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Jeder vierte Erwachsene war bereits Opfer einer Phishing-Attacke

4. April 2023

Kaspersky-Studie zeigt: Erwachsene in Deutschland überschätzen ihre Cybersicherheitsfähigkeiten

Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Nutzer in Deutschland ist der Meinung, überdurchschnittliche Kenntnisse in Sachen Cybersicherheit zu besitzen [1]. 11 Prozent halten sich sogar für Profis auf diesem Gebiet. Die Realität sieht allerdings deutlich nüchterner aus: die Mehrheit teilt persönliche Informationen in Sozialen Netzwerken und nutzt solche auch zur Passwort-Vergabe.

Kaspersky hat im Rahmen einer europaweiten Studie Kinder und Jugendliche (11 bis 15 Jahre) sowie Erwachsene ab 16 Jahren zu ihren Cybersicherheitskenntnissen und -maßnahmen befragt. Darunter waren jeweils rund 1.000 Personen aus Deutschland. Ähnlich wie die befragten Kinder [2] neigen auch Erwachsene zu Selbstüberschätzung. So bescheinigen sich 57 Prozent überdurchschnittliche Kenntnisse in Sachen Cybersicherheit, jeder zehnte (11 Prozent) ist seiner Ansicht nach sogar Profi.

Bei der Selbsteinschätzung der Kenntnisse gibt es starke geschlechtsspezifische Unterschiede. So glauben zwei von drei Männern (67 Prozent) überdurchschnittlich viel über Cybersicherheit zu wissen. Unter den befragten Frauen behauptet das nicht einmal jede Zweite (46 Prozent). Weiter verleugnen 50 Prozent der befragten Erwachsenen in Deutschland das allgegenwärtige Risiko, selbst Opfer von Phishing-Attacken zu werden. Dabei zeigt die Befragung allerdings auch, dass jeder vierte Erwachsene (25 Prozent) bereits zum Opfer wurde, wobei Männer mit 30 Prozent deutlich öfter betroffen sind als Frauen (19 Prozent).

Selbst nach einer derartigen Attacke hatten 8 Prozent keinerlei zusätzlichen Präventionsmaßnahmen ergriffen. 40 Prozent hingegen sperrten immerhin die verdächtigen Telefonnummern beziehungsweise E-Mail-Adressen; 31 Prozent informierten das missbräuchlich genannte, legitime Unternehmen über den Phishing-Vorfall. Warnungen über WhatsApp setzen 27 Prozent ab, über Soziale Medien 18 Prozent.

Datenpreisgabe im Internet für die Mehrheit kein Problem

Obwohl die Risiken bekannt sind, ist eine Mehrheit der befragten Erwachsenen in Deutschland (54 Prozent) bereit, persönliche Daten wie Namen oder Wohnort in Sozialen Medien zu teilen. 49 Prozent nehmen hier an Quizspielen teil, bei denen zum Beispiel nach Namen von Haustieren gefragt wird. Nicht ohne Hintergrund, denn 47 Prozent der Befragten nutzen genau diese leicht zu merkenden Informationen als Gedächtnisstütze für ihre Passwörter. Drei von zehn der Umfrageteilnehmer haben zudem noch nie ihre Datenschutzeinstellungen überprüft.

„Zwar scheinen Erwachsene das Bedrohungsrisiko richtig einzuschätzen, zeigen aber paradoxerweise oftmals eher ein riskantes Verhalten im Internet“, erklärt Christian Funk, Leiter des Global Research and Analysis Team (GReAT) in der Region DACH bei Kaspersky. „Das Teilen persönlicher, an anderer Stelle ausnutzbarer, Daten in Sozialen Netzwerken oder die Nutzung von leicht zu erratenden Passwörtern, beispielsweise mit dem Namen des Lebenspartners oder dem favorisierten Fußballverein, sind nur zwei Beispiele für lasche Cybersicherheitspraktiken. Die Methoden der Cyberkriminellen gewinnen dagegen mit neuartigen Social-Engineering-Methoden an Qualität, darüber müssen sich Nutzer im Klaren sein und deshalb stets wachsam bleiben. Dabei hilft, sich entsprechend zu informieren und eine Cybersicherheitslösung nutzen, die vor Bedrohungen schützt und vor Risiken warnt.“

Kaspersky-Tipps für mehr Sicherheit

  • Sichere und eindeutige Passwörter für jeden einzelnen Online-Account verwenden.
  • Persönliche Informationen nicht im Internet teilen.
  • In E-Mails von unbekannten Absendern nicht auf Links klicken oder Anhänge öffnen.
  • Eine Sicherheitslösung wie Kaspersky Premium [3] nutzen, die die Privatsphäre und digitale Identität vor Cyberbedrohungen schützt.

Kaspersky hat den vollständigen „Ignorance is Bliss“-Report veröffentlicht unter https://kas.pr/m9du

 

[1] https://kas.pr/m9du Kaspersky hat für die Studie das Marktforschungsinstitut Censuswide damit beauftragt, in acht europäischen Ländern (Großbritannien, Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Niederlande, Deutschland und Italien) 6.382 Kinder und Jugendliche (im Alter von 11 bis 15 Jahren) sowie 6.665 Personen ab 16 Jahren nach ihrem Wissen über Cybergefahren zu befragen. Jeweils 1.000 Probanden aus beiden Gruppen kamen aus Deutschland.

[2] https://www.kaspersky.de/about/press-releases/2023_kinder-uberschatzen-eigene-cybersicherheitsexpertise

[3] https://kas.pr/re3t


Nützliche Links:

Jeder vierte Erwachsene war bereits Opfer einer Phishing-Attacke

Kaspersky-Studie zeigt: Erwachsene in Deutschland überschätzen ihre Cybersicherheitsfähigkeiten
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Über Kaspersky

Kaspersky ist ein global agierendes Unternehmen, das im Jahr 1997 gegründet wurde und Lösungen für die Cybersicherheit und den Schutz der Privatsphäre im Internet anbietet. Die tiefgreifende Threat Intelligence und die Sicherheitsexpertise von Kaspersky bilden die Basis für innovative Lösungen und Dienstleistungen zum Schutz von Privatanwendern, Unternehmen, kritischen Infrastrukturen und Regierungen weltweit. Bis heute hat Kaspersky über eine Milliarde Geräte vor neu auftretenden Cyberbedrohungen und gezielten Angriffen geschützt. Das umfassende Sicherheitsportfolio des Unternehmens beinhaltet führenden digitalen Schutz für private Geräte, spezialisierte Sicherheitsprodukte und -dienstleistungen für Unternehmen sowie Lösungen für die Cyber-Immunität zur Bekämpfung komplexer und sich ständig weiterentwickelnder digitaler Bedrohungen. Wir helfen Millionen von Privatanwendern und fast 200.000 Unternehmenskunden, das zu schützen, was ihnen am wichtigsten ist. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kaspersky.de.

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