Warum Hacker es auf Haustier-Gadgets abgesehen haben

22 Jun 2018

Wie das Herrchen so der Hund: Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, kommen bereits in jedem fünften Haushalt mit Tieren smarte Geräte zur Überwachung und Sicherheit der Haustiere wie vernetzte Temperaturkontrollen fürs Aquarium oder Futterspender zum Einsatz. Allerdings bergen diese auch Sicherheitsrisiken: 14 Prozent wurden bereits über vernetzte Haustier-Gadgets gehackt. Die Folgen eines Angriffs für die Tiere sind lebensbedrohlich (32 Prozent), gesundheitsgefährdend (ebenfalls 32 Prozent) und emotional stressig sowohl für das Tier (23 Prozent) als auch den Halter (19 Prozent).

Bereits Ende Mai hat Kaspersky Lab auf die Gefahren aufmerksam gemacht, die von smarten GPS-Trackern für Haustiere ausgehen. Die Geräte und die zugehörigen Apps enthalten oft Schwachstellen, über die Informationen von außen manipuliert oder persönliche Daten von Tierhaltern abgefangen werden können. Wie die aktuelle Kaspersky-Umfrage zeigt, gehen auch von anderen elektronischen Geräten im Alltag Gefahren für Haustiere und ihre Besitzer aus. Dazu gehören zum Beispiel Webkameras, speziell für Haustiere entwickelte Spiele auf Smartphones und Tablets, weitere digitale Spielzeuge sowie automatische Futter- oder Wasserspender.

„Technologie macht das Leben nicht nur für Menschen, sondern auch für unsere pelzigen Freunde einfacher“, so David Emm, Principal Security Researcher bei Kaspersky Lab. „Mit Hilfe von Technologie können wir unsere Haustiere schützen, auf sie aufpassen und ihnen Komfort bieten. Wie bei jedem digitalen Gerät ist es jedoch wichtig, an die Risiken zu denken: Jedes Gerät kann von einem Cyberkriminellen zu Sturz gebracht oder gehackt werden. Um unangenehme Folgen zu vermeiden, ist es wichtig, im Voraus einfache Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren und einen Plan für den Fall eines Geräteausfalles zu haben. Natürlich sollte das digitale Gerät sorgfältig ausgewählt werden, während man sich auf das Wichtigste konzentriert – die Sicherheit des Haustieres.“

Kaspersky-Tipps für tierische Sicherheit

Für eine (cyber-) sichere Haustierhaltung empfehlen wir Folgendes:

  • Beim Kauf eines vernetzten Gerätes sollte besonderes Augenmerkt auf die Sicherheit gelegt werden. Informationen über vorhandene Schwachstellen und deren Patches können leicht im Internet gefunden werden. Geräte mit regelmäßigen Software-Updates sollten die erste Wahl sein.
  • Bei Inbetriebnahme sollte das Default-Passwort durch ein eigenes, starkes Passwort ersetzt werden. Dieses sollte 16 Zeichen umfassen und aus einer Kombination aus Klein- und Großbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen bestehen.
  • Soweit nicht unbedingt erforderlich, den Zugriff auf das Gerät nur innerhalb des häuslichen Netzwerks zulassen.
  • Alle Netzwerk-Dienste abstellen, die nicht unbedingt benötigt werden.
  • Sofern Updates verfügbar sind, die Firmware der Geräte regelmäßig auf den neuesten Stand bringen.
  • Kaspersky Lab bietet mit Kaspersky IoT Scanner eine kostenlose Lösung speziell für die Sicherheit digitaler Geräte im Smart Home. Die Android-App untersucht das häusliche WLAN und informiert den Anwender über verbundene Geräte und deren Sicherheitslevel.

Wie ein haustierfreundliches Smart Home aussehen könnte, zeigt das englisch-untertitelte Video eines Tierliebhabers bei Kaspersky Lab.