E-Sports ohne Cheater: Wir haben die Lösung

17 Sep 2019

Damals, als Videospiele lediglich zur eigenen Heimunterhaltung dienten, kümmerte es niemanden, wenn Spieler cheateten. Selbst als Multiplayer-Spiele in Mode kamen, interessierten sich nur wenige Nutzer für Cheater. Doch mit dem Aufkommen des E-Sports wurde plötzlich alles auf den Kopf gestellt. Mittlerweile ist das Cheaten nicht nur für Spieler, sondern auch für Veranstalter, Sponsoren und Millionen von Zuschauern ein großes Problem. Ganz zu schweigen von der Wettbranche. Schließlich ist oftmals ein hohes Preisgeld mit im Spiel.

Was könnte schiefgehen?

Die meisten Spiele werden auf Servern oder in Cloud-Diensten gehostet – man könnte also davon ausgehen, dass infolgedessen auch das Cheaten deutlich nachgelassen hat. In vielen Spielen erhält das Client-Programm jedoch weitaus mehr Informationen, als der Spieler sehen darf. Beispielsweise weiß das Programm genau, wo sich mögliche Gegner befinden. Selbstverständlich haben Tech-Liebhaber einen Weg gefunden, wie sie diese Daten verwenden können, um einen unfairen Vorteil im Spiel zu erlangen.

Mittels Cheats können Spieler Gegner durch Wände oder ähnliche Hindernisse sehen und so Überfälle aus dem Hinterhalt vermeiden. Wenn das Programm die exakten Koordinaten eines Gegners kennt, ist es nicht schwierig, eine automatische Zielfunktion zu erstellen, die einen Schuss direkt auf den Kopf des Gegners ansetzt. Darüber hinaus kann ein Cheat viel schneller als jeder Mensch automatisch auf Ereignisse im Spiel reagieren.

Turnier-Cheats

Glücklicherweise ist es das Cheaten bei großen Gaming-Events deutlich schwieriger. Zum einen findet das Spiel normalerweise auf den Rechnern des Veranstalters statt. Zum anderen müssen spezifische Beobachter das Spielverhalten der Teilnehmer genau überwachen. Skrupellose Spieler versuchen aber dennoch zu cheaten.

Viele solcher Gaming-Veranstaltungen beginnen oftmals mit Qualifikationswettbewerben, bei denen die Spieler ihre Heimcomputer verwenden. Obwohl die Gewinne in dieser Phase deutlich geringer sind, haben die Spieler auch mehr Möglichkeiten zu cheaten. Auf diese Weise ein starkes Team bereits in der Qualifikationsrunden lahmzulegen, kann die eigenen Chancen der Betrüger später nur verbessern.

Fan-Websites veröffentlichen ständig neue Listen von Betrügern, die ertappt worden sind und somit von jeglichen Wettbewerben ausgeschlossen werden. Hier finden Sie beispielsweise eine Liste von Spielern, die von Counter-Strike-Turnieren ausgeschlossen sind. Wie Sie sehen, wurde die überwiegende Mehrheit aufgrund des Einsatzes von Cheats von den Turnieren verbannt.

Deshalb interessiert uns das Thema

Das Cheaten in professionellen E-Sportarten stellt im Grunde genommen eine weitere Bedrohung für das Internet dar und Software-Cheats unterscheiden sich tatsächlich nicht allzu sehr von Malware. Darüber hinaus sind viele Mitarbeiter von Kaspersky große Gaming-Fans und haben schnell erkannt, dass unsere Technologien zur Erkennung von Cyberangriffen modifiziert werden könnten, um Betrüger bei professionellen E-Sport-Events zu entlarven.

Der nächste logische Schritt war die Entwicklung eines Anti-Cheating-Systems für E-Sports-Veranstalter. Unsere cloudbasierte Lösung ermöglicht die Echtzeitüberwachung von Betrugsversuchen während des Turniers und bietet Richtern eine technische Bestätigung der Verwendung von Cheats. Obwohl das endgültige Urteil noch immer von einem menschlichen Richter gefällt werden muss, kann durch das System leichter festgestellt werden, ob ein Spieler cheatet oder nicht. Entscheidend ist, dass unser System keinen Einfluss auf die Leistung oder das Gameplay selbst hat, denn die gesamte Zahlenarbeit erfolgt auf Cloud-Servern, nicht auf den Rechnern der Spieler.

Derzeit deckt Kasperskys Anti-Cheat-Lösung zwei der beliebtesten E-Sport-Turniere ab: Counter-Strike: Global Offensive und PlayerUnknowns Battlegrounds. Unsere Liste wird in Zukunft allerdings erweiter. Weitere Informationen finden Sie hier.