Neuer Instagram-Betrug zum Sperren von Nutzer-Konten entdeckt

Cyberkriminelle nutzen derzeit die Sicherheitsmechanismen von Instagram, die eigentlich dafür gedacht sind, gegen Selbstverletzung und Nachahmer vorzugehen, für sich aus, um finanziellen Gewinn daraus zu schlagen.

Instagram

Cyberkriminelle nutzen derzeit die Sicherheitsmechanismen von Instagram, die eigentlich dafür gedacht sind, gegen Selbstverletzung und Nachahmer vorzugehen, für sich aus, um finanziellen Gewinn daraus zu schlagen.

Wie ein aktueller Bericht von Motherboard zeigt, werden Konten von legitimen Nutzern gesperrt („Ban-as-a-Service“), indem diese von Betrügern imitiert werden. Diese melden dann das echte Konto an Instagram als fake, woraufhin diese gesperrt werden. Cyberkriminelle treten dann an das Opfer heran und bieten an, ihnen bei der Entsperrung des Kontos gegen Geld zu helfen.

Unsere Experten haben die Existenz dieser Betrugsmasche schon mehrfach beobachtet. Anna Larkina, Sicherheitsexpertin bei Kaspersky, zum neuen Betrugsschema und was man (nicht) tun sollte, wenn man zum Opfer wurde:

„Scams, die auf Instagram-Nutzer abzielen, tauchen regelmäßig auf; dieser ist keine Ausnahme. Nach dem, was wir bisher gesehen haben, ist dieser Betrug – mit dem Sperren von Nutzern auf Instagram aufgrund gefälschter Beschwerden – nicht auf einen einzigen Cyberkriminellen beschränkt – wir haben weitere Beispiele für solche Schemata entdeckt und die Seiten blockiert.

Es ist klar, warum ein solcher Betrug als Service beliebt ist. Instagram ist zu einer sehr wichtigen Plattform für Anwender, aber auch Organisationen geworden; viele von ihnen sind auf soziale Medien angewiesen– zum Beispiel Künstler sowie Ersteller und Anbieter von Inhalten. Was wir nun sehen, ist im Wesentlichen eine neue Form des digitalen Missbrauchs.

Zum Glück kennt Instagram das Schema bereits; wir gehen daher davon aus, dass dieses ,Geschäft‘ sehr schnell an Relevanz verlieren wird.“

Nutzer sollten sich in einer solchen Konfliktsituation oder derartigen Problemen an den technischen Support des sozialen Netzwerks wenden und niemals mit Cyberkriminellen verhandeln – auch wenn vielen heutzutage Social-Media-Accounts viel bedeuten und auch emotional berühren. Kaspersky empfiehlt den Opfern Folgendes zu tun:

  • Ruhe bewahren und die Situation neutral bewerten.
  • Beweise sammeln, indem Screenshots von Allem erstellt werden, was den Angriff bestätigen kann – zum Beispiel Angebote zum Entsperren des Kontos, Bedrohungen, Nachrichten und Benachrichtigungen.
  • Umgehend Kontakt zum Support des sozialen Netzwerks aufnehmen und die Situation so detailliert wie möglich beschreiben und alle Beweise beilegen.
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