Wie man ein VPN auswählt

19 Mai 2017

Ein neues Schlagwort ist auf der ganzen Welt bekannt und besteht nur aus drei Buchstaben: V, P, und N. VPN. Wissen Sie was ein VPN ist? Wenn nicht, dann klären wir Sie auf. Wissen Sie, warum Sie eins benötigen? Wenn nicht, dann haben wir dieses Thema auch abgedeckt.

Ok, Sie haben also gelernt, was Virtual Private Networking ist und sich dazu entschieden, dass Sie ein VPN brauchen. Aber es gibt dutzende von VPN-Anbietern, manche bieten kostenlose Lösungen an, andere verlangen viel Geld und wiederrum eine ganze Menge siedelt sich in der Mitte an. Welcher ist der Richtige für Sie?

Dem Anbieter vertrauen

Der einfachste Weg, ein VPN zu beschreiben, liegt darin, es als Tunnel zu bezeichnen. Ihr Computer sitzt an einem Ende des Tunnels und der Server sitzt am anderen Ende (auch bekannt als Ausgangsknoten des VPN). Ihr Computer gehört Ihnen, weshalb Sie auch für seine Sicherheit zuständig sind. Aber der Ausgangsknoten gehört zu dem VPN-Anbieter und der Anbieter trifft die Auswahl über die Verschlüsselungs-Algorithmen und die VPN-Protokolle, somit liegt die Sicherheit des Servers und des Tunnels bei dem Anbieter.

Der Anbieter hat auch Kontrolle über all die Daten, die Sie über VPN versenden. Also müssen Sie Ihrem Anbieter genauso vertrauen wie sich selbst. Sie müssen sicher sein, dass der Anbieter weder ihren Verkehr beschnüffelt noch verändert, dass er nicht alles protokolliert und dass verlässliche Protokolle und eine starke Verschlüsselung verwendet werden. Sprechen wir etwas detaillierter darüber.

1. Wie weiß ich, welchem VPN-Anbieter ich vertrauen kann?

Als Ausgangspunkt sollten Sie nach Spielern suchen, die nicht neu auf dem Markt sind– je länger die Firma in der Branche tätig war, umso verlässlicher ist sie wahrscheinlich.

2. Welches VPN-Protokoll sollte ich aussuchen?

Wir handeln ein Paar der verfügbaren VPN-Protokolle in diesem Blog-Artikel ab. Manche Protokolle sind sicherer als andere und manche sind schneller als andere, aber hier alle Unterschiede zu besprechen wäre etwas viel. Es läuft am Ende doch auf Eins hinaus- Versuchen sie PPTP (Point-to-Point Tunneling Protocol) zu vermeiden und schauen Sie sich nach Lösungen um, die auf OpenVPN basieren.

PPTP ist ein altes Protokoll und es wird überwiegend als unsicher eingestuft. Im Gegensatz dazu ist OpenVPN eine relativ neue VPN Ausführung. Es ist sicher und verlässlich – und es ist eine Open-Source-Anwendung, also wird es regelmäßig auf Sicherheitslücken geprüft.

3. Sollte ich auf die Anzahl und Ortung der Ausgangsknoten achten?

Es ist typisch, dass VPN-Anbieter eine Anzahl von Ausgangsknoten in verschiedenen Ländern anbieten, aber in manchen Fällen wird der Ausgangsknoten automatisch ausgewählt. Sollten Sie darauf achten? Das kommt darauf an, wofür Sie die VPN eigentlich brauchen.

Wenn Sie Sicherheit und Privatsphäre sicherstellen wollen, während sie kostenloses WLAN in einem Café nutzen, reicht jedweder Ausgangsknoten aus. Aber wenn Sie auf eine Webseite oder einen Service zugreifen wollen, die nicht von dem Land aus erreichbar sind in dem Sie sich befinden (sagen wir Facebook oder Wikipedia während Sie durch China reisen), dann brauchen Sie natürlich einen Ausgangsknoten in einem Land, von dem aus Sie auf diese Webseite zugreifen können. Manchmal brauchen Sie auch Zugriff auf etwas aus einem bestimmten Land und diesem Fall müssen Sie sicher sein, dass ihr Anbieter einen Ausgangsknoten in diesem Land hat. Also, umso mehr Server in verschiedenen Ländern, umso besser.

Ein weiterer Punkt zur Benutzung von VPN um das Land zu ändern, in dem Sie sich vermeidlich befinden: Automatische Auswahl funktioniert in 99% der Fälle nicht, weil das VPN automatisch jene Server auswählt, die geografisch am nächsten liegen und das ist wahrscheinlich im selben Land, in dem Sie sich befinden.

4. Was wenn der VPN-Anbieter meinen Verkehr protokolliert?

Manche VPN-Anbieter protokollieren die Seiten, die Sie besuchen, und speichern diese Information. Manchmal teilen sie diese sogar mit Dritten, sie verkaufen praktisch Ihr Profil an jemanden, der dadurch seine Werbung besser auf Sie abzustimmen kann. Wollen Sie das? Wahrscheinlich nicht.

Hier müssen Sie etwas tun, dass normalerweise nur wenige Leute tun: Die Lizenzbestimmungen lesen. Achten Sie auf drei Dinge:

  1. Protokolliert der VPN-Anbieter Ihren Verkehr?
  2. Und wenn dem so ist, werden diese Protokolle gespeichert?
  3. Teilt der Anbieter diese Protokolle mit jemandem?

Die sicherste Wahl ist ein Anbieter, der gar nichts protokolliert.

5. Wie viel kostet ein gutes VPN?

Manche Anbieter bieten eine kostenlose VPN-Verbindung an, manche haben Beschränkungen bei kostenlosen Verbindungen und manche verlangen von Anfang an Geld.
Welchen sollten Sie wählen?

Zunächst wissen Sie bereits, dass es nicht so etwas wie kostenloses Mittagessen gibt, und dass VPN keine Ausnahme sind: Sie zahlen für ein kostenloses VPN mit ihren Daten. Zum Beispiel bietet Opera Software jetzt ein kostenloses VPN in seinem Browser an, aber ist es nicht wirklich ein VPN und es protokolliert Ihre Browserdaten, die dazu genutztwerden, Ihnen Werbung zu bescheren. Wenn Ihnen Ihre Sicherheit viel Wert ist, ist eine kostenlose VPN Lösung die falsche Wahl.

Probieren Sie eine kostenlose Testversion von einem Anbieter, der Sie interessiert, und geben Sie ihm einen zweiten Versuch, indem Sie für den weiteren Service bezahlen, wenn Sie die Zeit- und die Datengrenze erreicht haben und der Anbieter gut funktioniert. Das ist die Idee einer kostenlosen Testversion.

Eine verlässliche Wahl: Kaspersky Secure Connection

Da Sie jetzt die Liste der Anforderungen haben, die ein VPN-Anbieter erfüllen sollte, können Sie durch diese Vergleichstabelle ein verlässliches Produkt auswählen, dass ihren Bedürfnissen entspricht. Für diejenigen, die nicht so viel Zeit in die Recherche investieren möchten, können wir unsere eigene Lösung empfehlen: Kaspersky Secure Connection ist in Kaspersky Internet Security und in verschiedene unserer anderen Sicherheits-Pakete eingebettet und es ist nun auch als eigenständige Lösung verfügbar. Es erfüllt alle oben erwähnten Kriterien.

  1. Kaspersky Lab ist schon seit über 20 Jahren im Geschäft.
  2. Kaspersky Secure Connection nutzt ein verlässliches und sicheres OpenVPN-Protokoll.
  3. Es hat Ausgangsknoten in etwa zwei Dutzend Ländern. Mit der kostenpflichtigen Lösung können Sie das Land auswählen, von welchem aus Sie auf Webseiten zugreifen wollen.
  4. Es protokolliert ihren Verkehr nicht. Überhaupt nicht.
  5. Es ist relativ günstig und kostet nur 4.95 Euro im Monat oder 29.95 Euro im Jahr. Es gibt auch eine kostenlose Version, die auf 200MB am Tag oder 6GB im Monat beschränkt ist.

Es ist wichtig zu beachten, dass, ungeachtet des Anbieters und seiner Protokoll-Tätigkeiten, ein VPN nur Privatsphäre und keine Anonymität bietet. Wenn sie Anonymität wollen, dann suchen Sie nach Murkier-Optionen wie TOR oder Kombinationen aus TOR und VPN. Vergessen Sie auch nicht, ihre Browser-Cookies und andere Dinge zukontrollieren, die Sie vielleicht preisgeben wenn Sie ein VPN nutzen.

Wenn Sie sich also dazu entschieden haben, dass sie ein VPN brauchen, testen Sie unsere Kaspersky Secure Connection. Laden Sie die Testversion hier herunter.