5 Tipps zum Schutz Ihres Heimnetzwerks

16 Okt 2018

Bereits das zweite Jahr in Folge hat sich Kaspersky Lab zum offiziellen Champion des „National Cyber Security Awareness Month“ (NCSAM) verpflichtet. Im Laufe des Monats werden wir uns deshalb auf Sicherheitsthemen konzentrieren, die sowohl von Unternehmen als auch von individuellen Endverbrauchern genutzt werden können. In der ersten Woche möchten wir uns auf den Schutz Ihres Zuhauses konzentrieren.

Also, los geht’s:

  1. Haben Sie WLAN im Haus?
  2. Ist mindestens eines Ihrer Geräte mit dem Internet verbunden?
  3. Haben Sie ab und an Freunde oder Familie zu Besuch?

Und nun die Frage aller Fragen:

  1. Sind Sie sicher, dass all Ihre Geräte geschützt sind?

Na los! Trauen Sie sich ruhig, die Fragen zu beantworten – schließlich schaut Ihnen niemand dabei zu (oder doch? Aber darauf kommen wir weiter unten noch einmal zurück). Am Ende dieses Beitrags werden Sie auf jeden Fall eine solidere Antwort auf Frage Nr. 4 haben, als es vermutlich momentan der Fall ist.

1. Sichern Sie Ihren Computer

Aller Anfang kann, muss aber nicht schwer sein! Wenn Sie mit der häuslichen Sicherheit beginnen möchten, ist es vermutlich am einfachsten, zunächst all Ihre aktuellen Geräte in Nutzung zu sichern: Computer, Tablets und Telefone sind anfällig für bösartige Infektionen aus dem Internet oder von Apps, hinter denen mehr steckt, als man auf den ersten Blick vermutet – oder die kostenlos erhältlich sind, aber definitiv einen Haken haben.

Um Ihre Geräte zu schützen, empfiehlt es sich, eine gute AV-Lösung zu installieren. Es gibt definitiv ausreichend fähige Produkte, die von vertrauenswürdigen, unabhängigen Fachleuten geprüft werden. Sie bewegen sich in unterschiedlichen Preisklassen, und können in einigen Fällen sogar kostenlos erworben werden. Ich persönlich empfehle unser Produkt Kaspersky Security Cloud, da es den fortschrittlichsten Schutz bietet und mehrere Geräte einschließlich PC, Mac, Android und iOS-Geräte sichert.

Abgesehen von einem guten Antivirenprogramm sollten Apps nur aus offiziellen Quellen – wie Google Play, dem App Store oder der offiziellen Website der App – heruntergeladen werden. Andernfalls riskieren Sie, dass Sie eine modifizierte Version der von Ihnen gesuchten App erhalten, die mit zusätzlichen Features wie Adware, Spionagetools, Kryptominern, usw. ausgestattet ist.

2. Sichern Sie Ihr WLAN

Zum Zeitpunkt der Einrichtung Ihres WLAN-Netzwerkes, hat Ihr Anbieter vermutlich ein eigenes Kombinationsmodem/einen eigenen Router installiert, Ihr Heimnetzwerk benannt und ein Passwort für Sie festgelegt. Wenn Sie Namen und Passwort bis jetzt noch nicht geändert haben, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen.

Die meisten Router verfügen über einen Standard-Benutzernamen und ein Passwort wie admin/admin oder admin/password. Eine einfache Googlesuche nach Ihrem Routermodell kann derartige Standardanmeldeinformationen preisgeben. Darauf basierend kann dann das Netzwerk umbenannt, ein neues Passwort festgelegt und alle anderen verfügbaren Optionen neu konfiguriert werden. Am besten Sie erledigen diese Aufgabe selbst – und zwar schnellstmöglich. Wenn Sie schon dabei sind, können Sie auch gleich die Firmware des Routers aktualisieren.

Darüber hinaus sollten Sie ein Gastnetzwerk für Freunde und Verwandten einrichten, die Sie zu Hause besuchen. Ich habe mein Gastnetzwerk „FBI Van“ genannt – einfach nur, um mir einen kleinen Spaß zu erlauben. Den Namen des eigentlichen WLAN-Netzwerkes werde ich an dieser Stelle natürlich nicht erwähnen.

3. Sichern Sie Smart- und IoT-Geräte

Wenn Sie IoT-Geräte mit Ihrem Netzwerk verbinden, würde ich vorschlagen, diese mit Ihrem Gastnetzwerk zu verbinden und ihre Standardpasswörter zu ändern. Jetzt fragen Sie sich vermutlich, warum Sie das Passwort überhaupt ändern sollten.

Ähnlich wie bei den bereits erwähnten Router-Standardeinstellungen, verwenden die meisten IoT-Geräte ein Standardpasswort, das mit einer einfachen Googlesuche ausfindig gemacht werden kann.

Ein Grund, weshalb dieses Problem Kummer bereitet ist, dass zahlreiche Kriminelle diese Geräte bereits infiziert haben und sie mit einer alarmierenden Geschwindigkeit bestimmten Botnets hinzufügen.

4. Big Brother is watching

Zu Beginn des Artikels haben wir Sie gefragt, ob Sie möglicherweise von irgendwem beobachtet werden. In gewisser Weise sollte es sich dabei nur um einen kleinen Scherz handeln, aber es ist wirklich nur vernünftig, Vorsicht walten zu lassen, wenn es um die Webcam Ihres Computers geht. Viele Apps und Websites erfordern den Zugriff auf Ihre Kamera und Ihr Mikrofon. Was machen sie mit dieser Berechtigung? Man weiß es nie genau, aber es besteht die Möglichkeit, dass Sie zu genau diesem Zeitpunkt von irgendwem auf der Welt beobachtet werden.

Wie Sie das vermeiden können? Sie können ein Stück Klebeband auf die Kamera Ihres Laptops/Computers kleben oder einen Webcam-Schutz kaufen, den Sie nur dann öffnen, wenn Sie Ihre Kamera auch tatsächlich verwenden möchten. Gute Antivirus-Programme bieten auch die Möglichkeit, den Zugriff auf Kameras einzuschränken – ein Feature, das ich persönlich nur wärmstens empfehlen kann.

5. USB-Bedrohungen müssen draußen bleiben

Im Rahmen des heutigen Themas ist eine weitere Bedrohung erwähnenswert; eine, die nicht nur Unternehmen betrifft, sondern auch normale Menschen wie Sie und mich.

Haben Sie jemals einen USB-Stick auf einem Parkplatz, im Park, in einer Büro-Lobby oder anderswo gefunden? Wenn ich in meine magische Glaskugel schaue, würde ich sagen, dass es klare Anzeichen gibt, die auf ein „Ja“ hindeuten.

Wenn Sie also einen solchen USB-Stick finden, sollten Sie ihn dann an Ihren Computer anschließen, um zu sehen, welche Überraschungen Sie erwarten? Die Antwort könnte deutlicher nicht sein: Nein! Wie Sie sehen, tötet Neugier nicht nur Katzen, sondern kann auch Malware oder einen versteckten Kryptominer auf Ihr Gerät schleusen. Sie glauben mir nicht? Dann werfen Sie lediglich einen Blick auf den alt bekannten Stuxnet-Virus aus dem Jahr 2010, der das Netzwerk einer iranischen Nuklearanlage über einen guten alten USB-Stick infizierte.

Zurück ins Jahr 2018: Aktuelle Forschungen von Kaspersky Lab zeigen, dass USB-Sticks und andere Wechselmedien immer noch sehr beliebt bei Cyberkriminellen sind.

Ich hoffe, diese Tipps waren hilfreich und haben Sie Ihrem sicheren Heimnetzwerk näher gebracht. Ich würde Ihnen auch empfehlen, die Tipps auf unserem Kaspersky Daily Blog aufmerksam zu verfolgen, um Ihr Sicherheitsniveau auch in Zukunft zu steigern.