Webseiten verfolgen Sie auf Schritt und Tritt

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Einige der größten Webseiten im Internet nutzen Software von Drittanbietern, um Ihre Benutzeraktivität auf der fraglichen Webseite auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Beobachtet wird so ziemlich alles: was sie anklicken, sich ansehen und eingeben.

Reguläres Webtracking (Seitenaufrufe und Suchanfragen) ist für diejenigen, die über Themen rund um Online-Privatsphäre- und Sicherheit informiert sind, nichts Neues. Wir haben bereits darüber gesprochen, dass Besucher von Webseiten getrackt werden und bieten zudem eine nützliche Einführung in die Funktionsweise von Internetanzeigen. Das Ausmaß und die Intensität des Trackings können allerdings selbst abgestumpfte Leser verunsichern. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass einige der bekanntesten Webseiten Gebrauch von sogenannten Session-Replay-Skripten (genaues Tracking der Onlineaktivität) machen.

Die Seiten erfassen einfach alles: was Sie eingeben, wo Sie draufklicken und sogar wohin Sie Ihre Maus bewegen; ähnlich wie ein Keylogger. Für eine Leistungsdiagnose macht vieles davon Sinn: wenn Sie eine Webseite betreiben, die über unzählige Seiten verfügt, müssen Sie herausfinden, was genau die Besucher machen und ob Seiten beschädigt sind oder nicht wie gewollt funktionieren.

Probleme treten allerdings auf, weil die Software in der Lage ist, eine große Informationsmenge zu tracken, die nicht unbedingt nützlich für die Entwickler der Webseite ist und weil Drittparteien Zugriff auf diese Information haben. Eine Forschergruppe der Princeton University berichtete wie folgt über das Phänomen: „Die Sammlung der Seiteninhalte mithilfe von Replay-Skripten von Drittparteien kann dazu führen, dass sensible Informationen wie der Gesundheitszustand des Nutzers, Kreditkartendetails und andere persönliche Informationen als Teil der Erfassung in die Hände von Drittparteien geraten. Das kann dazu führen, dass User zum Beispiel Opfer von Identitätsdiebstahl oder Online-Betrug werden.

Um mehr über die Funktionsweise derartiger Software zu erfahren, sollten Sie sich folgendes Video ansehen:

Durch diese Art von Aufzeichung werden zusätzliche Informationen offenbart, die den Nutzer im Falle eines Datenlecks gefährden könnten. Der Untersuchung zufolge, kann die Software:

  • Passwörter aufzeichnen. Obwohl die Entwickler versucht haben, alle Passwörter nach Eingabe sofort zu entfernen, funktionierte dies im Falle der mobilen Version der Seite nur bedingt.
  • Vertrauliche Daten wie Kreditkartennummern und Geburtsdaten erfassen.
  • Daten erfassen, die in Textfelder eingegeben werden, auch wenn diese nicht abgeschickt werden – in anderen Worten: selbst dann, wenn Sie nicht auf „Suchen“ oder „Abschicken“ klicken oder die Eingabetaste drücken.

Was Sie tun können, um diese Art des Trackings zu vermeiden? Unsere Sicherheitslösungen Kaspersky Internet Security und Kaspersky Total Security blockieren diese Art von Tracking und viele andere Tracking-Tools. Wir nennen dieses Feature Privates Browsing. Wenn Sie Wert auf ihre Online-Privatsphäre legen, sollten Sie nicht länger zögern.