Snapchat von Phishingkampagne betroffen

Über eine E-Mail, die vermeintlich vom Firmenchef stammte, ist Snapchat unlängst einem Phishingangriff zum Opfer gefallen.

Wir sprechen viel von Phishing und den Gefahren, die es birgt. Manchmal haben wir das Gefühl, wir reden so viel darüber, dass Nutzer den Ernst der Lage verkennen und meinen, ihnen könne so etwas nicht passieren, da sie auf solche Tricks nicht hereinfallen würden.

Aber immer dann, wenn wir am wenigsten damit rechnen, kommt eine neue Geschichte ans Licht von einem weiteren Unternehmen, das einem Phishingfeldzug zum Opfer gefallen ist. Diesmal ist Snapchat betroffen. Ja genau, Snapchat.

Ein Angestellter klickte am Wochenende auf eine E-Mail, die vermeintlich von Firmenchef Evan Spiegel kam, und in der Lohnabrechnungsdaten angefragt wurden — und gab die entsprechenden Informationen weiter. Die E-Mail stammte allerdings nicht wie angenommen vom Firmenchef, sondern von einem Kriminellen. Vom Angriff betroffen sind „einige aktuelle und ehemalige Angestellte“.

Snapchat gibt an, dass weder die internen Systeme, noch Nutzerdaten in Mitleidenschaft gezogen worden seien. Darüber hinaus hat Snapchat den betroffenen Mitarbeitern eine Identitätsdiebstahlversicherung über zwei Jahre zuteilwerden lassen und den Fall dem FBI gemeldet.

Auch wenn dieser Vorfall äußerst unschön ist, sollten wir ihn uns eine Warnung sein lassen und daraus lernen. Der Punkt ist, dass diese Nachricht nur deshalb Schlagzeilen macht, weil es sich um Snapchat handelt. Morgen wird ein No-Name-Unternehmen betroffen sein und niemand wird überhaupt davon erfahren. Genau genommen gibt es ständig neue Phishingfälle und es könnte theoretisch jedem passieren.

So können Sie sich schützen:

  • Gehen Sie immer sicher, dass es sich beim Absender tatsächlich um denjenigen handelt, den Sie hinter der E-Mail vermuten. Klicken Sie im Zweifel nicht auf enthaltene Links, und geben Sie keine angefragten Informationen preis. Das kann sehr gefährlich sein.
  • Installieren Sie eine geeignete Antivirensoftware. Die meisten Sicherheitslösungen, wie Kaspersky Internet Security, schützen Sie zuverlässig vor bösartigen Links.
Tipps

Router-Schutz für MikroTik-Benutzer

Aktualisieren Sie RouterOS des MikroTik-Routers und überprüfen Sie die Einstellungen, um sich vor dem Botnet Mēris zu schützen und ggf. Malware von einem bereits infizierten Router zu entfernen.