Die fünf schlimmsten Fehler, die Sie auf Facebook machen können

19 Mai 2014

Sie sind praktisch und machen Spaß, doch Soziale Netzwerke sind immer noch etwas relativ Neues, und viele Verhaltensweisen, die wir dort an den Tag legen, sind nicht richtig durchdacht. Hier eine Liste der typischen Fehler, die die Menschen auf Facebook machen – jeder davon kann Sie Geld, Ihr Ansehen oder das gute Verhältnis zu ihren Freunden kosten.

5 Facebook Fehler

Ihre komplette Biographie veröffentlichen

Was daran falsch ist:

Auch wenn es verlockend ist, viele Geburtstagsgrüße oder Glückwünsche zur Geburt des eigenen Nachwuches zu bekommen, sollten Sie daran denken, dass viele Dienste – unter anderem Banken und andere Finanzdienstleister – Ihren Geburtstag oder den Mädchennamen Ihrer Mutter als Zugriffserlaubnis für Ihr Konto verwenden. Cyberkriminelle lieben Facebook und andere Soziale Netzwerke, denn dort können sie alle möglichen Daten sammeln und sich damit anschließend in viel wichtigere Konten einloggen.

Was Sie tun sollten:

Geben Sie Ihr Geburtstatum niemals online preis oder veröffentlichen Sie zumindest nicht das Jahr. Vermeiden Sie auch, die Namen von Verwandten und Haustieren sowie andere Daten zu erwähnen, die oft für Social-Engineering-Angriffe missbraucht werden können.

Veröffentlichen Sie Ihr Geburtsdatum nicht, oder lassen Sie zumindest das Jahr weg, um Datendiebstahl vorzubeugen.

Ihre Beiträge öffentlich machen

Was daran falsch ist:

Jeder kann dann Ihre Beiträge lesen – Ihre Freunde, Ihre Mutter, Ihre Kinder, Ihr Chef, Ihre Ex-Freundin, Ihr Personalchef, aber auch alle Marketingfirmen sowie Cyberkriminelle, die einen Online-Betrug planen. Wir alle halten Facebook-Beiträge meist für eine Art moderner Geschichten für ein kleines Publikum, etwa die Freunde in der Kneipe oder die Verwandten im Wohnzimmer, doch wenn Ihre Beiträge öffentlich sind, sollten Sie sich das eher anders vorstellen: Nämlich so, als würden Sie sich auf den Stadtplatz stellen und Ihre Neuigkeiten laut herausrufen. Jemand könnte Ihre Worte versehentlich oder absichtlich falsch interpretieren und dies einer Ihnen wichtigen Person weitergeben. Oder jemand missbraucht Ihre Worte, um Sie als Troll zu nerven oder Ihnen einen Streich zu spielen. Aber auch für Identitätsdiebstahl können diese Informationen genutzt werden. Und es gibt noch viele weitere schädliche Möglichkeiten – die Liste ist fast endlos.

Was Sie tun sollten:

Sichern Sie Ihr Facebook-Konto, so dass die meisten Beiträge wirklich „nur mit Freunden“ oder „mit Freunden von Freunden“ geteilt werden. Diese Regel können Sie für einzelne Beiträge, die Sie wirklich mit den über einer Milliarde Facebook-Nutzern teilen möchten, ganz einfach auch außer Kraft setzen.  Seien Sie vor allem vorsichtig, mit wem Sie Fotos teilen.

Verwendung eines unsicheren Passworts

Was daran falsch ist:

Wahrscheinlich haben Sie viele private Galerien und Nachrichten auf Facebook, die Fremde nicht sehen sollten. Und noch wichtiger: Viele Menschen verwenden Facebook, um sich auf anderen Seiten und Online-Diensten einzuloggen – wenn aber jemand Ihr Facebook-Konto hackt, sind auch all diese anderen Seiten in Gefahr.

Was Sie tun sollten:

Verwenden Sie ein starkes, sicheres Passwort für Ihr Facebook-Konto. Noch besser ist, die  Zwei-Faktoren-Authentifizierung für den Schutz Ihrer Daten einzuschalten. Und nutzen Sie Ihr Facebook-Passwort nicht gleichzeitig auch für andere Dienste – das Passwort sollte immer einzigartig sein.

Teilen Ihres Aufenthaltsorts

Was daran falsch ist:

Damit können Andere mitverfolgen, wo Sie sich gerade aufhalten, und auch herausfinden, wo Sie wohnen und arbeiten. Das ist vor allem für Kinder und Teenager gefährlich. Zudem zeigt es ganz klar, dass Sie nicht zu Hause sind, sondern gerade im Restaurant oder einem Hotel eingecheckt haben – das sind Interessante Information für Einbrecher.

Was Sie tun sollten:

Schalten Sie das Geo-Tagging (die Anzeige des Orts) bei ihren veröffentlichten Fotos aus. Nutzen Sie Facebook Checkins nicht oder richten Sie dafür zumindest nur eine kleine, gut kontrollierte Gruppe von Leuten ein, die Ihre Ceckins sehen können. Denn Fremde bedeuten ein Risiko.

Anfreunden mit Unbekannten

Was daran falsch ist:

Das hatten Sie wahrscheinlich schon oft: Irgendjemand möchte Sie als Freund hinzufügen, allerdings kennen Sie diese Person kaum oder vielleicht gar nicht. Allerdings haben Sie zehn gemeinsame Freunde, also drücken Sie auf „akzeptieren“, einfach aus Höflichkeit. Das ist allerdings sehr, sehr falsch. Denn als „Freund“ erhält diese Person Zugriff auf Ihre Informationen, auch wenn Sie diese im „nur-Freunde“-Modus veröffentlichen, und kann diese für alle möglichen Zwecke missbrauchen. Zudem gefährden Sie damit auch die Sicherheit Ihrer Freunde, denn viele veröffentlichen Facebook-Beiträge auch für „Freunde von Freunden“, so dass Ihr unbekannter Freund dann auch deren Beiträge, Checkins und Fotos sehen kann. Zudem kann der Fremde dann auch Nachrichten (vielleicht mit Spam oder schädlichen Links) schicken und sogar noch mehr Freunde machen, da die Freundschaft zu Ihnen seinen Status verbessert.

Was Sie tun sollten:

Freunden Sie sich auf Facebook nur mit Menschen an, die Sie persönlich und wirklich gut kennen. Sie können auch eine spezielle Sicherheitsprüfung Ihres persönlichen Facebook-Netzwerks durchführen – dabei werden alle seltsamen Verhaltensweisen zwischen den Menschen, mit denen Sie sich angefreundet haben, aufgezeigt.

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