Tipps zum Onlineschutz Ihrer Kinder

24 Sep 2019

Ihr Kind hat sich vor Stunden in sein Zimmer zurückgezogen und ist deutlich ruhiger als gewöhnlich. Jetzt, wo Sie etwas genauer darüber nachdenken, müsste es seine Hausaufgaben längst erledigt haben. Ein Blick in sein Zimmer verrät: Ihr Kind spielt am Handy – wie so oft.

„Was machst du?“

Keine Antwort.

Sie versuchen es erneut. „Schatz, was machst du am Handy?“

„Nichts! Lass mich in Ruhe!“, raunzt Ihr eigentlich sehr wohl erzogenes Kind Sie an.

Moment mal, was ist denn jetzt los? Hat Ihr Kind eventuell etwas gesehen, was es nicht hätte sehen sollen? Oder wird es vielleicht sogar gemobbt? Obwohl Sie nicht wissen, was gerade vor sich geht, wissen Sie sehr wohl, dass es höchstwahrscheinlich etwas mit dem Inhalt auf Smartphone Ihres Kindes zu tun hat. Aber wie können Sie der Sache am besten auf den Grund gehen und dieses heikle Problem angemessen lösen?

Die Online-Welt steckt voller Bildungsinhalte, Informationen und Spaß und kann, richtig eingesetzt, jedem Kind enorme Vorteile bieten. Laut einer aktuellen Umfrage von Kaspersky haben Eltern jedoch zunehmend mehr Probleme damit, ihre Kinder online zu schützen. 84% sind deshalb über die Gefahren, denen ihr Kind beim Surfen im Internet ausgesetzt sein könnte, besorgt.

Weltweit verfügen mehr als 9 von 10 Kindern im Alter zwischen 7 und 12 Jahren über ein internetfähiges Gerät, Smartphone oder Tablet. Es scheint, dass Eltern, trotz ihrer Sorge um die zahlreichen Bedrohungen, die im Internet auf ihre Kinder lauern – von sexuellen und gewalttätigen Inhalten bis hin zum sogenannten Grooming –, immer noch das Bedürfnis haben, ihre Kinder mit internetfähigen Geräten auszustatten. Verständlicherweise sind Eltern aufgrund des exponentiellen Wachstums der Technologie in unserem modernen Leben besonders deshalb verunsichert, weil sie nicht genau wissen, wie sie das Online-Erlebnis ihrer Kinder schützen können, während sie ihnen gleichzeitig Zugang zum Internet ermöglichen, um grundlegende Dinge wie Schularbeiten zu erledigen oder Kontakte zu Freunden zu pflegen.

Ich selbst habe zwei Teenager zu Hause und, mit zunehmendem Alter, wurde es für mich persönlich immer wichtiger, mich selbst über die Risiken und Verantwortungen zu informieren, die das Internet mit sich bringt.

Als praktizierende Psychologin bin ich mir darüber bewusst, welchen Schaden Kinder und Jugendliche davontragen können, wenn sie ohne angemessenen Rat und ohne jegliche Anleitung und Aufsicht durch die komplexe Cyberwelt navigieren. 60% der Familien gaben an, einen sicherheitsrelevanten Vorfall online bereits direkt miterlebt oder gesehen zu haben, bei dem Kinder mit sexuellen oder gewalttätigen Inhalten konfrontiert wurden. Noch erschreckender ist, dass 13% der Befragten Online-Grooming und 14% Identitäts- und Informationsdiebstahl selbst erlebt haben. Allzu oft hören wir von unglücklichen Situationen, in denen junge Menschen Online-Kontakten persönliche und streng vertrauliche Informationen anvertraut haben, nur um dann herauszufinden, dass es sich bei dem angeblichen „Freund“ eigentlich um ein verstecktes Raubtier handelte.

Dabei sind es nicht nur absichtlich böswillige Akteure, um die sich Eltern Sorgen machen müssen. Wir werden täglich mit Dingen konfrontiert, die den Druck erhöhen, bestimmten Körperbildstandards zu entsprechen – Werbeanzeigen, die besorgniserregende Botschaften über Diätpillen, Schönheitsoperationen o. Ä. vermitteln, werden oft von sehr kleinen Kindern gesehen, und obwohl manche Eltern diese Art von Botschaften möglicherweise als nicht besonders besorgniserregend einstufen würden, deuten immer mehr Anzeichen darauf hin, dass derartige Nachrichten das Selbstwertgefühl junger Menschen beeinträchtigen und bei Kindern zu Unzufriedenheit führen können.

Ich habe in den Medien bereits unzählige Geschichten über Kinder gelesen, die ohne das Wissen ihrer Eltern Tausende von Euros für In-App-Käufe ausgeben haben – selbstverständlich unabsichtlich – und dennoch scheinen derartige Geschichten keineswegs alarmierend oder abschreckend zu wirken. All das deutet darauf hin, dass Eltern die möglichen Risiken der Smart-Technologie überhaupt nicht einschätzen können.

Ich kann nachvollziehen, dass Eltern keine Angst vor unserer Online-Welt haben möchten; schließlich ist sie ein Bereich der Masseninformation und eine demokratische Bildungsplattform. Als Mutter nehme ich alles an, was das World Wide Web meinen Kindern zu bieten hat, aber ich weiß auch, dass es meine Aufgabe ist, mich als Erwachsener in der Familie darüber zu informieren, wie ich das Online-Erlebnis meiner Kinder am besten überwachen und schützen kann. Wir müssen versuchen, eine gesunde Balance zwischen der Überwachung und der Förderung der Unabhängigkeit unserer Kinder zu finden, was eine durchaus komplexe Aufgabe sein kann. Denn all das steht nicht im Handbuch für Eltern, Lehrer oder Betreuer. Aus diesem Grund suchen wir häufig nach zuverlässigen Bildungsressourcen für Eltern und Kinder.

Im Durchschnitt sprechen Eltern insgesamt 46 Minuten lang mit ihren Kindern über das Thema Online-Sicherheit, und dennoch zeigt diese Studie, dass junge Menschen viele Stunden unbeaufsichtigt online verbringen. Denken Sie an alle anderen Bereiche, in denen Kinder neue Fähigkeiten erlernen müssen; sei es eine neue Sportart, das Lesenlernen oder das Verhandeln eines Kunstprojekts. In all diesen Fällen werden Kinder geschult, beraten, beaufsichtigt und geleitet, um sicherzustellen, dass sie genau verstehen, was sie zu tun haben. Viel mehr noch: diese Art der Anweisung und des Unterrichts zieht sich durch die gesamte Bildung unserer Kinder.

Einen ähnlichen Ansatz müssen Eltern auch auf die Online-Welt anwenden. Mit anderen Worten: Sie müssen das Onlineverhalten Ihrer Kinder regelmäßig überprüfen. Fragen Sie, was Ihr Kind in letzter Zeit online gemacht hat und diskutieren Sie gemeinsam über die positiven als auch negativen Erfahrungen Ihres Kindes. Darüber hinaus ist es unglaublich wichtig, die Art der Dinge zu kennen, denen Ihre Kinder ausgesetzt sind, damit Sie angemessen über Gefahren informieren und vor möglichen Bedrohungen schützen können.

Bei mir zu Hause gibt es beispielsweise viele verschiedene Sicherheitsmaßnahmen; angefangen bei Fenstern, die sich verriegeln lassen, bis hin zu einem Alarmsystem, das mich benachrichtigt, wenn Gefahr droht. All das, weil ich meine Kinder schützen möchte! Und obwohl ich weiß, dass meine Kinder aufgrund dieser Maßnahmen sicher in ihrem Zimmer schlafen, sind sie online noch immer einer Viezlahl von Gefahren und Bedrohungen ausgesetzt – es sei denn, ich habe ein hocheffektives Cybersicherheitssystem, das Funktionen wie Inhaltsfilterung, App-Nutzungskontrolle und Warnungen in Echtzeit bietet.

Kein Elternteil auf dieser Welt möchte, dass sein Kind Opfer von Phishing, Doxing, Mobbing oder anderem rücksichtslosen Verhalten wird. Aus diesem Grund ist hier der bestmögliche Schutz vor Online-Bedrohungen der Schlüssel zum Erfolg. Erforderlich ist eine gesunde Mischung aus elterlicher Kontrolle und Software-Tools, wie zum Beispiel Kaspersky Safe Kids. Mit dieser Technologie können Sie die Bildschirmzeit Ihres Kindes verwalten und alle verwendeten Apps überwachen – darüber hinaus werden Sie über alle Facebook-Aktivitäten Ihres Kindes informiert.

Manchmal werden Kinder aufgrund eines simplen Kommentars unter einem Social-Media-Beitrag von Trollen auserwählt. Deshalb ist es sinnvoll, die Online-Interkationen Ihrer Kindern stetig im Auge zu behalten.

Kaspersky gewährleistet, dass nicht jugendfreie Websites blockiert werden, sodass Ihre Kinder nicht mit ungeeigneten Inhalten in Berührung kommen. Zudem arbeiten wir eng mit erfahrenen Psychologen zusammen, um Ihnen stets die Informationen zu übermitteln, die Sie benötigen, um mit Ihren Kindern ein angemessenes Gespräch über Online-Bedrohungen zu führen. Die Cybersicherheitsbranche weiß vermutlich nicht alles über Kindererziehung, daher ist dieser Part für mich von besonderer Bedeutung.

Doch manchmal reicht Software allein nicht aus. Eventuell haben Sie bemerkt, dass sich Ihr Kind anders verhält als sonst, nachdem es einige Zeit unbeaufsichtig online verbracht hat. Selbst mit den notwendigen Schutzlösungen, sollten Sie immer noch das persönliche Gespräch mit Ihrem Kind suchen. Selbst wenn Sie also eine derartige Online-Cybersicherheitslösung verwenden, sollten Sie dennoch regelmäßig mit Ihrem Kind über sein Internetverhalten und über mögliche Risiken in der Online-Welt sprechen.

Wenn Sie bermerken, dass Ihr Kind deutlich ruhiger oder schnippischer als sonst reagiert, kann es sein, dass es online eine negative Erfahrung gemacht hat – an dieser Stelle ist der offene Dialog die beste Wahl.

Das Tolle an dieser Art der offenen Kommunikation ist, dass Sie Risiken und Probleme erkennen, bevor sie außer Kontrolle geraten, und Ihren Kindern gleichzeitig eine direkte Botschaft darüber geben, wie sehr Sie sie lieben.

Bildung ist Stärke und Macht, und als Elternteil ist es unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass unsere Kinder sowohl in der physischen als auch in der Cyber-Welt sicher und informiert unterwegs sind. Wenn Sie das Thema Cybersicherheit ernst nehmen, werden es Ihnen Ihre Kinder gleichtun – das wiederum bedeutet, dass Sie Ihr Online-Leben ohne Angst genießen und zu Teenagern und jungen Erwachsenen mit einem Verständnis für „Netiquette“ heranwachsen können.

Es ist an der Zeit zu Handeln, wenn wir unseren Kindern die glückliche, gesunde und cybersichere Zukunft bieten wollen, die sie verdienen.

Tipps zum Onlineschutz Ihrer Kinder

Hier meine persönliche Tipps zum Onlineschutz Ihrer Kinder:

  • Surfen Sie gemeinsam durchs Netz. Wenn Sie sehen, wo Ihr Kind seine Zeit online verbringt, können Sie es mit aussagekräftigen Gesprächen über seine Onlineaktivität effektiv schützen. Darüber hinaus können Sie bei gemeinsamen Online-Spielen usw. voneinander lernen.
  • Das versteckte Nutzen von Geräten ist tabu. Bewahren Sie internetfähige Geräte lediglich in „öffentlichen“ Bereichen auf – wie zum Beispiel im Wohnzimmer. So bleiben Sie über mögliche Probleme auf dem Laufenden und ihre Kinder surfen automatisch bewusster, weil sie wissen, dass Sie sich in unmittelbarer Nähe befinden.
  • Verwenden Sie eine spezifische Schutzlösung, wie zum Beispiel Kaspersky Safe Kids, um die Internetnutzung Ihres Kindes zu überwachen, wenn Sie nicht in der Nähe sind.
  • Begrenzen Sie die Online-Zeit Ihrer Jüngsten. Kinder brauchen Grenzen, also legen Sie bestimmte Online-Zeiten fest. Kinder brauchen ein Gleichgewicht diverser Aktivitäten, um eine gesunde Kindheit zu genießen. Bei den meisten Betriebssystemen können Sie die Online-Aktivität mit einem Timer festlegen.
  • Bringen Sie Ihren Kindern bei, wie sie problematische Erlebnisse oder Dinge im Internet blockieren und melden können. Dies trägt zu einer guten Online-Etikette bei und gibt Ihrem Kind das Gefühl, die Kontrolle zu haben.
  • Verantwortungsbewusstes Teilen. Bringen Sie Ihrem Kind bei, dass es sich online genauso wie im echten Leben verhalten sollte. Wenn es in der physischen Welt bestimmte Dinge nicht verschicken, teilen oder sagen würden, dann sollte dies auch online nicht der Fall sein.
  • Sprechen Sie regelmäßig mit Ihrem Kind über seine Online-Erfahrungen und seien Sie dabei offen für Fragen und Probleme. Erstellen Sie eine Kommunikationsstrategie in der Sie Ihrem Kinder vermitteln, dass es mit jeglichen Problemen und Fragen zu Ihnen kommen kann.
  • Das eine oder andere Mal wird sich Ihr Kind mit Sicherheit in die Nesseln setzen. Die Art und Weise wie Sie darauf reagieren, kann allerdings enorme Auswirkungen haben. Anstatt wütend zu werden, helfen Sie ihrem Kind dabei, herauszufinden, was sie beim nächsten Mal besser machen können.
  • Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass online gestellte Informationen für den Rest ihres Lebens dort verweilen können. Sprechen Sie über die Folgen von „unvorteilhaften“ Fotos, die von einem Lehrer, Großelternteil oder späterem Arbeitsgeber im Netz gesehen werden können. Helfen Sie ihnen, potenzielle Aktionen als potenzielle Konsequenzen zu definieren.
  • Sprechen Sie vor dem Schlafengehen zehn Minuten lang mit Ihren Kindern über ihren Tag – einschließlich ihrer Online-Aktivitäten und Erfahrungen
  • Zeigen Sie Interesse! Wenn Sie die Cyberwelt verstehen, können Sie deutlich sicherer mit Ihren Kindern darüber sprechen. Nehmen Sie sich die Zeit, um über neue Trends, Spiele und Kanäle zu lesen, damit Sie verstehen, wie diese Einfluss auf die Onlineaktivität Ihres Kindes nehmen können.

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