Zahl der Woche: 10 Millionen schädliche Android-Apps

6 Feb 2014

Bis Ende Januar hatten die Kaspersky-Experten bereits  über 200.000 einzigartige mobile Schadprogramme gesammelt – 34 Prozent mehr als im November 2013, als wir gerade einmal 148.000 Dateien in dieser Datenbank hatten. Doch das ist noch nichts im Vergleich zur Anzahl der schädlichen Apps, die unsere Virenanalysten bereits entdeckt haben – denn gerade eben haben diese die 10-Millionen-Marke erreicht!

10 Millionen schädliche Android-Apps

Jeder, der sich für das Betriebssysteme Android interessiert und die offiziellen Google-Statistiken kennt, wird uns vielleicht widersprechen: Google Play bietet etwa 1,1 Millionen Apps. Wie können wir also zehnmal so viele schädliche Apps gefunden haben, wie im offiziellen App-Store erhältlich sind? Die Antwort ist recht einfach.

In Wirklichkeit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Apps aus inoffiziellen Quellen, die mehr als eine Million Apps anbieten, auch mehr schädliche Programme enthalten.

In Wirklichkeit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Apps aus inoffiziellen Quellen, die mehr als eine Million Apps anbieten, auch mehr schädliche Programme enthalten. Wenn Sie also Google Play nutzen, ist die Gefahr, sich Schadprogramme einzufangen, recht gering. Doch wenn es um Alternativen zu Google Play geht, können Sie schnell betrogen werden. Denn auch die Hacker wissen, dass jeder gerne kostenlose Apps nutzt, und deshalb platzieren sie ihre schädlichen Apps entsprechend und benennen sie nach berühmten Spielen, Banking-Apps oder beliebten Tools. Das Ergebnis ist bekannt: Die privaten Daten, Bank-Informationen und das Geld des Nutzers fallen direkt in die Hände der Cyberkriminellen. Eine Version des Carberp-Trojaners, der ursprünglich aus Russland stammt und im Jahr 2012 entdeckt wurde, ist ein Beispiel dafür, wie Ihr Geld über eine schädliche App gestohlen werden kann. Und leider ist es eine Tatsache, dass es etwa 10 Millionen schädliche Android-Installationsdateien (apk-Dateien) im Internet gibt.

Der mobile Markt wächst ständig und enthält mehr Geld der Anwender, als es zur Hochzeit des PCs üblich war. Gleichzeitig gibt es nur wenige mobile Antiviren-Software, die Smartphones und Tablets zuverlässig schützen kann. Diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Nutzer von Mobilgeräten zu solch anfälligen Zielen für Angreifer werden.

Doch es ist eigentlich gar nicht so kompliziert, sich zu schützen. Folgen Sie einfach diesen Tipps:

– Aktivieren Sie nicht den „Entwickler-Modus“ auf Ihrem Mobilgerät

– Aktivieren Sie nicht die Funktion „Apps aus anderen Quellen installieren“

– Installieren Sie nur Apps aus den offiziellen Quellen

– Lesen Sie vor der Installation einer App sorgfältig die durch die App verlangten Rechte durch

– Nutzen Sie eine Schutzlösung

Und informieren Sie sich immer wieder in unserem Blog über die neuesten Bedrohungen und Schutzmaßnahmen.