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Smartphone weg? 21 Prozent ergreifen keine Schutzmaßnahmen

12. Mai 2026

Knapp jeder Siebte in Deutschland hat bereits sein Smartphone verloren oder es wurde ihm gestohlen

  • 13 Prozent der Betroffenen ist bereits ein Smartphone abhandengekommen
  • 42 Prozent sperrten im Ernstfall die SIM-Karte, 37 Prozent versuchten, das Gerät zu orten, doch nur 23 Prozent nutzten Fernsperre oder Verlustmodus

Ein Griff in die leere Tasche, Panik kommt auf: Knapp jeder Siebte in Deutschland [1] hat bereits sein Smartphone verloren oder es wurde ihm gestohlen – doch im Ernstfall reagieren viele Betroffenen nur halbherzig. Laut aktueller Kaspersky-Umfrage reagieren viele im Ernstfall zwar schnell, aber nicht konsequent genug, um ihre Daten umfassend zu schützen. Während 42 Prozent die SIM-Karte sperrten und 37 Prozent versuchten, das Gerät zu orten, nutzten deutlich weniger Befragte weitergehende Schutzmaßnahmen wie Fernsperre oder Verlustmodus (23 Prozent), das Deaktivieren mobiler Zahlungsfunktionen (17 Prozent) oder das Löschen von Daten aus der Ferne (13 Prozent). Besonders kritisch: Ein Fünftel der Betroffenen (21 Prozent) ergriff keine der genannten Maßnahmen, obwohl mit dem Smartphoneverlust sensible Dateien und Informationen wie Fotos, Nachrichten, Banking-Apps, Wallets und Online-Konten gefährdet sind.

Ob im Stadion, auf dem Festivalgelände, am Flughafen oder im Alltag, wenn das Smartphone plötzlich verschwunden ist, geht es schnell nicht mehr nur um den materiellen Verlust. Auf dem Gerät liegen häufig Fotos, Kontakte, Nachrichten, Banking- und Payment-Apps, E-Mail-Zugänge sowie der Zugang zu zahlreichen Online-Konten. Eine aktuelle Kaspersky-Umfrage zeigt nun, dass rund jedem siebten Befragten in Deutschland (13 Prozent) bereits einmal das Smartphone abhandengekommen ist – sei es durch Verlust (8 Prozent) oder Diebstahl (5 Prozent).

So reagieren Betroffene im ersten Moment

Für diejenigen, die das Fehlen ihres Geräts bemerken, beginnt oft ein hektischer Wettlauf gegen die Zeit. Die Kaspersky-Studie zeigt, wie unterschiedlich Betroffene in dieser Situation reagieren:

  • 42 Prozent ließen zunächst die SIM-Karte sperren, um Anrufe, SMS oder mögliche Missbrauchsversuche über die eigene Nummer zu stoppen.
  • 37 Prozent versuchten, das Gerät zu orten, etwa über „Find My“, „Mein Gerät finden“ oder eine Sicherheits-App.
  • Jeder Fünfte (20 Prozent) ließ einen Alarmton auslösen, in der Hoffnung, dass das Smartphone vielleicht doch noch in der Nähe liegt, beispielsweise im Rucksack, unter einem Sitz oder an einem verlassenen Tisch.

Diese Schutzmaßnahmen sind beliebt – aber nicht ausreichend verbreitet

Sobald klar ist, dass das Gerät nicht einfach wieder auftaucht, werden weitergehende Schutzmaßnahmen entscheidend. Doch nur:

  • 23 Prozent sperrten das Smartphone aus der Ferne oder setzten es in den Verlustmodus,
  • 17 Prozent deaktivierten mobiles Bezahlen, beispielsweise Wallets, verknüpfte Karten oder Payment-Apps, und
  • Lediglich 13 Prozent löschten alle Daten aus der Ferne.

Besonders problematisch: Rund ein Fünftel der Betroffenen (21 Prozent) gibt an, keine der abgefragten Maßnahmen ergriffen zu haben. Viele reagieren zwar auf den Verlust des Geräts, aber nicht konsequent auf das eigentliche Risiko dahinter: den möglichen Zugriff auf persönliche Daten, Konten und digitale Identität.

„Im Alltag wird leicht unterschätzt, wie viele sensiblen Bereiche unseres digitalen Lebens heute am Smartphone hängen“, so Dmitry Kalinin, Senior Malware Analyst bei Kaspersky. „Der Verlust eines Geräts ist daher nicht nur ärgerlich, sondern kann vor allem zu Datenverlust, kompromittierten Konten oder Identitätsdiebstahl führen. Nutzer sollten deshalb nicht erst reagieren, wenn das Smartphone bereits verschwunden ist. Wer Ortungsfunktionen, Back-ups, starke Zugangsdaten und Gerätesperren vorab einrichtet, gewinnt im Ernstfall wertvolle Zeit und reduziert das Risiko deutlich.“

Kaspersky-Tipps bei Smartphone-Verlust

  • Gerät orten: Über „Find My“ bei iOS, „Mein Gerät finden“ bei Android oder, für Kaspersky-Nutzer, beispielsweise Kaspersky Premium [2], über die Funktion „Where Is My Device“ im My Kaspersky Webportal versuchen, den Standort des Geräts zu ermitteln. Wichtig: Ortungsfunktionen müssen vorab aktiviert sein.
  • Smartphone sperren und Betrugsversuche beachten: Das Gerät in den Verlustmodus setzen oder aus der Ferne sperren. Falls möglich, eine Nachricht oder Kontaktmöglichkeit für ehrliche Finder hinterlegen. Gleichzeitig sollten Familie, Freunde und Kontakte informiert werden, damit sie mögliche Betrugsnachrichten vom eigenen Anschluss ignorieren.
  • Zugänge schützen: SIM-Karte beim Mobilfunkanbieter sperren lassen, Bankkarten oder Payment-Apps deaktivieren beziehungsweise verknüpfte Karten entfernen. Anschließend wichtige Passwörter ändern und sich, soweit möglich, aus relevanten Konten abmelden.
  • Back-ups prüfen: Fotos, Kontakte, Nachrichten und andere Daten lassen sich nur zuverlässig wiederherstellen, wenn Back-ups oder Cloud-Synchronisierung bereits zuvor eingerichtet waren.
  • Daten aus der Ferne löschen: Wenn keine realistische Chance mehr besteht, das Gerät zurückzubekommen, sollten persönliche Daten aus der Ferne gelöscht werden. Zusätzlich empfiehlt Kaspersky, den Verlust bei der Polizei zu melden und deren Hinweisen zu folgen.
  • Umfassende Sicherheitslösung einsetzen: Eine Lösung wie Kaspersky Premium kann helfen, sensible Daten bei Geräteverlust zu schützen, etwa durch Ortung, Fernsperre, Remote-Löschung und zusätzliche Schutzfunktionen gegen unbefugten Zugriff.

Vorbeugen, bevor das Handy verschwindet

  • Ortungsfunktion aktivieren: Dienste wie „Find My“ bei iOS, „Mein Gerät finden“ bei Android oder „Where Is My Device“ in My Kaspersky vorab einschalten, damit das Gerät im Verlustfall lokalisiert, gesperrt oder gelöscht werden kann.
  • Automatische Back-ups einrichten: Fotos, Kontakte, Nachrichten und Dokumente regelmäßig automatisch sichern, damit wichtige Daten auch nach Verlust oder Diebstahl wiederhergestellt werden können.
  • Bildschirmsperre aktivieren: Kurze Auto-Lock-Zeiten, PIN, Passwort oder biometrische Sperren nutzen, damit Unbefugte nicht direkt auf Apps, Nachrichten oder Konten zugreifen können.
  • Sensible Daten geschützt speichern: Passwörter, Logins, Bankkartendaten oder digitale Kopien wichtiger Dokumente nicht ungeschützt auf dem Smartphone ablegen, sondern in einem Passwort-Manager [3] oder sicheren digitalen Tresor verwahren.
  • Umfassende Sicherheitslösung einsetzen: Eine Lösung wie Kaspersky Premium [2] kann helfen, sensible Daten bei Geräteverlust zu schützen, etwa durch Ortung, Fernsperre, Remote-Löschung und zusätzliche Schutzfunktionen gegen unbefugten Zugriff.
  • Sicherheits-App vor Deinstallation schützen: Anti-Uninstall-Funktionen aktivieren, damit Diebe oder Finder die Schutz-App nicht einfach entfernen oder Systemeinstellungen verändern können.
  • SIM-Wechsel absichern: Funktionen wie SIM Watch nutzen, sofern verfügbar, damit das Gerät automatisch gesperrt wird, wenn eine fremde SIM-Karte eingelegt wird.
  • Smartphone unterwegs physisch sichern: Das Gerät in der Öffentlichkeit nicht unbeaufsichtigt liegen lassen und nicht leicht zugänglich auf Tischen, in offenen Taschen oder Gesäßtaschen aufbewahren.

 

[1] Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 05. und 07.05.2026 insgesamt 2157 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

[2] https://kas.pr/re3t

[3] https://www.kaspersky.de/password-manager


Nützliche Links:



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Über Kaspersky

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