15. April 2020

Generation KI: Fast jeder zweite unter 31 wünscht sich zukünftig ein durch Künstliche Intelligenz gestütztes Leben

•Kenntnis über KI beruht bei Generation Z und Millenials mehrheitlich auf Bauchgefühl (33,5 Prozent) und weniger auf Fakten (29,4 Prozent) •61,6 Prozent hätten in der Schule gerne mehr über KI gelernt •Neuer Kaspersky-Report über die Meinung, Nutzung und Wahrnehmung der 16- bis 30-Jährigen in Deutschland zu Künstlicher Intelligenz

Ist ein Leben, in dem Künstliche Intelligenz (KI) eine große Rolle spielt, für junge Bundesbürger eher eine Wunschvorstellung oder ein Horrorszenario? Eine repräsentative Studie von Kaspersky [1] zeigt: Die meisten (42,6 Prozent) der 16- bis 30-jährigen in Deutschland lebenden Befragten verbinden mit dem Einzug von KI in den Alltag eher Positives als Negatives und sehen in dieser Entwicklung die Chance auf ein besseres Leben – lediglich für 7,2 Prozent wäre das eher ein Horrorszenario und 41,8 sind bei dieser Fragestellung noch unentschlossen. Diese Ergebnisse gehen unter anderem aus einer neuen Umfrage von Kaspersky über die Nutzung, das Wissen und die Wahrnehmung der Generation Z und der Millenials [2] in Deutschland bezüglich Künstlicher Intelligenz hervor. Der erste Report dazu ist ab sofort, zusammen mit weiteren Informationen, auf https://kas.pr/generation-ki verfügbar.

Künstliche Intelligenz (KI) ist eines der technologischen Trendthemen – der Einsatz von KI wird aktuell in allen gesellschaftlichen Bereichen – sei es in Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft (privat wie beruflich) diskutiert.

„Um die Wichtigkeit von Cybersicherheit innerhalb der gesellschaftlichen Diskussion rund um Machine Learning und Künstliche Intelligenz in den Vordergrund zu stellen, haben wir diejenige Gruppe in der Bevölkerung befragt, die sowohl privat als auch beruflich voraussichtlich am meisten damit zu tun haben wird – die unter 31-Jährigen – also die Generation KI“, so Anne Mickler, Pressesprecherin DACH bei Kaspersky, über die Stoßrichtung der Studie.

Mehr als die Hälfte sagt: „Ich weiß über KI Bescheid“; allerdings beruhend auf eigenem Bauchgefühl anstatt Wissen

Die Kaspersky-Befragung zeichnet ein konkretes Bild hinsichtlich des aktuellen Kenntnisstandes der jungen Bundsbürger in Sachen KI: Mehr als die Hälfte (56,8 Prozent) der befragten 16- bis 30-Jährigen gibt an, über Künstliche Intelligenz in einem gewissen Maße Bescheid zu wissen. Dabei beruht diese Kenntnis mehrheitlich eher auf dem eigenen Bauchgefühl und auf Emotionen (33,5 Prozent) als auf Fakten und detailliertem Wissen (29,4 Prozent).

61,6 Prozent der Umfrageteilnehmer sind sich einig, dass sie gerne in der Schule mehr über zukünftige Technologien – insbesondere auch über KI – erfahren hätten.

„Auch wenn, laut unserer Umfrage, die Wahrnehmung über Künstliche Intelligenz bei 46 Prozent der Befragten eher von Comics und Filmen geprägt ist und vornehmlich aus dem Bauchgefühl heraus als durch Faktenkenntnis resultiert, heißt das noch lange nicht, dass Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland per se in allen Bereichen KI-basierte Systeme nutzen würden“, so Anne Mickler, Pressesprecherin DACH bei Kaspersky. „Überraschenderweise meiden Millenials und die Generation Z eher personalisierte Assistenzsysteme, wie zum Beispiel Chatbots oder Sprachassistenten, und stehen Systemen, die eher im Hintergrund laufen, beispielsweise über Algorithmen generierte Konsumvorschläge oder die Fahrassistenzfunktionen im Auto, eher aufgeschlossen gegenüber.“

Generation KI setzt eher auf Algorithmen statt auf Gesichtserkennung und Sprachassistenten

Gegenwärtig werden von den befragten Millenials und der Generation Z mit 58,3 Prozent am häufigsten über Algorithmen gesteuerte Empfehlungen auf Amazon, Spotify und Co. genutzt. Es folgt der Gebrauch von Übersetzungssoftware im Internet (56,7 Prozent) sowie von Fahrassistenz- und Navigationssystemen im Auto (43,6 Prozent). Deutlich seltener werden die Gesichtserkennungsfunktion auf dem Smartphone mit lediglich 36,9 Prozent und Sprachassistenten mit 35,2 Prozent in Anspruch genommen.

Bei den notwendigen Cybersicherheitsansätzen für KI das geeignete Maß finden

„Wer KI nur im Bereich der Science-Fiction verortet, sollte sich bewusstmachen, dass bereits heute Machine Learning und Algorithmen – als Vorstufe zu starker, also kognitiver KI – in zahlreichen Anwendungen Standard sind. Als IT-Sicherheitsexperte liegen uns die Themen Cybersicherheit und Datenschutz bei einer so wichtigen Zukunftstechnologie wie Künstlicher Intelligenz sehr am Herzen – denn ohne adäquate digitale Schutzmaßnahmen ist sie zum Scheitern verurteilt. Bei KI-Systemen gilt, was beim Internet der Dinge (IoT) zum Teil verpasst wurde: Datenschutz und Security by Design beziehungsweise Cyberimmunität müssen von Beginn an mitgedacht werden“, sagt Marco Preuss, Leiter des europäischen Forschungs- und Analyseteams bei Kaspersky.

Für Verbraucher wird es wichtig sein, sich zukünftig auf Datenschutzbelange und durch KI verstärkte Cyberangriffe vorzubereiten. Allein die zunehmende Verbreitung intelligenter Geräte im Haushalt zeigt, dass Anwender – um den vollen Funktionsumfang dieser Technologien zu nutzen – dazu neigen, auch persönliche Daten preiszugeben, wenn sie dafür eine entsprechende Gegenleistung erhalten [3]. Die Konsequenz: Wenn KI immer stärker in vielen Bereichen des täglichen Lebens Einzug hält, wächst auch das Bedrohungspotential.


Der Report „Generation Künstliche Intelligenz: Nutzung, Wissen und Wahrnehmung der 16- bis 30-Jährigen in Deutschland“ ist unter https://kas.pr/7ydp verfügbar.

Bild- und Grafikmaterial zum Thema gibt es unter https://box.kaspersky.com/d/cbeedc382b854c7e895c/

[1] https://kas.pr/7ydp / Die Online-Umfrage wurde von Arlington Research [https://www.arlingtonresearch.global/] im Auftrag von Kaspersky im Februar 2020 durchgeführt. Dabei wurden 1.000 Bundesbürger im Alter 16 bis 30 Jahren zu ihrer Wahrnehmung und gegenwärtigen beziehungsweise zukünftigen Verwendung von Geräten oder Systemen mit Künstlicher Intelligenz (KI) befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für Deutschland nach Geschlecht und Wohnort (Bundesland). Ziel der Befragung war es, diejenigen Menschen zu befragen, die privat und beruflich voraussichtlich am meisten mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu tun haben werden – die unter 31-Jährigen, also die Generation KI. Kaspersky wird die Ergebnisse der Studie in thematisch aufgeteilten Kurzreport veröffentlichen, die unter https://www.kaspersky.de/KI abrufbar sein werden. Pressevertreter können die komplette Studie unter kaspersky_de@berkeleypr.com anfragen.

[2] Generation Z siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_Z und Millenials / Generation Y siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Generation_Y

[3] https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Home-Smart-Home-Jeder-Vierte-ist-auf-dem-Weg-zum-intelligenten-Zuhause.html und https://www.dfki.de/fileadmin/user_upload/import/9744_171012-KI-Gipfelpapier-online.pdf

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