Betrug mit der Ice Bucket Challenge

Mit der Ice Bucket Challenge soll Geld für die Unterstützung ALS-Erkrankter gesammelt werden, doch je beliebter die Aktion ist, desto mehr Phishing-Attacken, Schadprogramme, Spam-Mails und andere Betrügereien missbrauchen den guten Zweck.

Ice bucket challenge

Die Ice Bucket Challenge, mit der Geld für ALS-Erkrankte sowie die Aufklärung über die Krankheit gesammelt werden soll, ist mitlerweile so verbreitet, dass es nicht überrascht, dass auch Cyberkriminelle auf den Zug aufspringen und die Aktion missbrauchen, um Schadprogramme zu verbreiten und Betrugsversuche zu starten.

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. Sie ist auch bekannt unter dem Namen Lou Gehrigs Krankheit, da der bekannte US-Sportler Lou Gehrig im Jahr 1941 im Alter von nur 37 Jahren daran starb.

Wie bei allem, das im Internet beliebt ist, springen Kriminelle auf den Zug auf, um Geld zu machen.

Mit der wahnsinnig beliebten Ice Bucket Challenge soll das Bewusstsein für die Krankheit gefördert und Geld für deren Erforschung sowie die Hilfe für ALS-Kranke gesammelt werden. Dabei schüttet man sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf und fordert dann andere heraus, das Gleiche zu tun oder alternativ Geld zu spenden. Die Herausgeforderten forden wieder andere heraus und so sieht man momentan auf Facebook laufend Menschen, die sich mit Eiswasser überschütten.

Wie bei allem, das im Internet beliebt ist, springen Kriminelle auf den Zug auf, um Geld zu machen. Die gute Nachricht ist, dass solche Betrügereien nicht von den besten Kriminellen durchgeführt werden. Sie haben keine Zero-Day-Attacken und keine unbekannten Schadprogramme. In den meisten Fällen nutzen sie automatische Toolkits, die bei voll aktualisierten Computern mit aktueller Schutz-Software nutzlos sind. Sie sollten also eine zuverlässige Sicherheitslösung auf einem mit Patches aktualisierten Gerät mit einem geschützten Browser einsetzen, sind sie vor den meisten Schadprogramm-basierten Betrügereien geschützt.

Wie immer müssen Sie aber aufpassen, nicht auf Phishing hereinzufallen. Klicken Sie nicht auf jeden Link oder jedes Video, das in Ihren E-Mails oder bei Facebook auftaucht. Seien Sie auf der Hut vor gefälschten Formularen, die Ihre privaten Informationen und Login-Daten stehlen. Hüten Sie sich vor allem vor gefälschten Spendenseiten, die Ihre Zahlungsinformationen stehlen wollen. Wenn Sie für die gute Sache spenden wollen, sollten Sie das nicht über einen Link aus einer E-Mail oder einem Sozialen Netzwerk tun (und auch nicht von diesem oder anderen Artikeln!). Gehen Sie direkt auf die Webseite der Organisation an die Sie spenden möchten. Und recherchieren Sie vorher ein bisschen, um sicherzustellen, dass die Organisation echt ist.

Beliebte wohltätige Zwecke ziehen oft Gruppen an, die gefälschte wohltätige Organisationen aufziehen, um damit illegal Geld zu machen. Wenn Sie die Organisation, an die Sie spenden möchten, überprüft haben, sollten Sie noch sicherstellen, dass deren Zahlungsseite mit einem vertrauenswürdigen Zertifikat geschützt ist (klicken Sie dazu auf das Vorhängeschloss in der Adresszeile Ihres Browsers). Folgen Sie zudem unseren Tipps für die Sicherheit ihrer Kreditkarte.

Übrigens haben auch wir bei der Ice Bucket Challenge mitgemacht (und Geld für die ALS-Forschung gespendet) – das Beweisvideo sehen Sie hier:

ALS ist derzeit wahrscheinlich so bekannt wie noch nie (außer vielleicht damals, als Lou Gehrig an der Krankheit starb). Sich mit Eiswasser zu übergießen ist ok, aber für die Sache etwas zu spenden ist sicher besser. Wenn Sie denken, dass ALS sowieso schon genug Aufmerksam bekommt, können Sie auch an Ärzte ohne Grenzen spenden, die Ebola in Afrika sowie viele andere globale Gesundheitsprobleme bekämpfen. Die UNHCR kümmert sich um Hilfe für die fast 334 Millionen Flüchtlinge in 125 Ländern. Oder Sie spenden an die JDRF, die sich um Forschung zu Typ-1-Diabetes kümmert, oder an eine der vielen anderen lokalen, nationalen und internationalen Hilfsorganisationen.

Tipps

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Aktualisieren Sie RouterOS des MikroTik-Routers und überprüfen Sie die Einstellungen, um sich vor dem Botnet Mēris zu schützen und ggf. Malware von einem bereits infizierten Router zu entfernen.