Freunden online, löschen ihren Browserverlauf oder deaktivieren sogar die Kindersicherungsfunktion. Kinder sind heutzutage damit oftmals technisch versierter als ihre Eltern. Diese bemerken den Regelverstoß meist erst, wenn er Auswirkungen nach sich zieht: beispielsweise wenn das eigene Kind zum Opfer von Cybermobbing wird oder in eine Abo-Falle tappt.

6 Tipps für ein sorgenfreies Cyber-Leben für Kinder und Eltern

Ein „richtiger“ Leitfaden zur Cyber-Erziehung existiert (noch) nicht. Und Verbote á la „Du darfst im Internet xy nicht tun“ bewirken wohl eher das Gegenteil – es muss unbedingt ausprobiert werden. Dennoch sollte man als Elternteil eine aktive Rolle im Online-Leben ihrer Kinder spielen, sie aufklären, unterstützen und mit Rat zur Seite stehen – auch wenn diese sicherlich das ein oder andere verbergen werden.

  • Eltern sollten vor allem bei Jüngeren bei der Nutzung des Internets anwesend sein und ihnen ein verantwortungsvolles Verhalten beibringen
  • Die Nutzung von Schutz-Software für Kinder wie Kaspersky Safe Kids unterstützt die Cyberaufklärung der Kids
  • Verwendung kindgerechter Seiten, unter anderem auch Suchmaschinen
  • Kinder darüber aufklären, dass Gefahr von Fremden auch online ausgehen kann
  • Auch sollten privater Daten der Kinder, inklusive Fotos und Passwörter, im Web absolut tabu sein
  • Grundsätzlich sollten Eltern im Dialog mit ihren Kindern ein Diskussionsumfeld für verantwortungsbewusstes Online-Verhalten schaffen

Die Cyber Kids selbst sollten immer mit Vorsicht unterwegs sein. Scheint etwas komisch, dann ist es wohl auch komisch – also Finger weg!