21 Sep 2017

Defense of the Accounts 2: Tipps zum sicheren Gaming

Bedrohungen Tipps

Haben Sie den Titel des Beitrags verstanden? Dann sind Sie vermutlich ein Gamer und somit auch mit der Gamescom vertraut. Für diejenigen, die nicht wissen, wovon ich spreche: Ich rede von der weltweit zweitgrößten Spielemesse, die jährlich in Köln stattfindet und rund 500.000 Teilnehmer aus 30 Ländern anzieht. Die Gamescom bringt Spieleentwickler, Gamer, Journalisten und Blogger zusammen; der perfekte Ort, um sich mit Liebhabern und Experten aus der ganzen Welt zu unterhalten.

Auf der Gamescom dieses Jahr hatte ich die Möglichkeit mit einigen Gamern über eine Vielzahl von Dingen zu sprechen. „Sicherheit“ war selbstverständlich auch eines der Themen. Es hat mich besonders interessiert, mit welchen Gefahren Gamer konfrontiert werden und ob sie sich überhaupt Gedanken über die Sicherheit machen. Die Antworten waren, naja sagen wir mal, gemischt.

Die meisten Gamer, die ich auf der Gamescom getroffen habe, sind ziemlich gut über die verschiedenen Arten von Bedrohungen informiert. Das ist für den Anfang ja schon mal gar nicht schlecht. Überraschenderweise machen sie sich aber überhaupt keine Gedanken um die Bedrohungen und somit auch nicht um ihre eigene Sicherheit. Überhaupt keine Gedanken. Sie haben mir Antworten gegeben wie: „Wer würde mich schon hacken und meinen Account stehlen?“ oder „Bekannte Gamer sind da mit Sicherheit viel gefragter; von mir würde vermutlich niemand etwas stehlen wollen“.

Ich möchte ja wirklich kein Spielverderber sein aber diese Ansichten sind absolut falsch. Viele Cyberkriminelle wären sehr froh darüber genau euren Account bei Steam, Battle.net, Origin, PSN, Xbox Live oder wo auch immer zu stehlen. Jeder, der einen Gaming-Account hat, ist eine potenzielle Zielscheibe, egal wie viel euer Account „wert“ ist. Gaming-Konten werden im Darknet verkauft. Den Tätern geht es dabei vielmehr um die Anzahl der gestohlenen Konten, als um die Qualität. Deshalb haben sie es auch meistens nicht auf spezielle Personen abgesehen. Sie legen ihren Köder aus und warten darauf, dass jemand anbeißt.

Erinnern Sie sich noch an die World of Warcraft Betrugsmasche, bei der WoW-Spielern kostenlose Pets versprochen wurden? Ein virtuelles Pet gab es für die Spieler zwar nicht aber dafür erhielten Kriminelle jede Menge Informationen über die Accounts der Spieler. Die gesamte Geschichte können Sie hier lesen. Bei der Masche handelte es sich um Phishing – schlicht, einfach und effektiv.

World of Warcraft pet scam

World of Warcraft Pet-Betrug

Ein weiteres Beispiel: Steam Stealers. Eine spezielle Malware, die entworfen wurde, um Steam-Konten zu entwenden. Valve, der Schöpfer von Steam, gab zu, dass monatlich mehr als 77.000 Kundenkonten gehackt und geplündert wurden bzw. werden. Bei diesen Konten handelt es sich nicht ausschließlich um Konten bekannter Spieler, sondern auch um ganz normale Leute, die abends ab und zu für ein, zwei Stunden DotA oder CS spielen. Genau wie Sie, Ich und die Leute, die ich auf der Gamescom getroffen habe. Den gesamten Bericht über Steam Stealers können Sie hier lesen.

Wir haben bereits ein paar Tipps für Gamer auf unserem Blog geteilt aber wir sind der Meinung, dass das Thema erneut angesprochen werden sollte. Es sollte selbstverständlich sein – nicht nur beim Gaming – dass Sie keine verdächtigen Links oder Anhänge von unbekannten Quellen öffnen. Hier sind ein paar weitere Tipps, um Ihren Gaming-Account zu schützen.

  1. Wenn möglich, schützen Sie Ihr Konto mit der Zweifaktorauthentifizierung. Hier finden Sie Links um die 2FA bei Steam, Battle.net, Uplay und Origin zu aktivieren. Für andere Internetplattformen sollten Sie entweder die Kontoeinstellungen gründlich durchforsten oder ganz einfach danach googeln.

  2. Nutzen Sie starke Passwörter – und ein anderes für jeden Account. Wenn Ihr Konto dann gestohlen werden sollte, sind wenigstens die anderen Konten nicht davon betroffen. Um zu testen, wie sicher Ihr Passwort ist, sollten Sie auf jeden Fall einen Blick auf unseren Password Manager werfen.
  3. Verwenden Sie eine starke und verlässliche Sicherheitslösung, die Ihren Computer nicht verlangsamt während Sie spielen, Sie aber gleichzeitig vor allen potenziellen Cyberbedrohungen schützt. Wir empfehlen Ihnen Kaspersky Total Security mit integriertem Passwortmanager. Kaspersky Total Security funktioniert reibungslos mit Steam oder anderen Gaming-Diensten; wenn Sie trotzdem sichergehen wollen, dass alles zu 100 % kompatibel ist, haben wir hier einen Leitfaden für Sie.